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EMM386 und Windows

Anforderung

Zeitaufwand

Im Windows-Schwerpunkt der letzten Ausgabe haben wir mit dem Gerücht aufgeräumt, EMM386.EXE würde Windows bremsen. Wie ein kleiner Leistungstest bewies, läuft Windows mit oder ohne EMM386 mit gleicher Leistung (siehe PC-WELT 3/95, S.90f.). Die Funktionen des Speicher-Managers übernimmt Windows selbst, informiert sich aber beim Start bei EMM386 über konventionellen Speicher, UMBs und EMS. Danach legt sich EMM386 "schlafen" und wartet auf seinen nächsten Einsatz nach dem Abschluß von Windows. Die einzigen Aktionen, die EMM386 geringfügig bremst, sind daher der Windows-Start sowie das Beenden.Wer über relativ wenig Gesamtspeicher verfügt (2 bis 4 MB), sollte allerdings berücksichtigen, daß EMM386 für das Bereitstellen der UMBs Erweiterungsspeicher (XMS) ausleihen muß. Die etwa 150 KB, die Windows dadurch vorenthalten werden, entsprechen immerhin dem Speicherbedarf eines mittleren Windows-Utilities.

Wenn Sie sich von der ungestörten Ruhestunde des Speicher-Managers unter Windows überzeugen wollen, brauchen Sie als Nachweis nicht unbedingt einen Leistungstest. Erstellen Sie zuerst eine Sicherungskopie von EMM386 auf Diskette. Löschen Sie dann den Speichermanager unter Windows - also während der Windows-Sitzung, nicht vorher! - einfach von der Platte. Sie werden feststellen, daß diese Löschaktion keinerlei Einfluß auf Windows hat.Daß Windows beim Beenden den Speicher-Manager neu startet und dabei die Speicherinformationen wieder an ihn zurückgibt, erleben Sie drastisch, wenn Sie Windows verlassen, ohne EMM386 vorher zurückzukopieren: Jetzt stürzt das System erwartungsgemäß und kommentarlos ab.

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