Ducker werden unter Linux über Druckerspooler angesprochen, die auch die Treiber bereitstellen. Der unter Linux am weitesten verbreitete Druckerspooler ist CUPS (Common Unix Printing System). CUPS nimmt den Druckauftrag im Postscript-Format entgegen und wandelt ihn mit Hilfe von Ghostscript und dessen Treiber in ein Format um, das der Drucker versteht.

Einen Überblick über die von Linux unterstützten Drucker und erhältliche Treiber gibt es auf dieser Website . Dort sind rund 2000 Drucker mit 250 Treibern registriert. Wenn Sie beabsichtigen, einen neuen Drucker zu kaufen, sollten Sie sich hier vorab über die Linux-Kompatibilität informieren.

Soll ein Tintenstrahldrucker angeschafft werden, kommen eigentlich nur Geräte von Epson, HP oder Canon in Frage. Von HP gibt es den Open-Source-Treiber HPlib, der als Ghostscript-Plug-in im Sourceforge-Projekt entwickelt wurde und die meisten aktuellen und älteren HP-Modelle unterstützt. Er ist bei den aktuellen Distributionen dabei.

Epson-Drucker werden über das Gimp-Print-Projekt unterstützt, das demnächst Gutenprint heißen soll. Damit werden fast alle aktuellen und älteren Epson-Modelle abgedeckt. Bei Canon-Druckern bietet Avasys Treiber für die aktuellen Modelle.

Turboprint: Die ab 30 Euro teure Suite enthält Treiber für nahezu alle Drucker von Canon, Epson und HP sowie Brother
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Unter Umständen müssen Sie bei Canon-Druckern den kommerziellen Turboprint-Treiber für 30 Euro einkalkulieren. Dieser unterstützt auch viele weitere Drucker der Hersteller HP, Epson und Brother. Die meisten Drucker von HP und Epson funktionieren mit den Open-Source-Treibern der Distribution einwandfrei.

Bei Laserdruckern sollten Sie möglichst Geräte auswählen, die Postscript unterstützen. Die Seitenbeschreibungssprache wird bei Linux auch intern im Drucksystem verwendet. Statt der teuren Postscript-Drucker bieten sich als Alternative Geräte an, die die Druckersprache PCL5 oder PCL5 beherrschen. Deren Treiber bieten unter Linux eine gute Druckqualität. HP unterstützt die meisten Laserdrucker über den bereits erwähnten Open-Source-Treiber HPlib.

HP-Drucker: Der Hersteller bietet mit eigenen Open-Source-Druckertreibern eine vorbildliche Linux-Unterstützung für fast alle seine Modelle
Vergrößern HP-Drucker: Der Hersteller bietet mit eigenen Open-Source-Druckertreibern eine vorbildliche Linux-Unterstützung für fast alle seine Modelle
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Nicht für Linux geeignet sind GDI-Drucker, die auf Windows optimiert sind. Auch Multifunktions-Drucker werden nur sporadisch unterstützt, am besten gelingt dies noch mit HP-Druckern. Auch hier kann ein kommerzieller Turboprint-Treiber einspringen.

Tipp: Sollten doch einmal alle Stricke reißen und für ein neueres Druckermodell keine Treiber auffindbar sein, probieren Sie den Treiber des Vorgängermodells aus. Das klappt in der Regel problemlos.

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