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Drucker

23.12.2004 | 11:22 Uhr |

Epson-Tintenpatronen wieder befüllen

Problem : Die Patronen Ihres Epson-Tintenstrahlers werden beim Fotodruck schnell leer. Sie suchen deshalb nach einer kostengünstigen Alternative zu den recht teuren Originalpatronen.

Lösung : Den Einsatz von Nachfülltinte und Patronen von Fremdanbietern hat Epson deutlich erschwert. Seit 2001 nutzen Epsons Tintenstrahler eine Technik namens Intellidge. Ihr Kernstück ist ein Mikrochip auf den Epson-Patronen, der dem Drucker permanent den Füllstand des Tanks übermittelt. Sobald der Chip eine leere Patrone meldet, verweigert der Tintenstrahler jeden weiteren Druckauftrag – auch wenn Sie die Patrone wieder auffüllen.
Der Chip lässt sich aber austricksen. Bequem geht das mit der englischsprachigen Freeware SSC Service Utility für Windows 95/98/ME, 2000 und XP. Damit programmieren Sie den Chip per Mausklick neu. Das Tool unterstützt fast alle alten und zahlreiche neue Epson-Modelle mit Intellidge-Technik. Eine Übersicht finden Sie ebenfalls auf der Site.
Falls Ihr Drucker nicht dabei ist, können Sie es mit einem Resetter versuchen. Sie müssen lediglich dessen Kontakte ein paar Sekunden gegen den Chip drücken, um ihn neu zu programmieren. Resetter sind für fast alle neuen und viele ältere Epson-Modelle erhältlich, beispielsweise über Druckertinte.de für rund 12 Euro.

Tinte sparen: Mit diesen Tricks hält die Kartusche länger

Problem : Sie drucken viel. Selbst Tinte alternativer Hersteller geht da ins Geld. Außerdem brauchen Sie oft nur Entwurfsversionen Ihrer Dokumente.

Lösung : Mit Drucker-Tools und speziellen Software-Einstellungen sparen Sie Tinte.

Möglichkeit 1 : Schalten Sie den Drucker nicht mit dem PC ein. Während des Startvorgangs säubern die meisten Tintenstrahler ihre Düsen. Diese Tinte ist vergeudet, wenn Sie den Drucker nicht gleich brauchen.
Möglichkeit 2: Tool spart Tinte. Die englischsprachige Shareware Inksaver für Win 2000 und XP unterstützt alle gängigen Tintenstrahler. Sie klinkt sich automatisch zwischen Treiber und Anwendung ein, analysiert Ihre Druckdaten und ermittelt so, an welchen Stellen auch weniger Tinte ausreicht. Da Inksaver sehr feine Abstufungen ermöglicht, arbeitet das Tool effektiver, als wenn Sie etwa in Word den Tintensparmodus des Treibers aktivieren („Datei, Drucken, Optionen, Konzeptausdruck“). Wer will, kann in Inksaver auch per Regler eigene Einstellungen wählen.
Möglichkeit 3 : Blenden Sie Grafiken aus. Ihre Word-Datei enthält Bilder, die Sie zum Korrekturlesen nicht brauchen. Aktivieren Sie in Word den „Konzeptausdruck“. Nun spart der Drucker Grafiken als weiße Fläche aus, ohne die Textzeilen zu verschieben.
Möglichkeit 4 : Drucken Sie Entwürfe in Schwarz. Sind bei Ihrem Tintenstrahler die Schwarz- und die Farbkartuschen getrennt? Die Schwarzpatrone ist wesentlich günstiger als die anderen.
Möglichkeit 5 : Mehrere Seiten auf ein Blatt. Bei umfangreichen Dokumenten können Sie zum Korrekturlesen zwei, zum Kontrollieren des Drucks acht Seiten auf einem Blatt ausgeben. Doch nicht alle Tintenstrahler unterstützen diese Option im Treiber. Fehlt sie, hilft die Shareware Fineprint für Win 98/ME, NT 4, 2000, XP, rund 60 Euro, weiter. Fineprint installiert sich als zusätzlicher Druckertreiber und integriert den Originaltreiber. Wählen Sie als Drucker „Fineprint“, und klicken Sie im nächsten Menü unter „Vorschau“ auf die Anzahl der Seiten, die Sie auf ein Blatt bannen wollen. Bestätigen Sie mit „OK“, und fahren Sie wie gewohnt mit dem Druckjob fort.


Wann ein Tintenstrahler ein Fotodrucker ist

Problem : Laut Herstellerangabe handelt es sich bei Ihrem Tintenstrahler um einen Fotodrucker. Doch auch der Tintenstrahler Ihres Bekannten trägt diesen Zusatz, obgleich er nur vier Tintentanks enthält.

Lösung : Die Bezeichnung Fotodrucker ist nicht standardisiert, sprich: Ein Hersteller kann seinen Drucker nach Belieben Fotodrucker nennen. Im Allgemeinen erfüllt ein Fotodrucker jedoch zumindest eines der folgenden Merkmale:
Er enthält neben den vier Standardfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz noch ein helles Cyan und ein helles Magenta. Bei Canon-Druckern können noch ein Grün und ein Rot hinzukommen. Das pastellfarbene Cyan erhöht bei Fotos den Nuancenreichtum eines blauen Himmels oder des Meeres, während das helle Magenta Hauttöne detaillierter und kontrastreicher zur Geltung bringt.
Doch auch Vierfarbtintenstrahler zählen zu den Fotodruckern, wenn sie Steckplätze für Digitalkamera-Speicher bieten und/oder den herstellerunabhängigen Pictbridge-Standard unterstützen. Drucker und Kameras, die das Pictbridge-Logo tragen, tauschen direkt übers USB-Kabel Grafikinformationen aus, so dass Sie Fotos ohne Umweg über den PC drucken können.

Ständig gebrauchte Daten schneller ausdrucken

Problem : Sie drucken immer mal wieder dieselbe komplexe Datei aus, etwa ein Bild für eine Präsentation. Während dieser Aktion ist Ihr System so ausgelastet, dass es kein Weiterarbeiten zulässt.

Lösung : Ein letztes Mal müssen Sie das langwierige Procedere noch über sich ergehen lassen, wenn Sie von Ihrer Grafik eine fertige Druckdatei auf der Festplatte erstellen. Öffnen Sie dazu die Grafik im Bildbearbeitungsprogramm. Wechseln Sie ins Druckmenü – in der Regel klicken Sie dazu auf „Datei, Drucken“. Suchen Sie nach einem Eintrag wie „Folgenden Anschluss drucken“, der sich meist auf der Registerkarte „Details“ befindet. Merken Sie sich Ihre aktuelle Anschluss-Schnittstelle, und aktivieren Sie für diesen einen Vorgang „File: Erstellt eine Datei“. Fahren Sie mit dem Druckjob fort, und legen Sie im folgenden Fenster den Ordner fest, in dem Sie die Datei speichern wollen. Geben Sie der Datei noch einen Namen, aber belassen Sie die Endung PRN. Wenn Sie jetzt auf „OK“ klicken, sichert das Bildbearbeitungsprogramm Ihre Grafik mit allen Informationen, die für den Druck nötig sind. Diese Aktion dauert fast so lange wie der reale Ausdruck. Doch alle folgenden Schritte werden schneller abgewickelt, da die Datei bereits druckfertig vorliegt und Grafikprogramm sowie Druckertreiber sie nicht mehr zeitintensiv aufbereiten müssen.
Allerdings können Sie diese Druckdatei nicht aus Standardanwendungen heraus ausgeben. Sie benötigen dazu ein Spezialprogramm wie die englischsprachige Freeware Printfile , für alle Windows-Versionen. Nachdem Sie Printfile installiert haben, wählen Sie unter „Dateityp:“ die Option „Print files (*.prn)“. Öffnen Sie über „Print File“ Ihre PRN-Datei, und aktivieren Sie im folgenden Fenster als Ausgabegerät Ihren Drucker. Starten Sie den Druckjob über „OK“.

Kalender für 2005 selbst gedruckt

Problem : Sie wollen Ihre Verwandten und Bekannten mit selbst kreiierten Kalendern überraschen und suchen nach Vorlagen.

Lösung : Data Becker bietet die Kalender-Druckerei 2005 für rund 16 Euro an. Egal, ob Sie einen Monats-, Wochen- oder Tageskalender erstellen wollen – das Paket enthält entsprechende Vorlagen. Auch persönliche Termine und Feiertage können Sie ergänzen. Schmücken Sie die Vorlagen mit eigenen Fotos, oder greifen Sie auf die rund 5000 mitgelieferten Bilder zurück. Außerdem auf CD: 200 Schriften.
Damit Sie sofort loslegen können, gehören 13 Bögen DIN-A4-Fotopapier, eine Spiralbindung sowie ein Metallbügel zum Aufhängen zum Lieferumfang.
Alternative: Die Shareware Kalender-Drucker 2.1 für Windows 95/98/ME, NT 4, 2000 und XP bietet Ihnen ebenfalls zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, enthält jedoch wesentlich weniger Vorlagen – und für Papier und Aufhänger müssen Sie selbst sorgen. Die unregistrierte Version integriert einen Texthinweis ins Bild. Die Registrierung kostet rund 13 Euro.

Reduzierte Auflösung kann Bildqualität verbessern

Problem : Diagramme und Grafiken drucken Sie mit Ihrem Tintenstrahler auf Normalpapier. Dabei versuchen Sie, die bestmögliche Qualität zu erzielen. Ihnen fällt jedoch auf, dass der Druckertreiber bei „Normalpapier“ automatisch die Option „Gute“ statt „Beste Qualität“ wählt. Sollen Sie dem Treiber vertrauen oder von Hand die höchste Auflösung wählen?

Lösung : Vertrauen Sie dem Druckertreiber, sprich: dem Druckerhersteller. Denn die Einstellung „Beste Qualität“ liefert bei Tintenstrahlern in der Regel nur mit speziellem Fotopapier (auch Hochglanz- oder Glossy-Papier genannt) optimale Ergebnisse.
Der Hintergrund: Je höher die gewählte Druckqualität oder Auflösung ist, desto mehr Tinte spritzt der Drucker auf dieselbe Fläche. Für Fotopapier, das bis zu sechs verschiedene chemische Beschichtungen übereinander besitzt, liefert „Beste Qualität“ die ideale Tintenmenge. Nicht jedoch für Normalpapier, das nur einlagig und unbeschichtet ist. Der Tintenausstoß ist dann in der Regel zu hoch, feine Farbübergänge und Konturen verschwimmen, und die Papieroberfläche wellt sich.
Ein weiterer Nachteil: Bei einer identischen Grafik können die Farbanteile je nach Treibereinstellung variieren, denn die richtet sich nach der Papiersorte. Drucken Sie beispielsweise mit dem Epson C62 ein Foto in höchster Auflösung auf Normalpapier, liegt ein Grauschleier über dem Bild. Nehmen Sie dagegen Fotopapier, dringt der Großteil der Schwarzpartikel ins Blatt ein, und der Rest verleiht den abgebildeten Objekten Tiefenschärfe.

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