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Die besten PCs aller Zeiten: Plätze 7-5

12.08.2011 | 09:40 Uhr |

Commodore Amiga 1000 (1985)
Vergrößern Commodore Amiga 1000 (1985)
© 2014

7. Commodore Amiga 1000 (1985)

Der Commodore 64 mag der meistverkaufte Computer der damaligen Zeit gewesen sein, aber der Nachfolger, der von einem Start-up-Unternehmen aus dem Silicon Valley entwickelt wurde, das Commodore übernahm, war ein erheblich besserer Computer. Seiner Zeit Jahre voraus, war der Amiga der weltweit erste Multimedia- und Multitasking-Personal-Computer (sehen Sie sich dazu eine damals ausgestrahlte Werbung auf YouTube an).

Der 1500-Dollar-Amiga (ohne Monitor) kam mit der gleichen Motorola 68000 CPU, die auch in den Apple Macintoshs verwendet wurde. Aber der innovativste Teil seiner Architektur waren seine drei Coprozessoren - sie waren für die Grafik und den Sound verantwortlich, beides für die damalige Zeit beeindruckend. Der Haupt-Video-Prozessor half dem Amiga bei 3D-Animationen, Full-Motion-Video und fantastischer TV-Verarbeitung, alles Jahre bevor andere Computer so weit waren. Und der vierstimmige Stereo-Sound-Chip (Paula) erlaubte Sprachsynthese und produzierte realistische Audio-Effekte - besser als der berühmte SID-Chip von Commodore, und machte damit die Idee für Soundtracker möglich, das erste Musik-Programm, das mit Spuren arbeitete.

Der originale Amiga wurde zum Amiga 1000 umbenannt, als er durch den Amiga 500 und 2000 im Jahr 1987 ersetzt wurde. Später umfassten Amiga-basierte Produkte auch den der Amiga-4000T-Tower und die CD32, eine Spielekonsole. Commodore meldete im Jahr 1994 Konkurs an und der Namen Amiga und die entwickelten Technologien sprangen in den Folgejahren von einem Besitzer zum nächsten. Moderne Versionen des Video Toasters von NewTek und LightWave-3D-Software werden weiterhin für die großen TV-und Film-Produktionen verwendet, bis zum heutigen Tag.

(Foto von oldcomputers.net )

6. IBM Personal Computer, Model 5150 (1981)

Viele wichtige Ereignisse in der PC-Geschichte waren zu ihrer Zeit nicht als solche erkennbar. (Gab es irgendeinen Grund, aufmerksam zu werden, als ein paar junge Burschen namens Steve beschlossen, einen Mikrocomputer-Firma zu gründen und sie nach einem Obst zu benennen?) Aber als das Unternehmen, das synonym mit Computer war, seinen ersten PC am 12. August 1981 veröffentlichte, wusste jeder, dass es ein großer Meilenstein in der Geschichte einer sehr jungen Industrie war.

Bezüglich der Technologie war das Interessanteste am IBM Personal Computer, Modell 5150, die CPU: Intel 8088, ein leistungsstarker 16-Bit-Prozessor zu einer Zeit, als die meisten gängigen Modelle nur 8-Bit-CPUs verwendeten. IBM bot das System mit verschiedenen Betriebssystemen an, einschließlich dem damals beliebten CP/M, einem als P-System bezeichneten OS und einem neuen Betriebssystem mit dem Namen IBM PC-DOS, das die meisten Leute als MS-DOS kennen, weil es vom Herausgeber Microsoft unter diesem Namen vermarktet wurde. (Legendärerweise basierte das Betriebssystem von Microsoft auf der Grundlage von QDOS, oder "Quick and Dirty Operating System", das sie von einer kleinen Firma in Seattle erhielten.)

Innerhalb von 18 Monaten stand IBMs Computer im Zentrum einer boomenden PC-Ökologie, mit einer Schar von Hardware-Add-ons, Software von Drittanbietern, Klonen, Büchern und Zeitschriften. Einige der späteren IBM-Maschinen wurden Hits, einige Flops, aber alle von ihnen, wie die überwiegende Mehrzahl der Computer auf unserem Planeten, sind direkte Nachkommen der IBM Personal Computer.

5. IBM ThinkPad 700C (1992)

Auf der Comdex im Jahr 1992 enthüllt, führte IBM ThinkPad 700C in eine neue Ära der Laptop-Computer: Jetzt konnten Laptops sowohl nützlich, als auch stilvoll sein. Die erste ThinkPads kamen mit dem unverkennbaren schwarzen Gehäuse und dem roten TrackPoint in der Mitte der Tastatur und wichen damit sehr von anderen Notebooks ab, die zu dieser Zeit alle praktisch austauschbar waren - klobige, matt-graue oder beige Boxen mit Trackballs, die an der Seite heraushingen oder ein Stück unterhalb der Tastatur wie ein Klumpen klebten.

Als eines der drei ersten ThinkPad-Modelle, zusammen mit dem 300 und 500 (die Nummerierung wurde angeblich von der Benennung der BMW-Modelle inspiriert), war das 4350 Dollar teure ThinkPad 700C IBMs Topmodell. Es kam mit einem auffälligen 10,4-Zoll-TFT-VGA-Farbdisplay mit 256-Farben (groß für den Standard um 1992), einer austauschbaren 120-MB-Festplatte, einem 25-MHz-486SLC-Prozessor und einer komfortabel zu bedienende Tastatur. Aktuelle ThinkPads - jetzt von Lenovo hergestellt – sind natürlich wesentlich leistungsstärker als das 700C, aber sie haben ebenfalls das schwarze Gehäuse, den TrackPoint und eine gute Tastatur als wichtige Verkaufsargumente.

ThinkPads prägten den Markt der mobilen Computer und sind bis heute für viele der Inbegriff des tragbaren, zuverlässigen Computers.

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