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Die Entwicklung nach 1978

19.01.2020 | 14:46 Uhr |

Computerized Bulletin Board System (1978)

Im Januar 1978 hat Ward Christensen das erste einwählbare schwarze Brett erstellt, das CBBS. Es lief auf einem gewöhnlichen S-100-Bus, das von Christensens Freund, Randy Suess, zusammengebaut wurde. Die zwei entwickelten ein System, sodass sich jeder mit einem Computer und einem Modem einwählen und zum BBS verbinden konnte. Die Einwahl sowie das Verfassen und Lesen von Nachrichten geschah über normale Telefonleitungen. Da sich damit vor allem Computer-Enthusiasten befassten, wurden hauptsächlich Computerthemen besprochen. Das Konzept kam gut an und wurde zu einem Hobby von vielen Leuten. Das Maximum an Nutzerzahlen erreichte die BBS-Scene Mitte 1990er, bevor das Internet ihm die Show stahl.

CompuServe Information Service (1979)

Die ersten zwei kundenorientierten Online-Dienstleistungen „The Source" und „CompuServe Information Service" starteten 1979. CompuServe bot den Nutzern Online-Nachrichten, Einkaufsmöglichkeiten, Lexika, Datenbanken, E-Mails und Nachrichten-Wände an. 1980 veröffentlichte CompuServe den CB Simulator. Es war der erste landesweite Online-Chat-Service. Im Prinzip funktionierte es genauso wie der Internet Relay Chat , der acht Jahre später veröffentlicht wurde.

Von den beiden Services, die 1979 veröffentlicht wurden, überlebte CompuServe länger und wurde später Teil von AOL. Heutzutage existiert CompuServe nur noch als Internetanbieter und hat kaum noch etwas mit dem ursprünglichen CompuServe gemeinsam.

Usenet (1980)

Usenet ermöglichte es den Nutzern auf verschiedenen Systemen über das Netzwerk öffentlich zu kommunizieren, wobei die Nachrichten in themenspezifischen Nachrichtengruppen veröffentlicht wurden. Tom Truscott und Jim Ellis erstellten Usenet an der Duke University und haben es über das ARPANET auf andere Rechner verteilt. Jedes Thema konnte als Diskussionsgrundlage bei Usenet verwendet werden, sodass über Filme, Politik, Religion und später auch Drogen, Sex und Pornografie geschrieben wurde. Usenet ist schnell gewachsen und war eines der beliebtesten Nachrichtensysteme in der frühen Internetphase, in den 1990ern. Das Usenet existiert auch heute noch, ist aber deutlich weniger bekannt als das World Wide Web, das viele Internetnutzer mit dem Internet gleichsetzen, obwohl es nur ein - zugegebenermaßen sehr bekannter - Teil des Internets ist.

American People/Link bot unterschiedliche Services, wie Online-Nachrichten, E-Mail und Live-Chats über ein System an, dass dem landesweiten Einwahlnetzwerk BBS ähnelte. Im Jahr 1985 hat APL eine gedruckte Werbekampagne gestartet, die People/Link als einen Online-Dating-Service angepriesen hat. Das war zu der Zeit eine vollkommen neue Idee. Während der Hochphase Ende der 1980er hatte APL etwa 5000 Mitglieder. Es wurde 1991 geschlossen.

Das mächtige AOL hat seinen Start Quantum Link (oder kurz Q-Link genannt) zu verdanken. 1985 war es ein Einwahl-Online-Service für Commodore 64-Computer. Es bot ähnliche Funktionen, wie das damalige CompuServe an. Bei Quantum Link gab es Nachrichten-Wände, Nachrichten, Einkaufsmöglichkeiten, Datei-Downloads und Chat-Möglichkeiten. Es gab sogar Online-Spiele für mehrere Nutzer. Außerdem was es das Heim von „Habitat", einem frühen Experiment mit virtuellen Online-Welten. Der Service hat seinen Namen 1991 zu America Online geändert und anschließend, im Jahr 1995 die Unterstützung der Commodore Computer eingestellt.

Prodigy (1988)

Prodigy begann sein Leben Anfang der 1980er unter dem Namen „Trintex". Es war ein Vorläufer des Bildschirmtext -Services. Hierbei handelt es sich um ein einwählbares Informationssystem, das Vektor-Grafiken nutzt, um visuell ansprechende Präsentationen auf dem Bildschirm darzustellen. Als Prodigy 1988 der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde, sollte es der erste Onlineservice für Endkunden mit einem IBM-PC mit grafischer Benutzeroberfläche sein. Die Konkurrenz CompuServe nutzte nur eine Kommandozeilen-Benutzeroberfläche.

Prodigy bot Services an, die jenen von AOL und CompuServe ähnelten. Auch hier konnten Sie Einkäufe tätigen, chatten, Nachrichten und E-Mails versenden und sogar Spiele spielen. Ein bekanntes Spiel ist MadMaze. 1996 wurde Prodigy zu einem Internetanbieter, der 1999 jedoch geschlossen wurde.

Letztendlich machte das Internet und die E-Mails die frühen sozialen Netzwerke überflüssig. Aber mit dem erstaunlichen Erfolg von Facebook, Twitter und LinkedIn wurde bewiesen, dass sich die Menschen immer noch über das Internet austauschen möchten.

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