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Die häufigsten Fehler beim Backup

26.07.2010 | 10:33 Uhr |

Aus den häufigsten Fehlern, die bei Backup und Recovery-Projekten immer noch auftreten, lassen sich hilfreiche Strategien für die Zukunft ableiten.

  • Langzeitarchivierung auf Backup-Systemen

In der Praxis missbrauchen immer noch viele Unternehmen ihre Datensicherung als Archiv. In Stahlschränken stapeln sich unzureichend beschriftete Backup-Bänder. Hinzu kommt die Abhängigkeit von Soft- und Hardware: Eine fünf Jahre alte E-Mail in einer alten Exchange-Version von einem Backup-Band zurückzusichern, bedeutet einen unverhältnismäßigen Aufwand.

Es ist nötig, die Aufgabenstellung der Datensicherung unternehmensweit sauber zu definieren. Ein Backup soll einen Datenverlust im Schadensfall durch eine zeitnahe Wiederherstellung vermeiden. Alle Daten, die älter als sechs bis acht Wochen sind, sollten automatisch archiviert werden. Ein Archiv, das aufbewahrungspflichtige Informationen automatisch speichert und löscht, erfüllt Compliance-Anforderungen, sorgt für die Wiederauffindbarkeit von Dokumenten und arbeitet weitaus wirtschaftlicher als Backup-Lösungen.

  • Mangelnde Performance

Viele Datensicherungswillige richten das System-Design an den Anforderungen der User aus und rechnen die erforderliche Performance für Backup & Recovery nicht ein. Da kann es dann passieren, dass ein nagelneuer Server zwar die Anwender glücklich macht, aber die SLAs für den Restore schlicht nicht erfüllt. Daher gilt: Auch moderne Verfahren zur Datensicherung kosten Zeit und Systemleistung.

  • Unzureichend definierte Betriebsabläufe

Die Betriebsabläufe sind sauber zu definieren, damit das Monitoring Fehler auch rechtzeitig und angemessen melden kann. Welche Schritte zu einem Job gehören und ob er abgeschlossen ist, muss genau festgelegt sein.

  • Keine Maßnahmen gegen Missbrauch der Backup-Daten

Backup-Software kann quasi auf jedem beliebigen System innerhalb einer Organisation installiert werden. Ein Administrator mit krimineller Energie könnte sich jede Gehaltstabelle auf ein System zurück sichern, für das er Zugriffsrechte hat. Sicherheitsthemen wie Berechtigungs-Management und Verschlüsselung dürfen daher bei Backup- und Recovery-Projekten nicht vernachlässigt werden.

Den Beitrag haben Oliver Mangel, Practice Designer Restore & Recovery, Computacenter Deutschland und Norbert Steiner, Practice Designer Datensicherung & Archivierung, Computacenter Deutschland für unsere Schwesterpublikation channelpartner.de verfasst.

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