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Durchblick im Lizenzdschungel

21.04.2008 | 10:31 Uhr |

Durch all das wird der Lizenzdschungel immer dichter und undurchschaubarer. Denn Anwenderunternehmen haben nicht nur die vielfältigen Lizenz- und Wartungsmodelle zu berücksichtigen. Sie müssen vielmehr auch die zahlreichen Versionen einzelner Softwareprodukte vergleichen. Es ist keine Seltenheit, dass für ein Basisprodukt - etwa eine Office-Lösung - fünf bis sieben verschiedene Varianten angeboten werden. Die Strategie der Hersteller hinter solchen Modellen beruht auf zwei wesentlichen Elementen: Durch Bundling-Ansätze wird ein objektiver Preisvergleich erschwert, und mit den zusätzlichen Preisausgestaltungen lassen sich zusätzliche Renditen erzielen. Das zweite Element beruht darauf, neue Komponenten und Module in den Markt zu tragen.

Beschaffungswege sorgfältig auswählen

Anwenderunternehmen setzen häufig viele Softwareprodukte unterschiedlicher Hersteller ein. Im gehobenen Mittelstand lässt sich oft eine dreistellige Zahl an Programmen beobachten. Damit wachsen Komplexität und Fehlerquellen, zum Beispiel droht eine ungenügende Versorgung mit rechtlich einwandfreien Lizenzen. Die meisten Fehler lassen sich auf fehlendes Lizenzwissen zurückführen.

Anwenderunternehmen können durch ein optimiertes Lizenz-Management die Kosten reduzieren. Dabei ist die Art der Softwarebeschaffung, das heißt die nutzungsrechtlichen Grundlagen, von entscheidender Bedeutung und eröffnet ein großes Sparpotenzial.

Weit verbreitet und von den meisten Anwendern bevorzugt ist gegenwärtig die klassische On-Premise-Kauflizenz. Es ist aber zu beobachten, dass der Bedarf an neuen und innovativen Lizenzmodellen und Beschaffungswegen stetig steigt. Stimuliert werden diese latenten Bedürfnisse zusätzlich durch neue Angebote und Lösungen der Hersteller, beispielsweise SAP mit dem Mietprodukt "Business ByDesign" und Microsoft mit den "Software + Service"-Modellen und "SPLA"-Konzepten (Service Provider Licence Agreement).

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