112278

Eignen sich SSDs auch für Server- und Speichersysteme?

03.09.2008 | 10:01 Uhr |

Mit sinkenden Preisen wird die SSD-Technik eine breitere Akzeptanz finden, prognostiziert John Fowler, President der Systems Group von Sun Microsystems.
Vergrößern Mit sinkenden Preisen wird die SSD-Technik eine breitere Akzeptanz finden, prognostiziert John Fowler, President der Systems Group von Sun Microsystems.
© 2014

Auch für die Server- und Storage-Anbieter werden Flash-Speicher zunehmend interessanter. Bis Mitte des kommenden Jahres werde der neue Speichertyp seinen Platz in fast allen Server-Systemen von Sun Microsystems gefunden haben, kündigte John Fowler, President der Systems Group von Sun Microsystems, an. Der Server-Spezialist will seinen Kunden die SSD-Option ab der zweiten Jahreshälfte anbieten. Außerdem sollen sie die Geräte vor dem endgültigen Kauf 60 Tage ausprobieren dürfen. Der Server-Spezialist experimentiert dabei mit unterschiedlichen Speicherkombinationen, auch um seine Kunden nicht durch höhere Preise zu verprellen. Beispielsweise sollen teure Hochleistungs-Festplatten durch Flashspeicher und Lowend-Platten ersetzt werden. Damit sei ein deutlich schnelleres Lesen und Schreiben von Daten sowie ein geringerer Stromverbauch gewährleistet, berichtet der Sun-Manager.

Wenn die Preise für SSDs sinken, wird sich auch die Verbreitung des neuen Speichertyps erhöhen, prognostiziert Fowler. Dabei habe der Flash-Storage derzeit die besseren Karten. Während sich beispielsweise Fiber-Channel-Festplatten pro Jahr um etwa 40 Prozent verbilligten, rutschten die Preise für SSDs im gleichen Zeitraum um 50 bis 70 Prozent ab.

Auch andere große Hersteller experimentieren mit Flash-Speichern. Beispielsweise bietet IBM für seine Blade-Server die Option an, SSDs einzusetzen. EMC hatte Anfang des Jahres angekündigt, seine Storage-Arrays aus der Symmetrix-Reihe auch mit Flash-basierenden Speichern zu bestücken. Dabei sollen Speicher mit 73 und 146 GB zum Einsatz kommen. Die Geräte sollen sich nach Angaben eines EMC-Managers um weniger als zehn Prozent verteuern, sollten Kunden statt der herkömmlichen vier 146-GB-Festplatten die gleiche Anzahl 73-GB-SSDs ordern.

PC-WELT Marktplatz

112278