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Die besten Headsets fürs Homeoffice

10.05.2020 | 13:45 Uhr |

Wir haben für Sie zusammengefasst, was Sie beim Kauf von Headsets fürs Arbeiten von Zuhause beachten sollten und empfehlen auch gleich passende Modelle.

Das Headset ist vor allem im Homeoffice ein essenzielles Stück Hardware, das Ihnen die einfache Kommunikation mit Ihren Bürokollegen oder Kunden erlaubt, wenn Sie es mal nicht ins Office schaffen – oder nicht dürfen. Im Zusammenspiel mit Software wie Slack, Microsoft Teams oder Skype besteht so die Möglichkeit in Verbindung zu bleiben. Doch erst mit dem richtigen Headset können Sie auch wirklich das volle Potenzial ausschöpfen und produktiv arbeiten. Was Sie beim Kauf beachten sollten und welche Modelle wir pro Kategorie guten Gewissens empfehlen können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Für Vieltelefonierer: Bluetooth-Headsets

Müssen Sie in Ihrem Job oft telefonieren, dann raten wir Ihnen zu einem Bluetooth-Headset. Die gibt es in Mono- (also für ein Ohr) oder auch Stereo-Ausführungen. Am wenigsten stören Einohr-Geräte, den besten Klang bieten aber natürlich die Stereo-Alternativen. Generell haben Sie so stets die Hände frei und können sich beispielsweise nebenher auch noch Notizen machen. Ideal sind drahtlose Headsets auch für diejenigen, die während Ihrer Telefonate aufstehen und herumlaufen. Ein weiterer Vorteil: Sie können das Headset oft auch parallel mit dem Smartphone und dem Notebook koppeln, womit Sie über alle Leitungen erreichbar bleiben.

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Ausgestattet sind die Bluetooth-Headsets in der Regel mit einem recht starken Bügelmikrofon, in denen oft eine Geräuschunterdrückungs-Technik (sogenanntes „Noise Cancelling“) integriert ist. Die filtert so ziemlich alles bis auf die Stimme heraus, damit Ihr Gegenüber Sie glasklar versteht. In der Praxis funktioniert das auch beeindruckend gut.

Die Klangqualität der Bluetooth-Headsets hat sich über die Jahre stark gebessert, selbst Mono-Modelle klingen mittlerweile recht anständig. Aber dennoch sollten Sie kleine klanglichen Traumwelten erwarten oder die Headsets für Musik oder Filme nutzen, da sie komplett fürs Telefonieren respektive für Sprach-Chats entwickelt wurden. Der neuste Stand der Technik sind Headsets mit Bluetooth 5.0 und dem Audio-Codec aptX: Damit verbraucht die kabellose Verbindung recht wenig Strom und der Ton kommt verzögerungsfrei und ohne Qualitätseinbußen an. Noch ist die Kombination beider Techniken aber nicht in vielen Headsets angekommen.

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Ein weiterer Nachteil ist der Akku, der natürlich nicht ewig hält. Es gibt zwar Modelle, die mit starken Energiespeicher aufwarten können, aber auch die halten nicht ewig. Am besten laden Sie die Geräte immer über Nacht auf oder zwischen Telefonaten, damit den Headsets nicht im falschen Moment der Saft ausgeht. Des Weiteren muss das Notebook oder der PC auch Bluetooth beherrschen. Doch selbst wenn nicht, dann gibt es bereits ab 7 Euro entsprechende Bluetooth-Adapter mit USB-Anschluss zum Nachrüsten.

Günstige Empfehlung: Jabra Talk 25 ab 30 Euro

Günstige Empfehlung: Jabra Talk 25
Vergrößern Günstige Empfehlung: Jabra Talk 25
© Jabra

Das Mono-Headset Jabra Talk 25 überträgt Gespräche in HD und bietet eine Gesprächszeit von bis zu acht Stunden. Dank Bluetooth 4.0 haben Sie stets die Hände frei und können das kleine Headset während des ganzen Arbeitstages im Ohr behalten, selbst wenn Sie unterwegs sind. Den besten Klang, beispielsweise um Musik zu hören, sollten Sie aber nicht erwarten - dieses Modell wurde für die Gesprächsführung entwickelt.

Empfehlung der Mittelklasse: JBL Free X ab 75 Euro

Empfehlung der Mittelklasse: JBL Free X
Vergrößern Empfehlung der Mittelklasse: JBL Free X
© JBL

Die komplett kabellosen JBL Free X bieten guten Stereosound, alternativ ist auch der Betrieb von nur einem Kopfhörer möglich. Zusätzlich bieten die Wireless-Kopfhörer einen Spritzwasserschutz nach IPX5-Standard. Inklusive ist auch ein Lade-Case, das die Ohrstecker dank eines integrierten Akkus auflädt, womit ein Akkubetrieb von bis zu 24 Stunden möglich ist.

High-End-Empfehlung: Plantronics Voyager Focus UC ab 165 Euro

High-End-Empfehlung: Plantronics Voyager Focus UC
Vergrößern High-End-Empfehlung: Plantronics Voyager Focus UC
© Plantronics

Die Plantronics Voyager Focus UC haben es in sich: Neben einer Tischladestation bietet das Headset auch noch eine aktive Geräuschunterdrückung (ANC), damit Sie sich vollständig auf das Telefonat konzentrieren können. Das Gerät erkennt sogar, ob Sie bei einem stummgeschalteten Mikrofon reden und macht Sie akustisch darauf aufmerksam. Hinzu kommt eine Sprechzeit von bis zu zwölf Stunden. Die guten Audiotreiber eignen sich zudem auch fürs Musikhören.

Für Fokussierte: Headsets mit aktiver Geräuschunterdrückung

Wer zwar nicht allzu oft telefonieren muss, aber Ablenkungen vermeiden möchte, der greift am besten zu einem Headset mit Geräuschunterdrückung. Diese Modelle verwenden nach außen gerichtete Mikrofone. Diese erkennen Störgeräusche, woraufhin im Inneren der Kopfhörer Klangwellen erzeugt werden, um diese Töne zu neutralisieren, bevor Sie Ihr Gehör erreichen. Dieses „Active Noise Cancelling“ (ANC) macht die entsprechenden Headsets zwar recht teuer, aber Sie verhelfen einem zu ungeahnter Konzentration. So werden Sie beispielsweise von Dauerbaustellen, Straßenverkehr oder lauten Mitbewohnern abgekapselt.

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Zusätzlich ist der Klang, den die ANC-Modelle bieten, nicht von schlechten Eltern. Abstriche sollten Sie aber in Sachen Mikrofonqualität in Kauf nehmen. Denn diese Geräte sind oft nicht mit Bügelmikrofonen ausgestattet, sondern Varianten, die in die Ohrmuscheln eingelassen sind. Für kurze Gespräche gehen die zwar in Ordnung, aber in längeren Konferenzen oder Telefonaten tun Sie Ihrem Gesprächspartner damit keinen Gefallen.

Günstige Empfehlung: Motorola Escape 500 ANC ab 50 Euro

Günstige Empfehlung: Motorola Escape 500 ANC
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© Motorola

Das On-Ear-Headset bietet trotz des geringen Preises eine kabellose Anbindung und eine aktive Geräuschunterdrückung mit einer Betriebszeit von bis zu zwölf Stunden. Selbst smarte Gesprächsassistenten wie Amazons Alexa oder Apples Siri werden unterstützt. Dank des integrierten Mikrofons lassen sich auch Telefonate führen, wenn das integrierte Mikrofon aufgrund der Platzierung in den Ohrhörern sicher nicht die beste Qualität bietet. Alternative: Der TaoTronics TT-BH046 ab 55 Euro sitzt auch bei längerem Tragen bequem und überzeugte mit einer sehr guten Geräuschunterdrückung im Test .

Empfehlung der Mittelklasse: Teufel Real Blue NC ab 200 Euro

Empfehlung der Mittelklasse: Teufel Real Blue NC
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© Teufel

Die Teufel Real Blue NC konnten uns im Test bereits überzeugen. Der Lieferumfang enthält auch eine Transporttasche. Außerdem lässt sich das Headset mit oder ohne Kabel betreiben, während ANC für weniger Ablenkungen sorgt. Die Akkulaufzeit beläuft sich auf 22 bis 60 Stunden, wobei ersterer Wert bei aktivierter Geräuschunterdrückung erreicht wird.

High-End-Empfehlung: Sony WH-1000XM3 ab 260 Euro

High-End-Empfehlung: Sony WH-1000XM3
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© Sony

Dank mehrerer Sensoren erkennen die Sony WH-1000XM3 die aktuell vorherrschende Geräuschkulisse und passen die Geräuschunterdrückung in Echtzeit dynamisch an - selbst die Flughöhe wird dabei beachtet. Und wer sich unterhalten oder doch etwas hören möchte, der legt die Hand auf einen Ohrhörer auf und das ANC sowie die aktuelle Wiedergabe werden pausiert. Sony hat gleich mehrere Mikrofone integriert, um Stimmen klar zu übertragen.

Für Anspruchsvolle: Gaming-Headsets

Auch wenn es im ersten Moment seltsam klingen mag, aber wer ein tolles Mikrofon, guten Klang und hohen Tragekomfort möchte, der sollte sich für ein Gaming-Headset entscheiden. Denn für all die genannten Kategorien wurden diese Modelle entwickelt. Schließlich müssen die Gamer im Eifer des Gefechts die Teamkollegen stets klar und deutlich verstehen und andersherum. Oft steht auch eine Software zur Verfügung, die die Mikrofonqualität noch einmal weiter verbessert und sich auch so einstellen lässt, dass Sprach-Chats deutlicher zu hören sind. Außerdem gibt es Headsets für Gamer in zahlreichen Varianten, sprich Formen, Größen und Funktionalitäten.

Die besten Gaming-Headsets im Test

Kabelgebundene Gaming-Headsets gibt es schon für relativ wenig Geld und leisten bereits einen guten Job beim Telefonieren. Dafür genügen auch Geräte mit Klinkenanschluss, die die Onboard-Soundchips mit den Audiosignalen versorgen. Alternativ können Sie auch Modelle mit USB-Anschluss einsetzen, die in der Regel einen etwas besseren Klang dank digitaler Optimierungen (DSP, Digital Signal Processing) gewähren.

Noch mehr Flexibilitäten gewähren Wireless-Gaming-Headsets, die sich über 2,4-GHz-Funk oder Bluetooth verbinden lassen. Kommt letztere Anbindung zum Einsatz, dann ist die Kopplung mit dem Smartphone ebenfalls kein Problem. Jedoch müssen Sie für solche Modelle schon recht tief in die Tasche greifen.

Günstige Empfehlung: Roccat Noz ab 70 Euro

Günstige Empfehlung: Roccat Noz
Vergrößern Günstige Empfehlung: Roccat Noz
© Roccat

Die Roccat Noz sind nur 210 Gramm leicht und eignen sich so für lange Gaming-Sessions und Telefonate. In unserem Test haben wir herausgefunden, dass der satte Klang nicht von schlechtern Eltern ist. Besonders lobenswert ist auch das Mikrofon, dass die Sprache überaus natürlich und klar übertragen wird und auch Nebengeräusche gut herausfiltert. In un

Empfehlung der Mittelklasse: HyperX Cloud Alpha S ab 115 Euro

Empfehlung der Mittelklasse: HyperX Cloud Alpha S
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© HyperX

Die HyperX Cloud Alpha S lassen sich zwar auch nur via Klinke betreiben, aber alle Funktionen gibt es erst über die USB-Anbindung. Denn erst so erfolgt noch ein digitale Optimierung des Klangs (DSP). Neben dem hohen Tragekomfort und manuell flexibel einstellbaren Bass ist es auch möglich, die Lautstärke von Spielen (oder eben auch Kommunikationsprogrammen) getrennt von der Sprachlautstärke zu regeln.

High-End-Empfehlung: Corsair Virtuoso RGB Wireless SE ab 210 Euro

High-End-Empfehlung: Corsair Virtuoso RGB Wireless SE
Vergrößern High-End-Empfehlung: Corsair Virtuoso RGB Wireless SE
© Corsair

Das Corsair Virtuoso RGB Wireless SE überzeugt im Test und bietet jede Menge Funktionen: Es lässt sich nicht nur kabelgebunden via USB oder Klinke betreiben, sondern auch noch komplett kabellos über eine 2,4-GHz-Funkverbindung. Neben einer sehr edlen Aufmachung und einem hohen Tragekomfort verdient vor allem das Mikrofon Lob - denn normalerweise sind die bei Wireless-Headsets eine Schwachstelle.

Grundsätzliche Tipps

Selbst das beste Headset ist machtlos gegen eine instabile Verbindung oder eine stark komprimierte Tonspur – oder eben gegen einen Gesprächsteilnehmer, der ein mieses oder falsch eingestelltes Headset nutzt. Stellen Sie also sicher, dass Sie sich in einem schnellen, stabilen WLAN befinden, sobald es in ein Telefonat geht. Am stabilsten sind natürlich kabelgebundene Notebooks oder PCs. Besonders wichtig: Prüfen Sie vor jedem Call mit den integrierten Tests der Programme oder mit Testanrufen bei einem Kollegen, ob das Headset auch richtig erkannt wird und funktioniert. Nichts ist peinlicher als ein Konferenzteilnehmer, der verzweifelt versucht sein Headset in Gang zu bringen, während alle auf ihn warten müssen.

Für das Gespräch selbst stellen Sie sicher, dass die Fenster und Türen in Ihrem heimischen Büro geschlossen sind. Wenn möglich, informieren Sie die Mitbewohner oder Familie darüber, dass Sie gleich ein wichtiges Gespräch führen müssen und dafür Ruhe benötigen. Auch wenn es natürlich herrlich witzig ist, wenn im Hintergrund der Hund bellt oder sich das Kind über zu wenig Aufmerksamkeit beschwert. In einem ernsten Telefonat ist es unangebracht und wirkt unprofessionell.

Zusätzliche Funktionen für mehr Komfort

Um auf besonders laute oder leise Gesprächspartner entsprechend und schnell zu reagieren, empfehlen wir einen extra Lautstärkeregler, der sich entweder direkt am Headset selbst oder am Kabel befindet. Am intuitivsten sind hier Drehräder anstelle von Knöpfen.

Als nicht weniger nützlich erweist sich eine Mikrofonstummschaltung, um auf plötzliche Nebengeräusche schnell zu reagieren oder sich bei einem Niesanfall temporär auszuklinken. Die Stummschaltung kann über eine separate Taste oder bei manchen Modellen auch durch das Hochklappen des Mikrofonarms realisiert werden. Manche Geräte verfügen auch über eine kleine Status-LED, die Ihnen anzeigt, ob das Mikrofon aktuell aufnimmt, oder nicht. So bleiben Ihnen merkwürdige Nachfragen erspart, ob man Sie aktuell auch wirklich hört.

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