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Digital und analog: Unterschiede

20.11.2003 | 14:53 Uhr |

Digital und analog: Unterschiede

Die analoge Fernseh- und Rundfunktechnik nutzt elektromagnetische Wellen für die Übertragung. Ist das Signal zu schwach, erscheint das Bild unklar oder nur schwarzweiß. Bei ungünstiger Antennenposition kann es außerdem durch angrenzende Gebäude zu Reflektionen kommen, die sich durch Geisterbilder bemerkbar machen.

Auch die digitale Übertragungstechnik nutzt elektromagnetische Wellen als Trägermedium, die Informationen sind hier aber in einem Datenstrom enthalten, der aus den Zuständen "0" oder "1" besteht. Ähnlich wie beim Datentransport im Internet, kann der Empfänger fehlerhafte Daten erkennen und korrigieren. Ist die Signalqualität zu schlecht, etwa bei ungenauer Ausrichtung der Satellitenschüssel, kommt es aber auch hier zu Bildstörungen oder das zuletzt empfangene Bild bleibt einfach stehen. Ist der Empfang optimal, schneidet der digitale Empfänger beim Vergleich der Bildqualitäten aber deutlich besser ab als das analoge Fernsehgerät.

Bei der Digitalisierung wird der Film abgetastet und im so genannten MPEG-2-Format komprimiert. Der Datenstrom reduziert sich dadurch auf Werte zwischen 2,5 und 5 MBit/s. Zum Vergleich: DVDTV-Videos sind mit mehr als 5 MBit/s komprimiert, SVCDs mit knapp 3 MBit/s. Beim digitalen Fernsehempfang liegt die Qualität also zwischen SVCD und DVD.

Eine unkomprimierte Übertragung des Bildes würde 166 MBit/s erfordern (also knapp 20 MB pro Filmsekunde). Eine solche Übertragungsleistung schaffen weder Satelliten noch Fernsehkabel.

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