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Eee-PC, Vista und neue Festplatten

06.12.2007 | 10:00 Uhr |

TOP: Eee-PC von Asus Man kann darüber streiten, ob der Mini-Laptop von Asus tatsächlich ein Notebook ist oder eher ein zu groß geratener Taschenrechner. Auch die Frage, ob er günstig oder nur billig ist, darf man debattieren. Keinen Zweifel gibt es aber, dass der Eee-PC einen neuen Trend markiert: Angepasste Funktionalität statt grober Rechenpower, Hardware, die gut auf die installierte Software abgestimmt ist, Linux statt Windows. Und natürlich ein extrem heißer Preis, durch den das Notebook zum schnell erworbenen Gebrauchsgegenstand wird, nicht zur lange überdachten IT-Investition.

FLOP: Vista für Notebooks Vista sollte das erste Windows sein, das Funktionen speziell für Notebooks mitbringt. Doch viel Sinnvolles gibt es auch nach rund einem Jahr Vista nicht zu entdecken. Zwar dient das Mobility Center als übersichtliche Portalseite für Laptop-relevante Einstellungen: Doch von dort gelangt man meist wieder in das Labyrinth verwirrender Windows-Menüs. Notebooks mit Vista zeigen sich stromhungriger als XP-Laptops mit gleicher Ausstattung – hier fehlt’s noch an ordentlichen Treibern. Und Readydrive und Readyboost, zwei Funktionen, die vor allem Notebooks zugute kommen sollten, bringen in der Praxis fast gar nichts. Kein Wunder, dass alle zu XP zurückwollen. Für die anderen heißt es jetzt weiter warten – auf das Service Pack 1.

FLOP: Hybrid- und Solid-State-Festplatten Dass sich die neuen Festplatten-Techniken noch nicht durchgesetzt haben, liegt natürlich an der fehlenden Unterstützung durch Vista. Die Vorteile bei Tempo und Stromsparen liegen vor allem bei den Hybrid-Platten höchstens im messbaren Bereich – im Arbeitsalltag gehen sie unter. Aber auch die Hersteller haben geschludert: Zu geringe Stückzahlen und zu hohe Preise – vor allem bei den robusten und wirklich schnellen Solid-State-Platten – bremsten das Interesse von Notebook-Herstellern und –Anwendern, die Festplatten der nächsten Generation einzusetzen. Lieber setzt man auf bewährte Technik und baut Platten mit größeren Kapazitäten. Dass sich insbesondere Solid-State-Disks durchsetzen werden, steht außer Frage – 2007 war es dafür aber noch zu früh.

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