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Eigenentwicklung heißt die Lösung

20.07.2006 | 12:51 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Falls Sie sich wundern, wieso ständig von Epson, Canon und Hewlett-Packard die Rede ist, nicht aber beispielsweise von Brother: Die drei Erstgenannten sind nun einmal die wichtigsten Hersteller von Tintenstrahldruckern. Brother stellt überwiegend Lasergeräte und nur einige wenige Multifunktionsgeräte auf Tintenbasis her und ist somit von dieser Problematik weniger betroffen. Was aber nicht heißt, dass Brother deshalb völlig außen vor ist. Pelikan hat nämlich vor kurzem für Multifunktionsgeräte von Brother preiswerte Patronen herausgebracht...

Fremdanbieter, die weiterhin preiswerte Alternativen zu den Originalpatronen entwickeln und verkaufen wollen, müssen die Patronen vollständig selbst entwickeln und dann durch eigene Patente schützen. So macht es beispielsweise Pelikan. Das ist die einzige Möglichkeit, um Patentklagen zu vermeiden. Dabei haben es die Fremdanbieter vergleichsweise einfach: Sie können sich ja an den vorhandenen Originalpatronen orientieren.

Natürlich wollte PC-WELT wissen, wieso Unternehmen wie Pelikan eigene Patronen entwickeln können und diese dann trotzdem preiswerter als die Druckerhersteller verkaufen können. Simone Bahrs von Pelikan vermutet diesbezüglich, dass Epson und Co. bei ihrer Kalkulation ja auch noch die Entwicklung der Drucker berücksichtigen müssen. Diesen Kostenfaktor hat ein reiner Patronenhersteller natürlich nicht und kann seine Alternativpatronen deshalb wohl günstiger auf den Markt werfen.

Übrigens lassen sich Drucker-Patronen für viele Modelle von HP und Lexmark viel schwerer nachbauen als Patronen für Canon und Epson. Denn bei vielen HP- und Lexmark-Druckern bilden Kartusche und Druckkopf eine Einheit. Für die Details der Druckkopftechnik lassen sich wiederum leicht Patente anmelden, dementsprechend ist so eine Patrone viel besser patentrechtlich geschützt als eine simple Kartusche ohne Druckkopf.

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