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Hardware-Analyse und mehrere Systeme von einem Stick starten

08.08.2012 | 13:49 Uhr | Arne Arnold

Die System Rescue CD bietet mehrere Tools für die Wartung und Reparatur von Windows-Systemen. Bringen Sie es auf Ihren USB-Stick, können Sie damit einen PC starten und zum Beispiel analysieren, welche Hardware eingebaut ist. Dafür bietet die System Rescue CD das Programm HDT (Hardware Detection Tool von Van de Keizer) an.

Ein Teil der System Rescue CD ist das HDT, womit sich die im PC verbaute Hardware analysieren lässt.
Vergrößern Ein Teil der System Rescue CD ist das HDT, womit sich die im PC verbaute Hardware analysieren lässt.

Hardware-Analyse-Stick erstellen: Stecken Sie Ihren USB-Stick an den PC und prüfen Sie dann im Windows-Explorer, welcher Laufwerksbuchstabe ihm zugewiesen wurde. Starten Sie das Programm Unetbootin . Setzen Sie einen Punkt vor „Abbild“ und wählen Sie über den Knopf am Ende der Zeile die ISO-Datei von der System Rescue CD . Eine Zeile tiefer wählen Sie nun hinter „Laufwerk“ den Laufwerksbuchstaben Ihres USB-Sticks aus. Ein Klick auf „OK“ startet die Aktion. Sobald Unetbootin fertig ist, fordert es Sie zu einem PC-Neustart auf. Das ist aber nur notwendig, wenn Sie den Stick auch gleich ausprobieren wollen.
Hardware-Analyse-Stick nutzen: Starten Sie Ihren PC mit angestecktem USB-Stick und wählen Sie als Boot-Medium den USB-Stick aus. Wie das geht, steht im Kasten auf Seite 1. Der System-Reparatur–Stick startet ein Auswahlmenü, in dem Sie über die PfeilUnten- und Enter-Taste den Eintrag HDT wählen. Nach wenigen Sekunden startet das Tool automatisch im Menü-Modus („Menu mode“). Sie bedienen es über die Pfeiltasten und können sich so Infos über die meisten Komponenten des PCs holen.

Mehrere Systeme von einem Stick starten
Mit einem Multi-Boot-Stick haben Sie auf nur einem USB-Stick mehrere Betriebssysteme. Das können zum Beispiel drei der besten Antivirensysteme sein. So scannen Sie einen Computer mit unterschiedlichen Antivirenprogrammen und überprüfen die Platte dreifach. Es besteht zudem die Möglichkeit, mehrere System-Tools auf den Stick zu bringen.

Sie benötigen dafür lediglich die englischsprachige Freeware Yumi . Yumi steht für Your Universal Multiboot Installer und holt die meisten der zu bootenden Systeme automatisch auf Ihren USB-Stick.

Mit Yumi erstellen Sie einen Multi-Boot-Stick, von dem Sie mehrere Linux Systeme starten können.
Vergrößern Mit Yumi erstellen Sie einen Multi-Boot-Stick, von dem Sie mehrere Linux Systeme starten können.

Multi-Boot-Stick erstellen: Stecken Sie dazu Ihren USB-Stick an den Computer und prüfen Sie anschließend im Windows-Explorer, welcher Laufwerksbuchstabe ihm zugewiesen wurde. Starten Sie das Programm Yumi und wählen Sie unter „Step 1“ den Laufwerksbuchstaben Ihres USB-Sticks. Unter „Step 2“ haben Sie nun die Wahl unter etlichen Boot-Systemen. Nach der Wahl des ersten Systems müssen Sie über „Step 3“ angeben, wo sich die dazugehörige ISO-Datei befindet. Haben Sie diese noch nicht, klicken Sie rechts auf „Open to Download the ISO“. In der Regel öffnet sich dann Ihr Internet-Browser, und das Herunterladen des ISOs beginnt. Haben Sie die Datei komplett geladen, wählen Sie sie über „Step 3“ aus und klicken auf „Create“. Nach kurzer Zeit hat Yumi die Dateien kopiert und fragt Sie nach einem Klick auf „Finish“, ob Sie weitere ISO-Dateien auf den Stick bringen wollen. Wählen Sie „Yes“ und fügen Sie anschließend, wie eben beschrieben, weitere Systeme hinzu.

Multi-Boot-Stick nutzen: Starten Sie Ihren PC mit angestecktem USB-Stick und wählen Sie als Boot-Medium den USB-Stick aus. Wie das geht, steht im Kasten unten.

Yumi zeigt Ihnen gleich nach dem Start ein Menü an, das Sie mit den PfeilOben/Unten-Tasten und der Enter-Taste bedienen. Um eines der Boot-Systeme zu starten, wählen Sie zunächst die Rubrik, etwa „Antiviren Tools“, und anschließend das gewünschte System.

Mit der Software Stick Security 2 Basic verwandeln Sie einen USB-Stick in den Zugangsschlüssel fürs Sperren und Entsperren von Windows.
Vergrößern Mit der Software Stick Security 2 Basic verwandeln Sie einen USB-Stick in den Zugangsschlüssel fürs Sperren und Entsperren von Windows.

Windows mit dem USB-Stick sperren und entsperren
Wenn an Ihrem PC öfter andere vorbeikommen, die nichts an ihm zu schaffen haben, empfiehlt sich das Tool Stick Security . Es sorgt dafür, dass sich der Rechner nur nutzen lässt, wenn ein USB-Stick angeschlossen ist. Ziehen Sie den Stick ab, wird der PC gesperrt.

Aber Achtung: Ein Profi, der sich den Rechner ein paar Minuten vorknöpfen kann, umgeht den Schutz ohne große Probleme.

Stick Security erstellen: Stecken Sie Ihren USB-Stick an den PC. Installieren Sie das Programm Stick Security. Nach dem Abschluss der Installation startet es automatisch und zeigt alle verfügbaren Datenträger an. Wählen Sie Ihren USB-Stick aus und klicken Sie auf „Als Schlüssel festlegen“ und „Weiter“. Nun müssen Sie noch ein Notfallpasswort vergeben. Damit lässt sich Windows auch dann entsperren, wenn Sie den USB-Stick verloren haben. Setzen Sie abschließend noch einen Haken bei „Stick aktivieren“.

Stick Security nutzen: Sobald Sie Ihren USB-Stick vom Rechner abziehen, wird Windows automatisch gesperrt. Wenn Sie ihn erneut anstecken, haben Sie auch wieder Zugriff auf Windows. Wollen Sie nicht mehr mit Stick Security arbeiten, dann entfernen Sie den Haken vor „Stick aktivieren“ und wählen Sie „Beenden“.

Achtung: Stick Security legt eine Textdatei auf dem USB-Stick ab. Sollten Sie diese löschen oder sollten Sie den Stick formatieren, können Sie das gesperrte Windows mit keinem Stick mehr entsperren.

Außerdem: Im Test mit einer Bluetooth-Tastatur konnte Stick Security diese nicht sperren und somit keinen Schutz bieten.

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