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Einsatzbereich Desktop-Management/Bereitstellung

Stark wachsende Bedeutung gewinnt Virtualisierung auch in Form einer virtuellen Desktop Infrastruktur (VDI). VDI lehnt sich im Aufbau an bekannte Server/Thin Client-Architekturen an. Bei Einsatz einer VDI werden die Desktops auf einem zentralen Server in der VM bereit gestellt. Das heißt, jeder Anwender bekommt eine komplette und individuelle PC-Umgebung bereit gestellt, auf die er über einen Thin Client, einen abgespeckten oder vollwertigen PC an seinem Arbeitsplatz über ein Präsentationsprotokoll zugreifen kann.

Durch die zentrale Installation der Desktop-Umgebungen werden Installation, Backup und Wartung deutlich vereinfacht. Zudem wird die Sicherheit gesteigert, indem alle wichtigen Daten zentral verwaltet werden. Eine VDI lässt sich ohne großen Umstellungs- oder Anpassungsaufwand für alle handelsüblichen Anwendungen nutzen. Weil sich eine VM wie ein Standard-PC verhält, auf dem jede x86-Anwendung installiert werden kann, ist eine Anpassung der Applikationen, anders als bei klassischen Thin Client-Architekturen nicht erforderlich.

Das VDI-Konzept findet zusehends auch im deutschsprachigen Raum Zuspruch. So setzt beispielsweise das Medienunternehmen Moser Holding auf eine VDI. Moser konnte so die Bereitstellungszeit für neue Desktops auf 15 Minuten reduzieren. Die Support-Zeit für die Beseitigung nutzerbedienter Störungen konnte das Unternehmen durch VDI ebenfalls auf durchschnittlich 15 Minuten reduzieren. Die Zeitaufwendungen für Vor-Ort-Service am Client konnte die IT-Abteilung gar um 99 Prozent reduzieren. Durch die Anbindung der zentralen VDI-Server an ein SAN konnte Moser zudem eine hohe Ausfallsicherheit der Gesamtlösung erreichen.

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