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Displays: Bessere LEDs senken den Stromverbrauch

22.09.2008 | 08:21 Uhr |

Während im Jahr 2003 der durchschnittliche Stromverbrauch von Notebook-Displays noch bei 4,5 Watt lag, haben moderne Notebook-Displays mittlerweile einen durchschnittlichen Stromverbrauch von unter 3 Watt. Die Senkung scheint gering zu sein, aber im Schnitt können daraus bis zu 60 Minuten längere Akkulaufzeiten hervorgehen.

Samsung plant für die zweite Jahreshälfte die Einführung eines LC-Displays, bei dem die Hintergrundbeleuchtung von weißen LEDs übernommen wird. Dadurch soll der Stromverbrauch auf 2 Watt gesenkt werden und zudem ein sensationelles Kontrastverhältnis von 10.000:1 erreicht werden. In der Zukunft will der Hersteller sogar noch weiter gehen und ein AMOLED-Display (Active Matrix Organic Light Emitting Diode) einführen. Ein Bildschirm mit dieser Technologie ist extrem dünn, leuchtet sehr hell und verbraucht noch weniger Strom. Zudem sollen AMOLED-Displays einen extrem hohen Kontrast von 1.000.000:1 besitzen.

Das Display ist neben CPU und GPU einer der größten Stromverbraucher mit hohem Sparpotential.
Vergrößern Das Display ist neben CPU und GPU einer der größten Stromverbraucher mit hohem Sparpotential.
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Aber auch bei bereits vorhandenen Notebooks lassen sich durch verschiedene Einstellungen Optimierungen vornehmen. Scheinbar so profane Dinge wie die Reduzierung der Displayhelligkeit oder das komplette Abschalten des Displays - beispielsweise während langer Downloads - bewirken eine deutliche Entlastung des Akkus. Oft sind diese Optionen in den Energiesparfunktionen (oder dem "Powermanagement") der Notebooks integriert. Arbeitet man im Akkubetrieb, kann man einfach per Mausklick diejenige Einstellung wählen, die die längste Akku-Laufzeit gewährleistet.

Innovative Stromsparansätze
Interessant ist eine Entwicklung aus dem Hause Intel. Hierbei handelt es sich um Displays mit so genanntem Refresh-Puffer. Diese Technologie macht sich den Umstand zu nutze, dass sich der angezeigte Bildschirminhalt während bestimmter Tätigkeiten am Laptop nicht verändert. Dies ist zum Beispiel beim Lesen einer E-Mail oder Worddatei der Fall. Und obwohl in so einer Situation keine Grafikleistung erforderlich ist, bleibt der Grafikchip aktiv.

Die Lösung von Intel besteht darin, zwischen Grafikchip und Display einen Puffer zu schalten. Bleibt der Bildschirminhalt konstant, wird der Grafikchip ausgeschaltet. Eine Aktivierung erfolgt erst dann wieder, wenn ein Programm auf den Bildschirminhalt zugreift. Der Vorteil: Ein ausgeschalteter Chip benötigt keine Energie. Immerhin sinkt laut Intel der Stromverbrauch mit intelligentem Display von beispielsweise 4,5 auf etwa 1 Watt - ein weiterer Baustein mit positiver Auswirkung auf den Stromverbrauch des Laptops.

Ähnlich funktionieren übrigens auch Audio-Puffer. Werden auf einem Rechner beispielsweise nur Musikdateien abgespielt ohne dass dabei andere Prozesse neben ablaufen, bleibt der Prozessor trotzdem aktiv, um die AC97- oder HDA-Bausteine des Notebooks zu bedienen. Das Wechseln in einen Strom sparenden Schlafmodus ist somit nicht möglich. Mittels eines Puffers erhält der Audio-Baustein eine bestimmte Speicherkapazität in der die abzuspielenden Musiktitel gespeichert werden. Der Vorteil besteht darin, das der Prozessor jetzt nur noch in bestimmten Abständen aktiv werden muss und so in den Schlafmodus wechseln kann.

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