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So nutzen Sie PCs in 5 Jahren

Die nächste große Computerplattform wird nicht Apples Mac OS, Googles Android oder Microsofts Windows sein und sie wird auch nicht komplett neu entwickelt. Nein, die nächste dominierende Software-Plattform wird das Web sein.

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie ihr Browser im Jahr 2015 aussehen wird?! Fünf Jahre Entwicklung bringen bei einigen Technologien nicht unbedingt riesige Fortschritte mit sich: Ein aktueller Computer zum Beispiel unterscheidet sich nicht großartig von seinen Vorgängern von 2005, ein Browser hingegen wird ständig weiterentwickelt und die damit verbundenen Innovationen halten somit gleichzeitig Einzug in unseren Alltag.

Nicht nur, dass Browser zum Standard in unseren Autos werden, sie werden zukünftig auch Spracherkennung beherrschen, Text to speech und die berührungslose Bedienung von Anwendungen, bei denen Tasten, Touchpads oder auch Touchscreens unbequem (Smartphones) oder sogar gefährlich sind (zum Beispiel beim Autofahren). Über die Browser kann man dann auch Internet-Radios streamen lassen, vielleicht sogar über ein schickes, dünnes 3D Interface.

Laut Linus Upson, Vizepräsident der Google Entwicklungsabteilung, werden die Fortschritte, die im Browserbereich gemacht werden, enorm sein: „Wir wollen das Web so weiterentwickeln, dass Sie damit genauso arbeiten können wie unter Windows, dem Mac oder dem iPhone.“

Googles Vision der Zukunft ist ein Browser, der alle ihre Anwendungen ausführt, darin eingeschlossen atemberaubende 3D Spiele, Tools zum Übersetzen von Texten und sogar Grammatik-Korrekturprogramme. Manche dieser Dinge gibt es zwar schon in einfacher Form, die wirklich ausgereiften Anwendungen werden aber erst im Laufe der nächsten fünf Jahre erscheinen.

Durch die Tatsache, dass heute viel Labortechnologie den Sprung in den Alltag schafft, werden die Browser ein komplett neues „Look and Feel“ erhalten. AMDs Fusion Media Explorer, ein 3D-Browser, der die Multimedia-Fähigkeiten des hauseigenen Prozessors präsentieren soll, unterstützt Uploads bei Facebook oder anderen sozialen Netzen per Drag & Drop. Darüber hinaus ist er mit einem drehbaren 3D-Interface ausgestattet um bequem seine Medien Dateien durchstöbern zu können.

Ein anderes, in Israel ansässiges Start-Up-Unternehmen mit dem Namen EyeSight Mobile Technologies entwickelt eine berührungslose Gesten-Steuerung für Android-Smartphones: Bewegt man die Hand vor der Frontkamera, so kann man sich damit zum Beispiel durch die eigene Fotogallery navigieren. Mittlerweile entwickelt Google auch Spracherkennung und Text to speech Anwendungen für Browser. Und dann gibt es noch den freien Opera Browser von Opera Software, ein Pionier bei der Stimm- und Gesten-geführten Browsersteuerung. Somit verwundert es auch nicht, dass die führenden Autohersteller, darunter Audi, BMW, Ford, General Motors und Daimler versuchen Wege zu finden, um Browser in Autos oder LKWs anzusiedeln.

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