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Einschränkungen im Hauptverzeichnis

Anforderung

Zeitaufwand

Problem: Sie kennen noch aus DOS-Zeiten den Rat, nicht allzu viele Verzeichnisse und Dateien im Hauptverzeichnis C:\ zu speichern. Wie verhält es sich unter Windows 95, vor allem im Hinblick auf die langen Datei- und Verzeichnisnamen?

Lösung: Windows 95 schleppt als DOS-Nachfolger gewisse Altlasten mit sich, unter anderem das aufgebohrte Dateisystem VFAT. Es verhilft Windows quasi mittels einer zweiten Buchführung zu langen Dateinamen, ohne dabei intern auf einen primären DOS-kompatiblen 8+ 3-Namen zu verzichten. Wie der Vorgänger FAT erlaubt es 512 Verzeichniseinträge im Hauptverzeichnis -mehr als genug, werden Sie denken. Doch mit den langen Verzeichnisnamen von Windows 95 sind diese Ressourcen schnell aufgebraucht: Jeder über die alte 8+ 3-Konvention hinausgehende Name belegt -je nach seiner Länge - zusätzliche Verzeichniseinträge. Wir haben's ausprobiert und im Hauptverzeichnis exzessiven Gebrauch von der neuen Benennungsfreiheit gemacht. Nach weniger als 30 Ordnern mit 255 Zeichen langen Namen quittierte Windows unser Treiben mit einer skurrilen Fehlermeldung (siehe Abbildung oben).Die verschwenderische Belegung von zusätzlichen Verzeichniseinträgen ergibt sich übrigens nicht nur durch lange Dateinamen, sondern auch durch kurze mit gemischter Groß-und Kleinschreibung, wie etwa MeinText.DOC. An der DOS-Kommandozeile zeigt Ihnen der unbestechliche Befehl DIR /P jede Abweichung zwischen dem FAT-und dem VFAT-Namen. Einen reinen FAT-Namen erzielen Sie unter Win 95, indem Sie einen Dateinamen mit <F2> editieren und komplett in Großbuchstaben eingeben. Die geschilderten Einschränkungen für die Länge der Datei- und Verzeichnisnamen gelten übrigens nur im Hauptverzeichnis.

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