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Die besten Schutzmaßnahmen für mehr Sicherheit

18.10.2011 | 11:02 Uhr |

2. Weniger ist mehr
Gegen die Datensammelei hilft wenig: private Nachrichten öfter auf den PC überspielen, nur das Nötigste auf dem Handy lassen. Und wer gerne mobil online geht und sich in sozialen Netzwerken tummelt, sollte Privates nach Möglichkeit nur anonymisiert per Pseudonym von sich geben. Die oft ständig aktivierte Bluetooth- und WLAN-Technik ist ebenfalls sicherheitsbedenklich: Hacker könnten vor allem über Bluetooth-Funk ins Handy einbrechen und private Daten abgreifen oder kostenpflichtige Nummern anrufen. Daher sollten diese Verbindungsarten nur aktiviert sein, wenn sie nötig sind.

Die Internetseite www.klicksafe.de, Bestandteil des Safer-Internet-Programms der Europäischen Union, liefert Nachrichten, Termine und Tipps rund um die Themen sichere Nutzung des Internets und auch des Handys.
Vergrößern Die Internetseite www.klicksafe.de, Bestandteil des Safer-Internet-Programms der Europäischen Union, liefert Nachrichten, Termine und Tipps rund um die Themen sichere Nutzung des Internets und auch des Handys.

Trojaner und Phishing-Internetadressen werden gern über E-Mails verbreitet. Daher gilt beim Smartphone wie am PC: Keine E-Mail-Anhänge und keine Internetempfehlungen von Unbekannten öffnen. Bei Apps sollte man genau hinsehen, worauf sie zugreifen wollen, und sie nur aus seriösen Quellen installieren. Tests und Nutzerkommentare in den App-Märkten helfen, Datensammler zu entdecken.
Plötzlicher erhöhter Datenverkehr oder eine zu hohe Abrechnung können Indizien für Schadprogramme sein. Ein Zurückstellen des Handys auf die Werkseinstellungen ist eine radikale Gegenwehr, aber manchmal nötig. Gut ist, wenn man für diesen Fall regelmäßig alle Handydaten sichert.

Geniale Business-Apps

3. Schutz-Software
Am PC ist es üblich, sich hinter Virenscanner und Firewall einzuigeln. Bei Smartphones verzichten viele Besitzer dagegen noch auf Sicherheits-Apps, obwohl es etliche gibt. Sehr empfehlenswert sind die Verschlüsselung privater Daten und regelmäßige Backups – auf den eigenen PC. Gegen Verlust oder Diebstahl des Smartphones ist kein Kraut gewachsen. Rückverfolgungsprogramme funktionieren nur, wenn sie aktiv sind und das Handy an ist.

Bei einer unbefugten SIM-Karte wird dann per SMS die Handy- und die IMEI-Nummer von der neuen SIM-Karte an eine vorher festgelegte Telefonnummer geschickt. Andernfalls hilft nur, die SIM-Karte über die Servicestelle oder Internetseite des Mobilfunkanbieters zu sperren. Das ist dazu nötig: Rufnummer, Kundennummer und -kennwort sowie die IMEI (eindeutige Handy-Seriennummer), die über den Code *#06# abrufbar ist.

Gefährliche Benutzerfehler bei Android-Smartphones

Sicherheits-Apps für Handys
Erste Anlaufstelle sind die App-Märkte. Die Nutzerkommentare können Aufschluss geben, was ein Programm taugt.

Virenschutz: Für den Schutz vor Viren, Hackern und Verlust gibt es etliche Schutzprogramme von Antiviren-Firmen, etwa F-Secure Mobile Security für 35 Euro oder Kaspersky Mobile Security 9 für rund 25 Euro, jeweils pro Jahr und Smartphone.

Datensicherung: Für den Fall, dass ein Handy wegen Verlust oder Schädlingsbefall neu eingerichtet werden muss, sind Datensicherungen unerlässlich. Für Android gibt‘s etwa Titanium Backup. Fürs iPhone reicht iTunes, auch für die Verschlüsselung. Mit dem iPhone Backup Extractor lassen sich Einzeldateien auslesen.

Verschlüsselung: Für sichere Verbindungen ist ein VPN-Zugang prima, etwa über OpenVPN. Daten verschlüsselt speichert etwa B-Folders auf Android-Geräten.

Apps-Prüfung: Welche Berechtigungen und Zugriffe Apps verlangen, prüft aSpotCat (app by permission) bei Android-Geräten.

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