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E-Paper, das digitale Papier

28.02.2009 | 13:01 Uhr |

Bereits seit über 30 Jahren versuchen Forscher, elektronisches Papier (E-Paper) zu entwickeln, das die Handlichkeit von Papier mit Multimedia-Inhalten verknüpft. Allen voran das Massachusetts Institute of Technology (MIT), die Forscher von Xerox Parc sowie die Konzerne Philips und Sony. Die Firma E-Ink in Cambridge, Massachusetts, brachte als Erste elektronische Tinte zur Marktreife.

Zeitung der Zukunft: Das erste farbige E-Paper im 14-Zoll-Format
Vergrößern Zeitung der Zukunft: Das erste farbige E-Paper im 14-Zoll-Format
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Die Technik
Vor kurzem stellte LG-Philips LCD das erste E-Paper im A4-Format vor, das farbige Darstellung ermöglicht. Basis ist ein biegbares Display. Dieses enthält Tinte, die in einer flüssigen Schicht gelagert ist. Auf einer Metallfolie befinden sich Transistoren sowie ein Farbfilter. Die Tinte wird durch die Transistoren angesteuert und kann bis zu 4.096 Farben darstellen. Dabei soll die Pixeldichte der Qualität gedruckter Seiten nahe kommen, und das Bild soll auch auf dem gebogenen Display ohne Einschränkungen betrachtet werden können.

Vor- und Nachteile
Das E-Paper verbraucht nur Strom, wenn der Bildinhalt geändert wird. Dadurch eignet es sich für den mobilen Einsatz, als Zeitung für unterwegs. Allerdings benötigt es für einen Bildwechsel momentan noch etwa 300 Millisekunden. Für Bilder und Filme ist das E-Paper aufgrund der geringen Farbdarstellung nur bedingt geeignet.

Einsatz und Trend
Derzeit macht das E-Paper herkömmlichen Zeitungen und Zeitschriften noch keine Konkurrenz. Denn es ist bisher nur bedingt alltagstauglich. Zudem gibt es seitens LG-Philips LCD auch noch keine Auskünfte darüber, wann die E-Paper-Technik marktreif sein wird. Auch andere Hersteller, etwa Sony , arbeiten noch daran.

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