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Die Geschichte von Microsoft: Ideen, Innovationen, Identitätsverlust

19.08.2017 | 09:15 Uhr |

Die Firmengeschichte von Microsoft ist einzigartig, das Unternehmen für die Entwicklung des modernen IT-Zeitalters maßgeblich verantwortlich. Heute, über 42 Jahre nach seiner Gründung, verliert der Softwarekonzern jedoch an Bedeutung: Zukunftsweisende Ideen entwickeln jetzt andere. Ein Rückblick.

Über 42 Jahre nach seiner Gründung zählt Microsoft noch immer zu den bedeutendsten IT-Firmen der Welt. Der Konzern betreibt Zweigstellen in mehr als 100 Ländern, elf Standorte gibt es allein in der Bundesrepublik. Doch die spannenden Innovationen kommen von anderen Unternehmen. Zuletzt schrieb Microsoft vor allem mit immer neuen Entlassungen, darunter auch die größte Entlassungswelle seiner Geschichte, Negativschlagzeilen.

Wer die Geschichte des Softwareriesens nachvollzieht, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Konzern lange Zeit sehr behäbig unterwegs war. Das Kerngeschäft besteht noch immer aus dem Vertrieb von Windows und Microsoft Office . Beides Produkte, die das Unternehmen schon seit Jahrzehnten im Angebot hat - und mit Windows 10 will Microsoft verlorenes Vertrauen wieder zurückgewinnen. Doch Microsoft-Chef Satya Nadella will den Konzern immer mehr zu einem Cloud-basierten Unternehmen umwandeln. Das wirkt sich auch auf Office und Windows aus. Doch von den aktuellen Produkten von Microsoft soll hier nicht die Rede sein, wir blicken stattdessen auf die Geschichte des Redmonder Konzerns zurück.

Die 70er-Jahre: Technologisch eine andere Welt

Um den Einfluss von Microsoft auf die Gegenwart zu verstehen, hilft ein Blick in die Vergangenheit. Denken wir zurück in die 1970er Jahre. Es gibt bereits Mikrocomputer, aber nur wenige haben von den Transistorkisten schon einmal etwas gehört. Die Technologie ist für den Normalverbrauchter praktisch irrelevant - ohne laientaugliche Betriebssysteme, kompatible Technik oder Anwendungsgebiete fehlt es schlicht am Zugang.

Nerds, wie sie im Buche stehen

Den Microsoft-Gründern Bill Gates und Paul Allen war aber damals schon klar, welches Potenzial in den von der Öffentlichkeit wenig beachteten Computern steckt. Die beiden, seit der Kindheit enge Freunde, kamen dem Klischee von Nerds so nahe, wie es eben geht. Oft schwänzten sie den Unterricht in der prestigeträchtigen Privatschule Lakeside School, um ihre Zeit im Computerraum zu verbringen.

Schon früh einte sie eine Vision: Auf jedem Schreibtisch, ob zu Hause oder in der Arbeit, sollte ein Computer stehen. Ihnen war klar, dass eine Brücke zwischen den damals noch abstrakten Rechenmaschinen und dem Endverbraucher geschlagen werden musste. Wenige Jahre später gaben die beiden ihr Studium auf und widmeten sich ganz ihrer Leidenschaft für Bits und Bytes. Bald sollten sie zu Pionieren auf dem Softwaremarkt werden und Programme entwickeln, die die Welt verändern. Damit fängt die Geschichte von Microsoft an.

Auch Microsoft hat sich in seiner langen Geschichte übrigens den ein oder anderen Flop geleistet:

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