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Diese Linkscanner schützen vor Abzock-Downloads und Malware durch Drive-by-Downloads

12.01.2010 | 15:03 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Kommen wir nun zu den oben erwähnten Linkcheckern. Damit sind kleine kostenlose Browsererweiterungen gemeint, die zu jeder angesurften Website sofort anzeigen, ob diese vertrauenswürdig ist oder nicht. Dabei nutzen die Linkscanner in erster Linie Blacklists, also Link-Zusammenstellungen von verdächtigen Websites, die Sicherheit-Unternehmen oder eifrige Community-Mitglieder in mühsamer Handarbeit zusammengestellt haben. Zwangsläufig hinken diese Blacklists dem tatsächlichen Stand der Abzockseiten immer etwas hinter: Wenn eine neue Abzockseite ins Netz gestellt wird, muss sie ja zunächst einmal von einem Blacklist-Betreiber aufgespürt und in die Liste eingetragen werden.

Dieses Problem kennt man auch von Malware. Die Hersteller von Antivirensoftware veröffentlichen fortlaufend neue Malwarelisten für ihre Virenscanner (als Virendefinitionen oder Virensignaturen bezeichnet), die dann via Internet-Update auf die Virenscanner aufgespielt werden. Damit die Anwender aber auch vor noch unentdeckten Viren und Würmern einigermaßen geschützt sind, gibt es die Heuristik – das Antivirenschutzprogramm verfügt über bestimmte Algorithmen, anhand derer es neue Malware aufgrund von technischen Details und Code-Merkmalen selbstständig identifiziert. Eine ähnliche Programmierlogik gibt es als Ergänzung auch bei bestimmten Linkcheckern. Fehlalarme sind hier aber genauso unvermeidbar wie bei den Virenscannern. Das beweist leider auch der McAfee Site Advisor, der vor dem Besuch von pcwelt.de warnt! Ein klassischer Fehlalarm ! Vertrauen Sie also nicht blind auf einen einzigen Link-Checker, sondern benutzen Sie besser zwei davon um solche Fehlalarme auszuschließen.

Finjan Secure Browsing ist ein Beispiel für einen Linkchecker/Linkscanner
Vergrößern Finjan Secure Browsing ist ein Beispiel für einen Linkchecker/Linkscanner
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Die Warntechnik der Linkchecker ist immer die Gleiche: Links, die beispielsweise in den Trefferlisten einer Googlesuche auftauchen, werden durch Symbole als ungefährlich, zweifelhaft oder gefährlich klassifiziert. Mitunter sind Links auch völlig unbekannt, dann enthält sich der Linkchecker einer Wertung. Im Idealfall weiß der User also vor dem Besuch einer Website, ob sie gefährlich ist und surft erst gar nicht dorthin beziehungsweise wird durch den Linkchecker daran gehindert. Bei manchen Linkcheckern kann man selbst Bewertungen für Websites abgeben, manchmal sind auch Kommentare möglich.

Diese Anbieter von Sicherheitssoftware bieten Linkchecker an, die Internetbenutzer vor gefährlichen Websites warnt:

* AVG
* McAfee

Außerdem gibt es dieses Community-Projekt:
* Web of Trust WOT

Ein Linkchecker versucht verdächtige Websiten anhand von deren Struktur zu erkennen:
* Finjan Secure Browsing

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