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Copernic - Tipps zu der funktionsreichen Desktop-Suchmaschine

15.07.2014 | 19:09 Uhr |

Desktop-Suchmaschine Copernic Desktop Search Lite
Vergrößern Desktop-Suchmaschine Copernic Desktop Search Lite

Copernic ist ein Veteran unter den Desktop-Suchmaschinen. Positiv sticht vor allem die mit 150 sehr große Anzahl an unterstützten Dateiformaten heraus. Die für private Nutzung kostenlose Version besitzt allerdings einige Einschränkungen: Zum einen indexiert sie maximal 75000 Dateien. Da hiermit nur Dokumente, Bilder, Musik und Videos gemeint sind, sollte diese Anzahl aber für die meisten Benutzer ausreichend sein. Außen vor bleiben in der kostenlosen Version außerdem Dateien, die auf Netzwerklaufwerken liegen. Eine weitere Einschränkung ist, dass Copernic Desktop Search Lite in Outlook gespeicherte E-Mails, Termine Aufgaben und Kontakte nicht indexiert. Unterstützt werden aber Outlook Express, Windows Mail, Windows Live Mail, Thunderbird und Eudora. Copernic Desktop Search Lite: Indexierung steuern

Die Bedienung von Copernic Desktop Search Lite ist kinderleicht. Nach der Installation beginnt der Hintergrund-Indexdienst allerdings nicht sofort mit seiner Arbeit, sondern erst bei Inaktivität des PCs, also wenn zehn Sekunden lang keine Benutzereingaben erfolgt sind. Ist die Indexierung einmal gestartet, pausiert sie, sobald sie Benutzeraktivität registriert. Beides soll verhindern, dass Sie Geschwindigkeitseinbußen während Ihrer Arbeit am PC zu spüren bekommen. Wenn Sie einen leistungsfähigen PC mit schneller Festplatte oder SSD besitzen, können Sie über „Tools -> Indexing Leistung“ aber auch „Uneingeschränkt“ wählen, damit die Erfassung des Festplatteninhalts auch während Sie arbeiten läuft.

Über „Tools -> Optionen“ legen Sie fest, welche Elemente Copernic berücksichtigen soll. Im Abschnitt „E-Mails & Terminplaner“ wählen Sie die zu durchsuchenden Postfächer und Adressbücher in den unterstützten E-Mail-Programmen. Unter „Dateien“ bestimmen Sie, in welchen Verzeichnissen welche Dateitypen gescannt werden sollen – und welche Ordner außen vor bleiben sollen. Und in der Rubrik „Browser“ lassen sich Lesezeichen und Chroniken/Verläufe von Chrome, Firefox und Internet Explorer in die Indexierung aufnehmen.

Unter „Indexierung & Leistung“ stellen Sie ein, welche Elemente wie oft auf Änderungen untersucht werden sollen. Standardmäßig sind hier „alle 4 Tage“ für Dokumente, Bilder, Musik und Videos vorgegeben und täglich für alle übrigen Elemente.

Aus Geschwindigkeitsgründen indexiert Copernic den Inhalt von Dateien nur, wenn diese eine bestimmte Dateigröße nicht überschreiten. Dieses Limit können Sie ändern. Voreingestellt sind 20 MB. Außerdem lässt sich das Laufwerk und Verzeichnis ändern, auf dem der Index gespeichert wird. Bei Problemen können Sie über den darunter stehenden Link den Index löschen und neu aufbauen.

Unter „Fortgeschritten“ lässt sich anpassen, bei welcher Dateiendung es sich um welchen Dateityp handelt. Das ist aber nur in den seltensten Fällen nötig. Sinnvoll kann es höchstens sein, über „Hinzufügen“ nicht vorhandene Dateiendungen zu ergänzen.

Außerdem stellen Sie hier ein, ob Copernic zusammen mit Windows starten soll und ob auch Mail-Anhänge bei den Suchergebnissen berücksichtigt werden sollen.

Dateien suchen mit Copernic: So geht's

Im Copernic-Hauptfenster gibt es unter der Suchleiste mehrere Kategorien-Registerkarten. Auf der ersten zeigt das Tool alle indexierten Daten an, in denen der eingetippte Suchbegriff vorkommt. Über die danebenstehenden Register schränken Sie die Ansicht auf Dateien, Kontakte, Termine, Browser-Chronik, Browser-Lesezeichen, Bilder, Musik und Videos ein. In der linken Spalte gibt es abhängig von der ausgewählten Rubrik weitere Filter-Optionen, bei „Musik“ zum Beispiel „Titel“, „Künstler“ und „Album“. Über das Icon ganz rechts in der Spaltenreihe der Ergebnisliste lassen sich zusätzliche Infos einblenden.

Über das Ausklappmenü oberhalb der Suchergebnisse wählen Sie aus, ob diese einzeilig oder mehrzeilig und dafür detaillierter angezeigt werden sollen.

Mit den Pfeiltasten rechts neben der Suchzeile schalten Sie zwischen Ihren bisherigen Suchanfragen hin und her. Und über das Ausklappmenü „Meine Suchen“ greifen Sie auf vordefinierte Suchabfragen wie „E-Mails von gestern“, „Termine (diese Woche)“ und „Videos größer als 200 MB“ zu. Über den Eintrag „Add to Meine Suchen“ fügen Sie Ihre zuletzt gestartete Suche dieser Liste hinzu, falls Sie sie häufig benötigen.

Das Copernic-Suchfenster lässt sich übrigens jederzeit durch gleichzeitiges Drücken beider Strg-Tasten oder durch schnelles, zweimaliges Drücken einer Strg-Taste öffnen.

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