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Diese Teilkomponenten umfasst Avira Antivir Personal 10

23.03.2010 | 13:15 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Wenn Sie sich für die benutzerdefinierte Installation entscheiden, blendet Ihnen Antivir ein Fenster ein, auf dem Sie die Teilkomponenten ab- oder zuwählen können. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über eine der Komponenten gehen, liefert Antivir dazu einen kurzen erläuternden Text. Außerdem sehen Sie den Speicherplatzbedarf von Antivir und den auf der Festplatte verfügbaren Speicherplatz.

Der Installationsumfang bei einer Komplettinstallation umfasst:
• Den eigentlichen Virenscanner Avira Antivir Personal, mit dem Sie manuell Verzeichnisse und Dateien überprüfen können. Diese Komponenten können Sie nicht abwählen.
• Den Antivir Guard , der alle Dateizugriff in Echtzeit überwacht. Den Guard sollten Sie immer mitinstallieren um vollen Echtzeitschutz zu haben.
• Den Antivir Rootkit-Schutz . Ihn können Sie bei der Installation abwählen, falls Sie schon ein anderes spezialisiertes Schutzprogramm gegen Rootkits auf Ihrem PC installiert haben.
• Die Shell Extension . Die Shell Extension ist für den schnellen und gezielten Scan direkt aus dem Windows-Explorer heraus sehr bequem, wir empfehlen deshalb deren Installation ausdrücklich.

In diesem Zusammenhang sollten Sie die von Avira angebotene Option „Systemwiederherstellungspunkt erstellen“ wählen und Windows den Status Quo sichern lassen. Wie gehabt können Sie auf dem Desktop ein Icon und einen Eintrag im Startmenü anlegen lassen. Das daran anschließende Eingabeformular für die „optionale Registrierung“ müssen Sie nicht ausfüllen. Entfernen Sie einfach das voreingestellte Häkchen bei „Ja, ich möchte mich als Nutzer…registrieren“ und klicken Sie auf weiter.

Heuristische Virenerkennung anpassen
Nach Abschluss der Installation öffnet sich der Konfigurationsassistent. Hier legen Sie als erstes fest, ob und wie empfindlich Avira die heuristische Erkennung verwenden soll. Um zu verstehen, was es mit dieser Einstellung auf sich hat, muss man die grundsätzliche Vorgehensweise von Virenscannern kennen.

In diesem Auswahlfenster legen Sie fest, wie aggressiv Antivir die Heuristik einsetzen soll
Vergrößern In diesem Auswahlfenster legen Sie fest, wie aggressiv Antivir die Heuristik einsetzen soll
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Am einfachsten tut sich ein Virenscanner beim Erkennen bereits bekannter Malware. Hierzu müssen nur die Virensignaturen des Scanners aktuell sein – schon identifiziert der Hintergrundwächter Malware, die auf dem PC eintrifft sofort beziehungsweise Sie entlarven Malware, wenn Sie von Hand einen Scan-Durchgang starten. Doch mit dieser Vorgehensweise kann ein Virenscanner keine neue Malware entdecken, deren Code noch nicht in seine Virensignaturen eingeflossen ist.

Deshalb mussten sich die Hersteller von Antivirensoftware schon vor langer Zeit etwas Neues einfallen lassen, damit Ihre Schutzprogramme auch bis dato noch unbekannte Viren und Würmer aufdecken. Die Lösung hieß und heißt Heuristik. Vereinfacht gesagt versteht man darunter die Analyse des Codes einer Datei auf Malware-typische Strukturen hin. Diese heuristische Virenerkennung ist bis heute das wohl wichtigste Verfahren zum Erkennen neuer Malware-Gefahren. Daneben gibt es noch die verhaltensbasierte Analyse zur Virenerkennung (die in der kostenpflichtigen Avira-Variante Antivir Premium 10 und in der Avira Suite unter der Bezeichnung ProActiv zur Verfügung steht) und das so genannte Reputationsmodell, das Avira allerdings nicht verwendet.

Avira bietet Ihnen nun die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie scharf die Heuristik anschlagen soll. Je aggressiver Sie die Heuristik einstellen , desto höher ist die Gefahr von Fehlalarmen – nicht jeder Alarm ist nämlich tatsächlich gerechtfertigt. Mitunter warnen Virenscanner nämlich fälschlicherweise vor Dateien, die überhaupt keine Malware-Bestandteile in sich tragen. Diese von Antivir gesperrten Dateien können Sie dann von Hand freischalten.

Wollen Sie das Fehlalarmrisiko niedrig halten, so wählen Sie Erkennungsstufe gering. Damit steigt aber etwas das Risiko, das neue noch unbekannte Viren dem wachsamen Auge Ihres Virenscanners entgehen. Wenn Sie solche Fehlalarme generell vermeiden wollen, sollten Sie Heuristik ausschalten. Wir raten davon jedoch ab, weil Sie damit eine schlagkräftige Waffe gegen Viren aus der Hand legen.

Avira hat die mittlere Erkennungsstufe voreingestellt. Das dürfte für die Masse der Anwender okay sein, belassen Sie es bei dieser Einstellung.

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