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Die wichtigsten Navi-Begriffe erklärt

TMC/TMCpro: TMC steht für Traffic Message Channel, auf gut Deutsch: Verkehrsfunk-Kanal. Das Prinzip: Viele öffentlich-rechtliche
UKW-Sender übertragen im nicht hörbaren Bereich digitale Verkehrsfunk-Informationen. TMC-taugliche Navigationsgeräte sind in der Lage, diese Informationen zu empfangen, auszuwerten und die Streckenführung entsprechend zu aktualisieren.

TMCpro: Das kostenpflichtige Dienst TMCpro basiert nicht auf von Polizei oder anderen Verkehrsteilnehmern gemeldeten Störungen, sondern auf automatisierten Verkehrsmessungen entlang den Autobahnen und anderen Hauptverkehrsstraßen. Die Informationen sind
daher in der Regel präziser.

POI: POIs steht für Point of Interest – Punkt von Interesse. Das können Restaurants oder Schnellimbisse, Apotheken und Krankenhäuser, Theater, Autowerkstätten und Tankstellen sein. Die entsprechenden Koordinaten sind im Navi hinterlegt und werden bei Bedarf, etwa bei Annäherung, angezeigt. Teilweise sind auch POIs erhältlich, die fest installierte Blitzanlagen der Polizei melden. Der Einsatz von Radarwarnern ist grundsätzlich verboten. Ob das auch für Navis mit entsprechenden POIs gilt, ist rechtlich umstrittten.

FM-Transmitter: Ein FM-Transmitter überträgt Sprache, Musik und Töne an ein Autoradio. Dazu muss im Radio ein freier UKWSendeplatz gefunden werden, der nicht durch eine Radiostation belegt ist. Auf diese Frequenz wird der FM-Transmitter eingestellt.
Kommt man in das Sendegebiet einer Radiostation, die auf dieser Frequenz sendet, wird die Übertragung zwischen Navi und Autoradio
gestört. Da es in Ballungszentren viele Sender und kaum freie Sendeplätze gibt, funktioniert diese Technik dort meist nicht.

Wie funktioniert GPS? Die GPS-Satelliten funken beständig ihre aktuelle Position und „ihre“ Uhrzeit. Da das Funksignal bei weiter entfernten Satelliten später eintrifft, kann der GPS-Empfänger aus diesen Signalen seine genaue Position berechnen. Theoretisch reichen die Daten von drei Satelliten, um die Position auf der Erdoberfläche zu bestimmen, oder vieren, um auch die Höhe zu ermitteln.
Da die Satelliten in 20 000 Kilometern Höhe täglich zweimal um die Erde rasen, braucht es immer die Zeit-Daten eines weiteren Satelliten. Damit an jedem Punkt auf dem Globus genügend Satelliten zu empfangen sind, funken 24 Satelliten aktiv, weitere sechs bis sieben Satelliten stehen als Reserve bereit. GPS-Empfänger sind übrigens rein passiv, weshalb sich seine Postion nicht von außerhalb verfolgen lässt. Für eine GPS-Überwachung braucht es daher einen „GPS-Tracker“ mit aktivem Sender, etwa einem Mobilfunkmodul.

Bei einem Diebstahl aus dem Auto zahlen die meisten KFZ-Versicherungen übrigens nichts. Navis sind als „IT-Geräte“ ähnlich wie Notebooks und Smartphones in den AGBs meist ausgeschlossen. Also besser immer mitnehmen – dann verlaufen Sie sich auch nicht.

Viele aktuelle Smartphones haben einen GPS-Empfänger und eignen sich daher zur Navigation. Gegenüber Standalone-Navis haben sie sogar einige Vorteile:

  • Neben profesionellen Programmen (mobile Navigator oder Copilot Live) gibt es auch kostenlose Navilösungen (zum Beispiel von Nokia und Google). Für die ist allerdings zumindest teilweise eine ständige Internetverbindung nötig.

  • Einige Handys können sich sogar auch ohne GPS-Signal an den kabellosen Netzwerken in der Gegend orientieren.

  • Informationen zur aktuellen Route oder Position können aus dem Internet abgerufen werden. Damit ist Handy-Navigation mittlerweile eine echte Alternative. Da Handys „aktiv“ sind, wissen aber nicht nur Sie wo sie sich befinden, sondern auch der Netzbetreiber oder Softwareanbieter.

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