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Digitalkamera

23.12.2004 | 11:22 Uhr |

Optimale Auflösung für Papierabzüge

Problem : Sie wollen Papierabzüge Ihrer Digitalfotos - mit Ihrem Drucker oder über ein Fotolabor. Dazu möchten Sie wissen, welche Auflösung bei welchem Papierformat optimale Bildqualität garantiert.

Lösung : In unserer Tabelle haben wir unsere Auflösungsempfehlungen für die gängigsten Papierformate zusammengestellt. Allerdings garantiert die richtige Auflösung allein keine perfekte Bildqualität. Für die Bildschärfe und Farbtreue der Aufnahmen spielt neben Ihrem Fotogeschick natürlich auch die Qualität der Digitalkamera eine Rolle.

Papierformate:
Empfohlene Auflösung

Papierformat
(Zentimeter)

Mindestauflösung
(Bildpunkte)

Megapixel
Minimum

9 x 13

1248 x 1024

1,3

10 x 15

1600 x 1200

2

13 x 18

2048 x 1536

3,1

20 x 30

2592 x 1944

5

30 x 45

3008 x 2000

5,5

50 x 70

3072 x 2048

6,3

Laborfotos weichen in der Größe vom Original ab

Problem : Sie haben die Bilddateien Ihrer Digitalkamera in ein Fotolabor gegeben. Als Sie die Abzüge mit den Originaldateien vergleichen, stellen Sie fest, dass die Fotos an den Rändern abgeschnitten sind.

Lösung : Egal, welchem Labor Sie Ihre Bilddateien anvertrauen - Abzug und Original werden nie völlig übereinstimmen, denn sie unterscheiden sich in den Bildformaten. So orientieren sich Fotolabore an Kleinbild-Negativen und Dias und liefern daher Abzüge mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Anders dagegen das Gros der Digitalkameras. Deren Fotos sind nicht für Abzüge optimiert, sondern für die Vollformatdarstellung am Monitor. Daher verwenden sie ein Seitenverhältnis von 4:3.
Wenn Sie Abzüge von digitalen Bildern bestellen, müssen Sie daher eine Entscheidung treffen. Soll der Abzug Ihre Fotodatei komplett zeigen? Dann wird er an zwei Seiten des Bildes einen weißen Rand aufweisen (der von manchen Laboren gleich abgeschnitten wird), und das Motiv erscheint kleiner. Oder wollen Sie ein formatfüllendes Bild? In diesem Fall wird das Foto an den Seiten abgeschnitten.


Totale Bildkontrolle mit Rohdaten

Problem : Bilder, die Sie mit Ihrer Digitalkamera schießen, sehen nicht immer so aus wie das Motiv. Besonders bei Naturaufnahmen stellen Sie häufig Unterschiede bei den Lichtverhältnissen und der Farbsättigung fest.

Lösung : Bevor Ihre Digitalkamera ein Bild als JPEG auf der Speicherkarte ablegt, bearbeitet sie die Daten und nimmt automatisch Korrekturen vor: Die Kamera führt einen Weißabgleich durch, mischt die Farbkanäle neu ab, stellt Kontrast und Sättigung ein und schärft das Bild nach. Wesentlich mehr Kontrolle über Ihre Bilder bekommen Sie, wenn Sie mit den Original-Rohdaten – Fachbegriff Raw – arbeiten: Dabei speichert die Kamera statt des JPEGs (weitgehend) unmodifizierte Rohdaten in einem herstellereigenen Format ab, die Sie mit speziellen Tools Ihren eigenen Vorstellungen anpassen. Das macht zwar mehr Arbeit, erlaubt Ihnen aber, das Letzte aus Ihrem Schnappschuss herauszuholen.
Wenn Ihre Kamera Rohdaten unterstützt, ist im Lieferumfang immer ein solches Tool vorhanden. Es bietet auch die Möglichkeit, die ungefähr dreimal so großen Rohbilder abschließend ins platzsparende JPEG-Format zu konvertieren. Ob Ihre Kamera den Raw-Modus beherrscht, erfahren Sie im Handbuch.

Schneller fotografieren mit manuellem Fokus

Problem : Die lange Auslöseverzögerung Ihrer Digitalkamera ärgert sie. Bis der Schnappschuss endlich im Kasten ist, ist der entscheidende Moment vorbei. Sie wollen wissen, wie sich die Auslöseverzögerung verkürzen lässt.

Lösung : Bei preiswerten Digitalkameras beträgt die Zeitspanne zwischen dem Drücken des Auslösers und dem Öffnen des Verschlusses meist eine halbe Sekunde und mehr. Wenn Sie bei Ihrer Kamera den Autofokus abstellen können, sparen Sie wertvolle Zehntelsekunden. Bei Canons Ixus 400 etwa geht das, indem Sie in den manuellen Modus wechseln und den Autofokus AIAF (Artificial Intelligence Auto-Focus) im Aufnahmemenü ausschalten.
Damit Ihre Bilder nicht unscharf werden, müssen Sie natürlich trotzdem fokussieren. Dazu visieren Sie ein Objekt in der gewünschten Entfernung an, drücken den Auslöser halb und gleichzeitig die Fokustaste. Geschafft, das Display zeigt nun „AFL“ (Autofokus Lock). Solange Sie keine weiteren Einstellungen vornehmen, bleibt die Kamera auf diese Entfernung fokussiert, und Sie knipsen schneller.

Videodateien in bevorzugtes Format konvertieren

Problem : Sie haben mit Ihrer Digitalkamera Videoclips im Quicktime-Format aufgenommen. Sie wollen die Clips anschließend ins Format Divx umwandeln, um sie platzsparend zu archivieren.

Lösung : Für diesen Zweck empfehlen wir Ihnen die englischsprachige Shareware EO Video (Windows 95/98/ME, NT 4, 2000 und XP, rund 35 Dollar). Sie wandelt alle gängigen Formate in ein beliebiges anderes Format um – vorausgesetzt, der zugehörige Codec oder das ihn enthaltende Abspielprogramm ist auf dem PC installiert. Bei Videos mit der Datei-Endung AVI muss zudem der passende Codec installiert sein, mit dem die Datei komprimiert wurde. Und so wandeln Sie Ihre Videoclips vom Quicktime- ins Divx-Format um: Installieren Sie gegebenenfalls auf Ihrem PC die Apple- Quicktime- beziehungsweise Divx-Codecs .
Starten Sie EO Video, wählen Sie in der linken Fensterhälfte das Verzeichnis mit Ihren Clips aus, und ziehen Sie die Videodatei(en) per Drag & Drop in die rechte graue Fensterhälfte. Klicken Sie links unten auf „Converter“. Im folgenden Menü wählen Sie unter „Compression“ den Divx-Codec aus und klicken auf „Settings“. Nun öffnet sich das Konfigurationsmenü von Divx, damit Sie Ihre bevorzugten Parameter einstellen können. Bestätigen Sie mit „OK“, und wählen Sie auf der Registerkarte „Audio“ noch die gewünschte Komprimierung für die Tonspur Ihres Clips. Klicken Sie dann in der linken Spalte auf „Output”, und wählen Sie über „Browse“ ein Zielverzeichnis mit ausreichend freiem Speicherplatz aus. Nun drücken Sie links auf den „Convert“-Button und auf das „Start“-Icon.

Weißabgleich gegen Farbstich

Problem : Ihre Digitalkamera liefert farbstichige Bilder. Angeblich soll der automatische Weißabgleich, den Ihre Digitalkamera beherrscht, Abhilfe schaffen.

Lösung : Ja. Die verschiedenen Lichtquellen (Sonne, Leuchtstofflampen, Kerzen ...) haben unterschiedliche Wellenlängen, die in Farbtemperaturbereiche (Einheit: Kelvin) eingeteilt sind. Die Bildsensoren der Digitalkameras geben die Temperaturbereiche in unterschiedlichen Farben wieder – Weiß ist jeweils anders definiert. Um einen Farbstich zu vermeiden, benötigt der Bildsensor deshalb die Information, welche Farbtemperatur er als neutral (weiß) interpretieren soll. Diese Aufgabe übernimmt der Weißabgleich. Beim automatischen Weißabgleich wird anhand der Farbmengen des Motivs ermittelt, um welche Lichtquelle es sich handelt. Diese Funktion beherrschen alle Kameras. Gute Geräte besitzen zudem eine Option für den manuellen Weißabgleich. In der Regel können Sie hier unter Einstellungen wie „Sonnig“, „Wolkig“, „Kunstlicht“ und „Blitzgerät“ wählen. Die manuelle Funktion sorgt bei schwierigen Lichtverhältnissen für bessere Ergebnisse - etwa wenn Sie ein Foto in einem eher dunklen Raum machen, mit Blick durch ein Fenster, das einen strahlenden Sommertag zeigt.

Kein Zugriff mehr auf die Karte

Problem : Sie haben die Speicherkarte aus Ihrer noch eingeschalteten Digitalkamera genommen. Jetzt können Sie weder im Kartenleser Ihres PCs noch in der Kamera auf die Karte zugreifen. Und formatieren lässt sie sich auch nicht mehr.

Lösung : Speicherkarten sollten Sie niemals aus einem Gerät entfernen – etwa der Digitalkamera oder dem Kartenleser – solange dieses aktiv ist. Sonst kann eine Überspannung auftreten, die in den meisten Fällen den Speicher-Controller auf der Karte oder das Datei-Inhaltsverzeichnis (File Allocation Table = FAT) irreparabel zerstört. Auf den Inhalt kann man unter Umständen noch zugreifen, aber die Karte ist nicht mehr funktionsfähig.
Um sie zu retten, müssen Sie sich an den Hersteller wenden. Ob dieser die Karte aber wiederbeleben kann, hängt davon ab, wie schwer der Schaden ist. Die Gewährleistungspflicht greift hier nicht, denn Sie sind in so einem Fall unsachgemäß mit dem Gerät umgegangen. Der Hersteller kann das mit Hilfe von Prüfgeräten auch zweifelsfrei nachvollziehen.
Übrigens: Auch bei USB-Geräten wie Speichersticks und externen Festplatten besteht die Gefahr der Überspannung, wenn auch mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit. Bevor Sie sie vom PC trennen, sollten Sie sie unbedingt beim Betriebssystem abmelden oder den Rechner ausschalten.

Akku für die Digitalkamera

Problem : Die Akkus Ihrer Digitalkamera sind defekt. Sie suchen nach den idealen Akkus beziehungsweise Batterien für Ihre Kamera.

Lösung : Im Handbuch sollten Sie Hinweise finden, welche Akkus (Nickel-Metallhydrid oder Nickel-Cadmium) in welcher Größe, Spannung (Volt) und Kapazität (mAh) Sie verwenden können. Falls Ihr Handbuch nicht greifbar ist, hilft Ihnen eventuell die Website von Varta weiter. Klicken Sie auf der Varta-Site auf „Batterie Suche". Aktivieren Sie die Kategorie, etwa „Foto“, und wählen Sie aus der Liste den Kamerahersteller, dann das Modell. Sie erfahren nun den für Ihre Kamera optimalen Batterie- beziehungsweise Akkutyp.

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