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Soforthilfe: Die nervigsten Monitor-Probleme beheben

15.05.2022 | 15:45 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Unscharfer Text, falsche Auflösung oder gar kein Bild? Im PC-WELT-Troubleshooting zu Monitoren finden Sie schnell eine Lösung.

Probleme mit dem Monitor sind schnell akut: Eine schlecht eingestellte Display-Anzeige geht auf die Augen und kann sogar Kopfschmerzen verursachen. Ratlos machen Bildschirme, die plötzlich aussteigen oder von Anfang an schwarz bleiben. Damit Sie bei den wichtigsten Monitor-Problemen gezielt eingreifen können, finden Sie hier die passenden Lösungen.

Lesetipp: Die besten Full-HD-Gaming-Monitore im Test

Windows erkennt den Bildschirm, aber nicht korrekt

Ein Plug-and-Play-Treiber passt oft nicht optimal zum Bildschirm.
Vergrößern Ein Plug-and-Play-Treiber passt oft nicht optimal zum Bildschirm.

Problem: Sie haben sich einen neuen Monitor gegönnt und schließen ihn an Ihren Windows-10-Rechner an. Sie wundern sich, dass weder die Bildschirmauflösung noch das Seitenverhältnis stimmen.

Lösung: Erkennt Windows 10 einen neu angeschlossenen Monitor, weist das Betriebssystem dem Display per Plug & Play einen Treiber zu. Gerade bei Schirmen mit speziellen Features – etwa mit einem Seitenverhältnis von 21:9 oder einer Auflösung, die UHD übersteigt –, funktioniert die Auto-Erkennung nicht korrekt. Der Monitor zeigt dann zwar ein Bild, kann aber sein Optimum eventuell nicht ausspielen. Wie Windows den Schirm erkennt, können Sie per Rechtsklick auf den Desktop und „Anzeigeeinstellungen –› Anzeige“ und „Farbprofil“ nachvollziehen. Alternativ zeigt Ihnen auch die Grafikkarten-Software die derzeitige Monitorbezeichnung an. Meist finden Sie die Details zum angeschlossenen Bildschirm hier unter „Anzeige“. 

Ansatz 1: Im ersten Schritt stellen Sie sicher, dass das Windows-System auf dem neuesten Stand ist. Denn gerade optionale Windows- Updates schließen auch Hardware-Treiber ein. Unter Windows 10 geben Sie dazu in die Suchleiste auf dem Desktop Windows-Update ein. Bei Windows 11 klicken Sie zuerst auf das Windows-Symbol und dann auf die Einstellungen-App. Dort finden Sie den Bereich „Windows-Update“. Führen Sie einen Neustart des Rechners auch dann aus, wenn Sie nicht explizit dazu aufgefordert werden. Stellen Sie dabei sicher, dass der Monitor an den Rechner angeschlossen ist, am Stromnetz hängt und eingeschaltet ist.

Sie können neue Monitor-Treiber auch gezielt über den Geräte-Manager auf Ihr System spielen. Suchen Sie im Windows-Bordmittel nach „Monitor“ und klicken Sie doppelt auf die noch falsche Schirmbezeichnung – etwa „Digitales Fernsehen LG HDR 5K“. Wählen Sie den Reiter „Treiber“ und klicken Sie auf „Treiber aktualisieren –› Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen“. Ist der passende Monitortreiber installiert, erkennt Windows den Schirm daraufhin auch richtig – etwa den überbreiten  LG 34WK95U  als  LG HDR 5K .

Ansatz   2: Oft ist ein falscher Bildschirmmodus die Ursache, wenn die Anzeige am zweiten Monitor fehlt. Drücken Sie die Tastenkombination Win-P und probieren Sie sowohl „Duplizieren“ als auch „Erweitern“ aus. Die erste Einstellung verdoppelt die Anzeige. Bei der zweiten Funktion vergrößern Sie die Anzeigefläche. Lässt sich das Problem damit nicht beheben, probieren Sie als Nächstes die Schnelltipps im Kasten aus.

Anzeige von Text und Symbolen fällt viel zu klein aus

Problem: Gerade bei hochauflösenden Displays verkleinert sich bei nativer Bildschirmauflösung die Anzeige von Text und Symbolen. Sitzen Sie bei einem größeren Bildschirm weiter weg vom Gerät, können Sie die Inhalte häufig nicht mehr richtig erkennen, da sie zu winzig dargestellt sind.

Lösung: In den Anzeigeeinstellungen von Windows können Sie die Größe von Text und Icons einstellen. Dazu führen Sie einen Rechtsklick auf dem Desktop aus und wählen „Anzeigeeinstellungen“ aus dem Kontextmenü aus. In der Regel gibt Windows zu jeder Auflösung eine Empfehlung für die Größenanzeige von Text und Apps an. Sie finden sie unter „Größe von Text, Apps und anderen Elementen ändern“. Bei einem 27-Zoll-Bildschirm, der nativ die UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln unterstützt, liegt der empfohlene Darstellungsfaktor bei 150 Prozent.

Wählen Sie einen anderen Faktor – etwa 200 Prozent bei UHD-Auflösung –, warnt Windows, dass einige Apps diese Einstellung eventuell nicht unterstützen, und bietet „Erweiterte Skalierungseinstellungen“ in einem blauen Link an. Klicken Sie darauf, können Sie die Schärfe von Apps verbessern, indem Sie den Schieberegler unter „Skalierung für Apps korrigieren“ auf „Ein“ stellen. Dazu lassen sich unter „Benutzerdefinierte Skalierung“ individuelle Vergrößerungswerte bis 500 Prozent festlegen. Nach einem Klick auf „Anwenden“ reicht eine Windows-Ab- und -Anmeldung aus, damit die Änderungen wirksam sind.

Windows erkennt HDR-Display nicht automatisch

Für Monitore, die HDR-Videos anzeigen können, bietet Windows 10 seit dem Herbst-Update eine Vorschau.
Vergrößern Für Monitore, die HDR-Videos anzeigen können, bietet Windows 10 seit dem Herbst-Update eine Vorschau.

Problem: Ihr brandaktueller Monitor kann Inhalte in Hochkontrastqualität anzeigen. Wenn Sie ein Video abspielen, sehen Sie jedoch kein HDR.

Lösung: Bei einem HDR-fähigen Monitor reicht es nicht aus, dass Sie den Schirm mit dem Windows-PC über HDMI oder Displayport verbinden. Sie müssen Display, Windows und Grafikkarte auf die Darstellung von Hochkontrastinhalten vorbereiten.

Windows 10: Seit dem Herbst-Update 1809 bietet das Betriebssystem in den Anzeigeeinstellungen den Bereich „Windows HD Color“. Wenn Sie mehrere Bildschirme am Rechner angeschlossen haben, dann wählen Sie zuerst das HDR-Display unter der entsprechenden Nummer aus – etwa „2“. Nun klicken Sie auf „Windows HDR Color-Einstellungen“. Hier sehen Sie unter „Anzeige auswählen“, ob der richtige Bildschirm definiert ist. Darunter zeigt Windows 10 die HDR-Funktionen an, die das Display beherrscht – etwa „HDR-Video streamen“ oder „WCG-Apps verwenden“. WCG steht für Wide Color Gamut und bezeichnet den vergrößerten Farbraum, der für Hochkontrastbilder nötig ist. Auch wenn die Funktionen grundsätzlich vorhanden sind, müssen sie nicht alle aktiv gesetzt sein. Die Schaltflächen zeigen Ihnen den aktuellen Status an. Ist etwa „HDR-Videos“ ausgeschaltet, ziehen Sie den Schalter auf „Ein“. Ein Vorschauvideo macht den Unterschied deutlich.

Da Apps wie etwa Netflix die Videoplattform für HDR verwenden, die in Windows 10 integriert ist, lässt sich auch die Filmwiedergabe über das Betriebssystem steuern. Dazu gehen Sie in den Einstellungen auf „Apps –› Videowiedergabe“ und setzen den Schalter bei „Videos automatisch verarbeiten und verbessern“ auf „Ein“. Verwenden Sie ein HDR-fähiges Notebook oder haben einen zusätzlichen HDR-Monitor am Mobilrechner angeschlossen, können Sie hier auch Einstellungen für den Akkubetrieb während der Videowiedergabe vornehmen.

Monitor: Um sicherzustellen, dass der HDR-Bildschirm die optimale Anzeige liefert, checken Sie im Onscreen-Menü des Schirms, ob der erweiterte Farbraum auch tatsächlich aktiviert ist. Denn nur so kann der Monitor die vorgeschriebene Farbtiefe von mindestens 10 Bit auch darstellen.

Sie finden die Funktion oft unter „Einstellungen –› Allgemein“. Der Begriff „HDR“ wird Ihnen jedoch nicht direkt begegnen. Dafür aber Bezeichnungen zum erweiterten Farbraum – etwa „Ultra HD Deep Color“ bei LG.

Damit Ihr HDR-Display auch wirklich die für HDR geforderten zehn Bit Farbtiefe anzeigen kann, muss die Grafikkarte die Farbdarstellung steuern – hier „Nvidia- Farbeinstellungen verwenden“.
Vergrößern Damit Ihr HDR-Display auch wirklich die für HDR geforderten zehn Bit Farbtiefe anzeigen kann, muss die Grafikkarte die Farbdarstellung steuern – hier „Nvidia- Farbeinstellungen verwenden“.

Grafikkartentreiber: Gleichzeitig müssen Sie bei der Grafikkarte meist manuell eingreifen, um HDR-Inhalte wirklich dargestellt zu bekommen. Öffnen Sie dazu das Anwendungsprogramm zur Grafikkarte – etwa Nvidia Systemsteuerung. Unter „Anzeige –› Auflösung ändern“ können Sie nicht nur die Auflösung Ihres Displays anpassen, sondern auch definieren, welche Farbeinstellungen gelten sollen. Wechseln Sie von Standard auf „Nvidia-Farbeinstellungen verwenden“. Erst dann lässt sich die Farbtiefe von acht Bit auf einen höheren Wert stellen – wie die bei HDR mindestens geforderten zehn Bit.

Oft klappt die Signalübertragung aber erst, wenn Sie unter „Ausgabe-Farbformat“ das YCbCr-Farbmodell auswählen, das aus der Fernsehtechnik stammt. Als Farbunterabtastung definieren Sie 4:2:2. Sie verkleinert die Daten so, dass sie sich auch oft sogar mit mehr als zehn Bit standardkonform übertragen lassen. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit „Übernehmen“.

Plötzlich treten störende Bildfehler am Schirm auf

Problem: Jahrelang sind Sie mit den Einstellungen Ihres Monitors gut zurechtgekommen. Seit Sie seine Position verändert haben, stellen Sie entweder Fehlfunktionen wie Flackern am Schirm fest oder finden, dass die Bildqualität nachgelassen hat.

Lösung: Eine veränderte Umgebungssituation wirkt sich oft unmittelbar auf den Monitor aus. Im ersten Schritt lohnt es sich, alle Verbindungskabel zu überprüfen. Denn wird ein Monitor bewegt, verschiebt sich manchmal das Anschlusskabel. Sitzt es schlecht, funktioniert die Signalübertragung nicht mehr einwandfrei.

Gibt es an Kabel und Anschluss nichts auszusetzen, hilft es oft, den Bildschirm auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Damit löschen Sie alle vorgenommenen Einstellungen und stellen den Auslieferungszustand wieder her. Sie finden die Funktion im Onscreen-Menü Ihres Bildschirms meist unter „Einstellungen“ oder „System“.

Daraufhin machen Sie den Monitor fit für die neue Position. Praktisch sind dabei vordefinierte Modi wie „Standard“ oder „Text“, die Helligkeit, Kontrast und Farben an ein bestimmtes Szenario anpassen – etwa fürs Lesen von Texten. Die Modi sind im Onscreen-Menü meist unter „Bild“ oder „Bildqualität“ gelistet.

Per Herstellertool können Sie Einstellungen am Bildschirm direkt am Rechner vornehmen.
Vergrößern Per Herstellertool können Sie Einstellungen am Bildschirm direkt am Rechner vornehmen.

Jeder Monitor bringt zudem Schnelleinstellungen für Helligkeit und Kontrast mit. Sie lassen sich oft über Direkttasten am Gehäuse aufrufen. So sparen Sie sich das Hangeln durchs Onscreen-Menü. Alternativ lassen sich viele Monitormodelle auch über Programme vom Rechner aus einstellen – bei LG-Geräten etwa über das Tool Onscreen Control .

Kann Ihr Monitor über DDC/CI kommunizieren, lässt er sich über ein Tool wie Click Monitor DDC einstellen.
Vergrößern Kann Ihr Monitor über DDC/CI kommunizieren, lässt er sich über ein Tool wie Click Monitor DDC einstellen.

Da die Herstelleranwendungen in der Regel nur mit firmeneigenen Modellen zusammenarbeiten, können Sie alternativ Freeware einsetzen. Ein Beispiel ist Click Monitor DDC , das jedoch voraussetzt, dass Ihr Monitor per DDC/CI (Display Data Channel/Command Interface) ansteuerbar ist. Ist das der Fall, fragt die Grafikkarte Ihres Rechners die Monitorinformationen ab. Der Schirm lässt gleichzeitig zu, dass Einstellungen über ein PC-Programm vorgenommen werden. Die Kommunikationsschnittstelle müssen Sie bei vielen Monitoren erst im Onscreen-Menü aktivieren. Sie finden die entsprechende Einstellung etwa unter „System“ und „Weitere“ oder „Steuerung“. Praktisch: Mit dem Programm lassen sich auch mehrere Monitore einstellen. Die einzelnen Werte etwa für die Helligkeit sind direkt über die Taskleiste erreichbar.

Anwendungsfenster bleiben nicht auf vorgesehener Position

Um eine große Bildschirmfläche oder ein Multimonitor-Setting optimal zu nutzen, bieten Monitorhersteller wie LG und Samsung extra Hilfstools an.
Vergrößern Um eine große Bildschirmfläche oder ein Multimonitor-Setting optimal zu nutzen, bieten Monitorhersteller wie LG und Samsung extra Hilfstools an.

Problem: Sie haben sich ein besonders breites Display zum Arbeiten gegönnt. Es ersetzt Ihren Aufbau mit mehreren Screens nebeneinander. Da Sie mit vielen Anwendungen gleichzeitig arbeiten, wollen Sie die Schirmfläche möglichst effektiv nutzen. Mit Windows ist das zwar möglich, aber unbequem.

Lösung: Auf einer durchgängigen Arbeitsfläche eines superbreiten Bildschirms mit 34 Zoll (86 Zentimeter) Diagonale und 21:9 Seitenverhältnis lassen sich locker drei Anwendungsfenster in DIN-A4-Größe unterbringen. So haben Sie die wichtigsten Programme wie Mail, Browser und Word direkt nebeneinander angeordnet. Ordnen Sie sich mit Hilfe von Windows die Programmfenster an, müssen Sie eine Weile herumbasteln, bis jedes Fenster an der richtigen Stelle in der passenden Größe platziert ist. Die Monitorhersteller bieten deshalb Hilfstools an, die das Anordnen der einzelnen Programmfenster erleichtern. Sie funktionieren sowohl mit nur einem Display als auch mit mehreren Schirmen nebeneinander oder mehreren PCs als Zuspieler. Im LG-Tool Onscreen Control finden Sie die Anordnungsfunktion unter „Screen Split“.

Samsung bietet mit Easy Setting Box sogar ein Spezialtool. Aus vorgegebenen Mustern wählen Sie die Wunschmatrix aus und weisen die Programme zu, die dort in der richtigen Fenstergröße angezeigt werden. Die Muster lassen sich jederzeit wechseln. Sie finden die Tools entweder im Lieferumfang des Monitors oder auf den Herstellersupport-Seiten.

Manko: Die Programme funktionieren nur mit den Monitormodellen des jeweiligen Herstellers. Für sie spricht jedoch, dass Freeware-Alternativen meist veraltet und nicht so einfach zu bedienen sind. Ein Beispiel ist Window-Resizer , das sich nur bedingt unter Windows 10 einsetzen lässt.

Monitor wacht aus dem Energiesparmodus nicht auf

Problem: Ist der Rechner einige Zeit nicht aktiv, schaltet er sich in den Energiesparmodus, der auch das Display einschließt. Wenn Sie den PC wieder aktivieren, bleibt der Bildschirm weiterhin schwarz, obwohl er eingeschaltet ist.

Lösung 1: Standardmäßig ist in Windows die Funktion „Schnellstart aktivieren“ eingeschaltet. Sie sorgt dafür, dass Windows besonders flott hochfährt – auch aus dem Energiesparmodus. Der Nachteil: Manchmal funktioniert das Reaktivieren des Betriebssystems nicht richtig. Es kann sich aufhängen oder Hardwarefehler wie einen nicht erkannten Bildschirm verursachen. Abhilfe schaffen Sie, indem Sie die Funktion deaktivieren.

Dazu rufen Sie die Windows-Systemsteuerung auf und öffnen die „Energieoptionen“. Sehen Sie den Bereich nicht auf Anhieb, wechseln Sie die Anzeige rechts oben auf „Kleine Symbole“. Klicken Sie links auf „Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll“ und im folgenden Fenster auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“. Nun können Sie das Häkchen bei „Schnellstart aktivieren (empfohlen)“ entfernen. Bestätigen Sie die Eingabe mit einem Klick auf „Änderungen speichern“.

Da die Funktion nach einem Windows-Update häufig automatisch wieder aktiv geschaltet ist, prüfen Sie am besten nach jeder Windows- Aktualisierung, ob sie noch deaktiviert ist. Alternativ checken Sie die Einstellung, sobald das Problem erneut auftritt.

Oft liegt es am Windows-Schnellstart, wenn ein Bildschirm schwarz bleibt, sobald Sie den Rechner aus dem Energiesparmodus wecken. Das Deaktivieren der Funktion schafft Abhilfe.
Vergrößern Oft liegt es am Windows-Schnellstart, wenn ein Bildschirm schwarz bleibt, sobald Sie den Rechner aus dem Energiesparmodus wecken. Das Deaktivieren der Funktion schafft Abhilfe.

Lösung 2: Teils kann ein fehlerhaftes Aufwachen aus dem Energiesparmodus auch an den monitoreigenen Stromsparmodi liegen. Deshalb hilft es oft, den Tiefschlafmodus des Monitors zu deaktivieren. Dazu öffnen Sie das Onscreen-Menü des Monitors. Meist finden Sie Stromspareinstellungen unter „Andere“, „Steuerung“ oder „Allgemein“. Schalten Sie hier das Energiesparen durch den Monitor aus. Der Bildschirm schaltet trotzdem in den Standby, wird nun jedoch von Windows gesteuert und aktiviert sich, sobald er den Befehl dazu vom Betriebssystem erhält.

Stromsparmodi des Bildschirms und von Windows können in Konflikt geraten. Wenn Sie das Energy Saving des Monitors im OSD (Onscreen-Display) abschalten, übernimmt allein das Betriebssystem das Kommando und weckt den Schirm auf.
Vergrößern Stromsparmodi des Bildschirms und von Windows können in Konflikt geraten. Wenn Sie das Energy Saving des Monitors im OSD (Onscreen-Display) abschalten, übernimmt allein das Betriebssystem das Kommando und weckt den Schirm auf.

Leistung von Signaleingängen am Monitor herausfinden

Problem: Am Monitor finden Sie mehrere Videoanschlüsse. Allerdings fehlt eine Beschriftung. Sie wollen aber wissen, welche Schnittstellengeneration unterstützt wird und was diese leistet.

Lösung: Auskunft über die Versionen der Videoschnittstellen finden Sie im Monitor-Handbuch oder auf der Herstellerwebseite unter dem Monitormodell im Bereich „Spezifikationen“. Welcher Signaleingang für Ihren Fall der passende ist, hängt von der gewünschten Auflösung, der Farbtiefe und der Bildwiederholfrequenz ab. Je anspruchsvoller Ihre Vorgaben sind, desto mehr Bandbreite muss über die Verbindung möglich sein.

Bei einem Full-HD-Schirm (1920 x 1080 Pixel) reichen bereits Displayport 1.2 und HDMI 1.4, um die native Auflösung mit bis zu 144 Hertz Bildwiederholrate darstellen zu können. Allerdings sind nicht mehr als acht Bit Farbtiefe möglich. Bei einem UHD-Monitor mit 3840 x 2160 Pixeln ist über Displayport 1.2 bei einer Bildwiederholrate von 60 Hertz in Kombination mit einer Farbtiefe von 10 Bit Schluss. Für höhere Anzeigefrequenzen reicht hier die Bandbreite nicht aus. Dafür benötigen Sie dann Displayport 1.4. Mögliche Kombinationen von Signaleingang und Auflösung finden Sie in der folgenden Übersicht.

Mögliche Kombinationen aus Auflösung und Signaleingang

Auflösung (in Pixel)

Signaleingang

Bildwiederholrate (in Hertz) / Farbtiefe (in Bit)

Full-HD (1920 x 1080)

DP 1.2 / HDMI 1.4

max. 144 / 8

QHD (2550 x 1440)

DP 1.2 (1.4 für HDR) / HDMI 1.4

max. 100 / 8

DP 1.2 (1.4 für HDR) / HDMI 2.0

max. 144 / 10

UHD (3840 x 2160)

DP 1.2 (1.4 für HDR) / HDMI 2.0

max. 60 / 10

DP 1.4 / HDMI 2.1

max. 120 / 8

DP 1.4 (komprimiert) / HDMI 2.1

max. 144 / 10

DP 2.0 / HDMI 2.1 (komprimiert)

max. 240 / 8

5K (5120 x 2880)

DP 1.4 / HDMI 2.1

max. 60 / 8

DP 1.4 (komprimiert) / HDMI 2.1

max. 120 / 8

DP 1.4 (komprimiert) / HDMI 2.1 (komprimiert)

120 / 10

8K (7860 x 4320)

DP 1.4 (komprimiert) / HDMI 2.1

60 / 8

DP 1.4 (komprimiert) / HDMI 2.1 (komprimiert)

60 / 10

DB 2.0 / HDMI 2.1 (komprimiert)

60 / 10

10K (10240 x 4320)

DP 2.0 / HDMI 2.1 (komprimiert)

max. 60 / 8

16K (15360 x 8640)

DP 2.0 (komprimiert) / -

max. 60 / 10

HDMI-Anschluss: Echtes HDMI 2.1 oder doch nur HDMI 2.0?

Problem: Für die aktuellen Spielekonsolen Sony PS 5 oder Xbox Series X muss ein Monitor einen HDMI-2.1-Anschluss mitbringen. Nur darüber kann er UHD-Inhalte mit 120 Hertz per HDMI verarbeiten. Doch nicht jeder Monitor mit HDMI-2.1-Kennzeichnung erfüllt die Spezifikation vollständig.

Lösung: Seit der Lizenzgeber (HDMI Licensing Administrator) beschlossen hat, dass HDMI 2.0 als Teil von HDMI 2.1 anzusehen ist, ist die Verwirrung groß. Denn als Folge sind die Hersteller sogar angewiesen, den Monitoranschluss mit HDMI 2.1 anzugeben, auch wenn er eigentlich nur die Vorgängerversion abdeckt. Wer derzeit einen echten HDMI-2.1-Monitor sucht, muss die technischen Daten des Wunschbildschirms genau studieren. Einen Hinweis auf echtes HDMI 2.1 gibt die Bandbreite. Sie muss bei 48 Gbit pro Sekunde liegen. Dazu kann ein echtes HDMI-2.1-Display über den Anschluss nicht nur UHD mit 120 Hertz anzeigen, sondern beherrscht auch die dynamische Anpassung der Bildfrequenz (VRR – Variable Refresh Rate). Außerdem dient auch schlicht der Anschaffungspreis als geeigneter Hinweis: So sind satte 800 Euro (UVP) für einen 27-Zöller wie den LG Ultragear 27GP950-B keine Seltenheit.

Von echtem HDMI 2.1 lässt sich nur sprechen, wenn eine Bandbreite von 48 GBit pro Sekunde über den Anschluss gewährleistet ist. Oft fehlt dazu jedoch eine genaue Angabe bei Monitoren.
Vergrößern Von echtem HDMI 2.1 lässt sich nur sprechen, wenn eine Bandbreite von 48 GBit pro Sekunde über den Anschluss gewährleistet ist. Oft fehlt dazu jedoch eine genaue Angabe bei Monitoren.
© HDMI Licensing Administrator
Monitore mit echtem HDMI 2.1 gehören zur technischen Spitzenklasse und rufen deshalb auch entsprechend hohe Anschaffungspreise auf, wie etwa der LG Ultragear 27GP950-B für satte 800 Euro (UVP).
Vergrößern Monitore mit echtem HDMI 2.1 gehören zur technischen Spitzenklasse und rufen deshalb auch entsprechend hohe Anschaffungspreise auf, wie etwa der LG Ultragear 27GP950-B für satte 800 Euro (UVP).
© LG

Maximale Monitorleistung lässt sich nicht ausreizen

Problem: Sie haben sich fürs Spielen ein extra schnelles Display angeschafft. Jetzt stellen Sie fest, dass es die maximalen Werte für Auflösung und Bildfrequenz nicht erreicht.

Lösung: Wenn Sie die Fähigkeiten Ihres Monitors nicht ausreizen können, dann liegt das meist an der Wahl des Anschlusses. Oft sind die höchsten Einstellungen nur über eine Videoschnittstelle möglich – in vielen Fällen über den Displayport-Anschluss. Verwenden Sie für die Verbindung das Kabel, das dem Monitor beiliegt, da es auf die Maximalanforderungen ausgelegt ist. Gerade bei Notebooks mit USB-Typ-C-Schnittstelle kommt es außerdem vor, dass sich nur über USB-C die Displayport-Signale (DP Alternate Mode) und damit die Maximalwerte für Auflösung, Bildwiederholrate und Farbtiefe erreichen lassen.

Ob ein Monitor sein Leistungsmaximum erreicht, hängt zudem von der Grafikpower des Rechners ab. Gerade bei vielen leistungsstarken PCs und Notebooks sind zwei Grafikeinheiten eingebaut – eine interne Grafik (iGPU) und eine sogenannte diskrete, also separate Grafikkarte (dGPU). Letztere liefert die höchste Grafikpower. Welche maximalen Einstellungen im Zusammenspiel mit dem angeschlossenen Display möglich sind, zeigt Ihnen neben dem Betriebssystem auch das Treiberprogramm der Grafikkarte an. 

Bei Nvidia-Geforce-Grafikkarten verwenden Sie dazu die Nvidia Systemsteuerung. Das Pendant von AMD-Radeon-Karten ist die Radeon Software, die auch das frühere Catalyst Control Center beinhaltet. In beiden Fällen entscheidet das Grafikkartenmodell, welche Programmversion Sie auf Ihrem Rechner installieren. Fürs Downloaden suchen Sie die Webseite des jeweiligen Grafikkartenherstellers auf, auf der Sie die genaue Grafikkartenbezeichnung eingeben. Im weiteren Gebrauch empfiehlt es sich, das Treiberprogramm möglichst aktuell zu halten. Auch das hilft dabei, Höchstleistungen von Monitor und Grafikkarte zu erreichen.

Fürs Spielen in höchsten Parametern benötigen Sie neben einem High-End-Gamingmonitor auch eine potente Grafikkarte. Im Treiberprogramm der Karte sehen Sie schnell, wo die Leistungsgrenzen liegen.
Vergrößern Fürs Spielen in höchsten Parametern benötigen Sie neben einem High-End-Gamingmonitor auch eine potente Grafikkarte. Im Treiberprogramm der Karte sehen Sie schnell, wo die Leistungsgrenzen liegen.

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