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Drucker: Vom Sechsnadler bis zum Farb-Laserdrucker

30.04.2003 | 13:59 Uhr | Michael Schmelzle

Dank ihrer Robustheit, günstiger Seitenpreise und der Möglichkeit, gleich mehrere Durchschläge anzufertigen, rattern Nadeldrucker noch heute fleißig in Arztpraxen, Banken und Reisebüros vor sich hin. Bereits 1969 entwickelt Xerox den Prototypen eines Laserdruckers. Doch erst acht Jahre später ist die Technik mit dem Xerox 9700 Electronic Printing System marktreif. Stückpreis: eine Million Mark.

Ende der 70er Jahre gibt's auch schon Thermosublimations- und -transferdrucker, die heute noch beim Fotodruck eine wichtige Rolle spielen. 1983 stellt Hewlett-Packard nicht nur den Laserjet vor, der für 10.000 Mark eine Auflösung von 300 x 300 dpi bietet, sondern führt mit dem Thinkjet eine fünfte Drucktechnik ein: den Tintenstrahler. Die Geräte brauchen aber fast zehn Jahre, um die Nadeldrucker als Standard abzulösen. Als Verkaufsschlager geht der Deskjet 500 in die Geschichte ein - HP hat nach eigenen Angaben über 6,5 Millionen Stück verkauft.

Der 1990 für 1200 Mark eingeführte Tintenstrahler dürfte wohl noch heute bei so manchem PC-WELT-Leser wacker seinen Dienst verrichten. HP bietet jedenfalls noch einen XP-Treiber für den Klassiker an. Inzwischen sind Tintenstrahler zum Wegwerfprodukt für 50 Euro verkommen: Wenn die Tinte versiegt, ist es billiger, ein neues Gerät zu kaufen, als die Originalpatronen auszutauschen.

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