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Die besten Gaming-Stühle im Test (2022)

14.08.2022 | 09:20 Uhr |

Vernachlässigen Sie nicht Ihren Stuhl als Teil des Gaming-Setups. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei einem Gaming-Chair achten sollten. Und wir stellen die besten Modelle vor, die Sie aktuell kaufen können.

Ob COD oder Age of Empires - wenn Gamer in fremde Welten eintauchen, wird schnell die Zeit vergessen. Da schmerzt mit der falschen Sitzgelegenheit bald der Rücken. Doch nicht nur aus ergonomischen Gründen sind Gaming-Chairs gefragter denn je. Vor allem die Optik ist für anspruchsvolle Zocker ein Kaufargument.

Gaming-Stühle gibt es in allen Formen und Größen, um sich an unterschiedliche Körperformen anzupassen. Bei der großen Auswahl auf dem Markt ist es schwierig, den besten Stuhl für die eigenen Bedürfnisse zu finden - und genau da kommen wir ins Spiel. Hier ist unsere Auswahl der besten Gaming-Chairs. 

Backforce One Plus: Empfehlung der Redaktion

Backforce One Plus
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© Backforce Interstuhl

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  • Vorteile: erstklassige Verarbeitung, viele Funktionen, 10-Jahres-Garantie,

  • Nachteile: Teuer

  • UVP:  ab 649 Euro

Der Gaming-Stuhl ist „Made in Germany“ und punktet in den Bereichen Materialwahl, Verarbeitung, Design, Ergonomie und Funktionsumfang – inklusive einer 10-Jahres-Garantie! Die verbesserte Plus-Variante des Backforce One (Link zum Test) kommt mit gepolsterter 5D-Armlehne und bietet im Vergleich zum Vorgänger noch mal mehr Komfort und Ergonomie. Einen Pluspunkt sammelt der Backforce One dagegen mit den wegklappbaren Armlehnen, das kennen wir sonst noch von keinem anderen Stuhl.

Das Design hebt sich von dem Einheitsbrei deutlich ab und ist als futuristisch und sogar etwas extravagant zu beschreiben. Als Materialien verwendet der Hersteller einen Holzkern, Dual-Core-Schaum und eine Mischung aus Stoff- und Kunstlederbezug, deren jeweilige Vorteile optimal zur Geltung kommen. So sind die atmungsaktiven Stoffelemente in den Sitzbereichen anzutreffen, wohingegen das PU-Leder als optisches Element zum Einsatz kommt. Wortwörtliches Highlight ist die leuchtende LED-Brosche auf der Rückseite des Stuhls.

Empfehlung der Redaktion: Backforce One Plus
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Den ausgezeichneten Features des Vorgängers wurden zusätzlich eine in Tiefe und Höhe verstellbare Lordosenstütze sowie eine Sitztiefen- und Sitzneigeverstellung hinzugefügt. Hinzu kommt eine Wippfunktion mit Synchromechanik. Der Winkel der Wippfunktion ist mit 25 Grad aber leider nicht allzu groß. Sowohl die Sitzfläche als auch die Rückenlehne setzen auf geformte Holzschalen. Unter dem Strich bleiben in Hinsicht auf Ergonomie beim Backforce One Plus keine Wünsche offen. Auch beim Design geht Backforce mit dem One Plus einen eigenen Weg und hebt sich damit vom Einheitsbrei der Gaming-Stühle ab. Mit Shoulder-Patches und Special-Editions lässt sich der Gaming-Stuhl auch noch anpassen.

 

Recaro Exo Gaming Stuhl: Ergonomie-Thron für E-Sportler

Recaro Exo Gaming Chair 2.0
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© Recaro

Recaro Exo Gaming Chair bei Amazon

  • Vorteile: Klasse Materialauswahl, gute Verstellbarkeit

  • Nachteile: teuer

  • UVP: 948,99 Euro

Der Backforce One Plus ist Ihnen nicht „premium“ genug? Dann sollten Sie einen Blick auf den Recaro Exo werfen. Gamer loben besonders die Materialwahl und Ergonomie des Stuhls - allen voran die Armlehnen. Diese lassen sich so individuell wie bei kaum einen anderen Stuhl anpassen. Darüber hinaus lädt der Hersteller mit seinem bequemen Mehrzonen-Schaum, der aus dem Automotive-Bereich stammt, zum Probesitzen ein. Zusammen mit dem rutscharmen Stoff und sowie dem Nackenschild soll der Komfort auf ein neues Level gehoben werden. Aber probieren Sie selbst. 

Ebenso spannend beim Recaro Exo Gaming Chair: Die Bauteile des Stuhls kommen aus Deutschland und der EU. Produziert wird der Recaro Exo Gaming Chair hierzulande. Zusätzlich trägt der Exo das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Diese freiwillige Prüfung bestätigt die Einhaltung von strengen Vorschriften in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit. 

Snakebyte Gaming Seat EVO: Spar-Tipp

Snakebyte Gaming Seat EVO
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© Snakebyte

Snakebyte Gaming Seat EVO bei Amazon

  • Vorteile: günstig, auch für größere Gamer geeignet

  • Nachteile: Fußkreuz aus Plastik

  • UVP: 179,99 Euro

Mit dem Gaming Seat EVO hat Snakebyte einen wahren Hingucker im Portfolio. Den in schwarz gehaltenen Gaming-Stuhl gibt es neben der komplett schwarzen Variante noch in zwei weiteren Ausführungen mit je einer Akzentfarbe.

Beim Material setzt Snakebyte vor allem auf Kunstleder. Dazu kommen farbige Stoffakzente. Trotz der vorhandenen Nacken- und Lendenkissen müssen Gamer jedoch Abstiche in Sachen Ergonomie hinnehmen. Die geschwungenen Armlehnen des Stuhles lassen sich lediglich gemeinsam mit der Rückenlehne verstellen. Dafür sind die Armlehnen vergleichsweise lang – und eigenen sich auch für größere Gamer. Beim Fußkreuz setzt der Hersteller statt auf Aluminium oder Holz auf günstiges Plastik. 

Secretlab Titan Evo (2022): Komfortabel & ergonomisch

Secretlab Titan Evo (2022)
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© Secretlab

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  • Vorteile: Raffiniertes und komfortables Design, hervorragende integrierte Lendenwirbelstütze, magnetische Elemente 

  • Nachteile: Teuer

  • UVP: ab 519 Euro

Der Secretlab Titan Evo (2022) ist die Kombination der bisherigen Titan- und Omega-Linien von Secretlab. Er vereint die besten Designelemente der beiden Linien in einem schicken Paket, gespickt mit neuen Ideen, die man bei keinem anderen Gaming-Stuhl findet. Der Secretlab Titan Evo verzichtet auf das traditionelle Schalensitzdesign, das bei vielen Gaming-Stühlen zum Einsatz kommt, und bietet stattdessen ein neues Kieselstein-Sitzdesign mit einer sanfteren Neigung als frühere Secretlab-Modelle. Sie trägt dazu bei, den Körper in die Mitte des Stuhls zu führen, um eine maximale Unterstützung zu bieten. 

Die Sitzfläche ist mit Neo Hybrid-Kunstleder oder SoftWeave-Stoff bezogen, je nachdem, welchen Stil Sie bevorzugen. Für beide Materialien sind verschiedene Farboptionen verfügbar. Die Sitzfläche selbst ist in den Größen XS, R und XL erhältlich und passt somit zu fast jedem Körpertyp. Unter dem Material befindet sich der für Secretlab typische Kaltschaum mit Memory-Effekt, der wohl zu den besten gehört, die man in einem Gaming-Stuhl finden kann. Er ist stützend, ohne zu fest zu sein, und passt sich beim Sitzen langsam an die Form Ihres Körpers an, ohne dass irgendwo auf dem Stuhl dünne Stellen zu sehen sind. 

Der Stuhl ist höhenverstellbar, lässt sich um 85 bis 165 Grad neigen, ist wippbar und verfügt über 4D-verstellbare Armlehnen mit Metallknöpfen, die das hochwertige Gefühl des Stuhls noch verstärken. Diese 4D-Armlehnenpolster sind ebenso wie das weiche Kopfkissen aus Memory-Schaumstoff und andere Elemente des Stuhls mit Magneten ausgestattet – ein Novum in der Gaming-Stuhlbranche. Dies erleichtert die Einrichtung, da weniger kleine Schrauben zu lösen sind, und ermöglicht den Austausch der Armlehnenpolster, sobald die ersten Anzeichen von Abnutzung auftreten. Außerdem ist es cool, ein schwebendes Kopfkissen anstelle eines mit Gurten befestigten Kissens zu haben. 

Die integrierte, verstellbare Lendenwirbelstütze befindet sich auf der Rückseite, sodass die lästigen Lendenwirbelkissen überflüssig sind. Der Mechanismus ist direkt in die Rückenlehne des Stuhls integriert, und durch einfaches Drehen des Knopfes an der Seite des Stuhls lässt sich der Grad der gefühlten Unterstützung genau einstellen. Während diese Funktion bereits in Produkte anderer Hersteller zu finden ist, bietet der neueste Stuhl von Secretlab einen zweiten Drehknopf, mit dem Sie auch die Höhe der Lendenwirbelstütze einstellen können. Das sorgt für ein noch komfortableres, stützendes Erlebnis. 

Noblechairs Epic Black Edition: Bester Stuhl mit veganem "Leder"

Noblechairs Epic Black Edition
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© Noblechairs

Noblechairs Epic Black Edition bei Amazon

  • Vorteile: Veganes "Leder", Gurtlöcher für Simulationsgeräte, gute Luftzirkulation

  • Nachteile: dickes Lendenkissen, fester als andere Stühle

  • UVP: 499,99 Euro

Das deutsche Unternehmen Noblechairs hat ein neues Material für seine Gaming-Stühle im Programm. Das lederähnliche Hybridmaterial, das für die Black Edition des Icon, Hero und - hier im Test - Epic erhältlich ist, bietet die Vorteile von PVC und PU, ohne dass dafür Kühe geopfert werden müssen. Es ist daher zu 100 Prozent vegan. Dennoch sieht es aus und fühlt sich an (riecht aber nicht) wie Nappaleder. 

Dank der Mikroporen ist es sehr luft- und wasserdurchlässig. Das bedeutet, dass man sich nach langen Spielesessions nicht heiß oder verschwitzt fühlt. Unter den schwarzen Bezügen befindet sich Kaltschaum, der deutlich fester ist als bei den meisten Stühlen und von manchen als etwas hart empfunden werden könnte. Er ist jedoch sehr strapazierfähig und trägt sich ein wie ein Paar Schuhe. Der Epic ist, wie der Secretlab Titan, ein großer Stuhl, der sich am besten für größere Spieler eignet. Die Sitzfläche ist breit und anpassungsfähig, und die Gasdruckfeder hebt den Stuhl in eine angenehme Höhe. In der niedrigsten Einstellung befindet er sich etwa 50 cm über dem Boden, was bedeutet, dass Sie vielleicht eine Fußstütze verwenden sollten, wenn Sie kleiner als 1,70 m sind. Alternative können Sie bei Caseking auch etwas kürzere Gasdruckfedern (-3 cm, -5 cm) für rund 30 Euro bestellen.

Der Epic lässt sich nicht nur in der Höhe verstellen, sondern auch um bis zu 140 Grad nach hinten neigen und ist mit einem Hebel zum Feststellen der Position ausgestattet. Die neuen 4D-Armlehnen der Black Edition haben Metallknöpfe und eine weichere (wenn auch immer noch feste) Polsterung. Sie lassen sich besser als die meisten anderen in der Höhe, zur Seite und nach vorne/hinten verstellen. Außerdem lassen sie sich nach innen und außen schwenken. Wo billigere Stühle Kunststoff verwenden, hat der Epic ein Metallgestell und leise 60-mm-Rollen. 

Leider wird die Lendenwirbelstütze durch ein Kissen gewährleistet, das wahrscheinlich zu dick ist, um viel Nutzen zu bringen: Wir bevorzugen die integrierte, automobilähnliche Einstellung anderer Stühle wie beim Backforce One Plus und Secretlab Titan Evo. Wenn Sie auf der Suche nach einem Gaming-Stuhl für eine Renn-Simulation sind, ist dies eine großartige Wahl. Es gibt übrigens Gurtlöcher, wenn Sie den zusätzlichen Schritt machen und sich tatsächlich anschnallen möchten.

 

Anda Seat Dark Demon Pro: Preis-Tipp

Anda Seat Dark Demon Pro
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© Anda Seat

Anda Seat Dark Demon Pro bei Amazon

  • Vorteile: Schlichtes Design, attraktiver Preis, passt zu verschiedenen Körpertypen

  • Nachteile: Schlechter Kippmechanismus

  • UVP: 299,99 Euro

Wenn der Anda Seat Fnatic Edition für Ihren Geschmack etwas zu groß und laut ist, ist der Dark Demon des Unternehmens wahrscheinlich die bessere Wahl für Sie. Der Dark Demon ist entweder in Schwarz und Rot oder ganz in Schwarz erhältlich (was wir getestet haben) und ist ein Schalensessel, der auch in einer Büroumgebung gut aussehen könnte. Mit dem Design eines Schalensitzes mit einem dicken unteren Kissen und Flügeln auf beiden Seiten nutzt Anda Seat seine Erfahrung mit Autositzen für den Dark Demon. 

Der Dark Demon hat die Größe L und nicht XL wie die Fnatic Edition, ist also etwas kleiner und wird für Personen mit einer Größe von bis zu 1,80 m und einem Gewicht von bis zu 170 kg empfohlen. Was die Materialien betrifft, so ist der Stuhl mit strapazierfähigem PVC-Synthetikleder überzogen, das mit einer Schicht Memory-Schaumstoff versehen ist, damit Sie es bequem haben. Obwohl die Kunststoffbeschläge die Gesamtkonstruktion etwas schmälern, sorgen ein stabiler Stahlrahmen und ein fünfbeiniger Aluminiumsockel dafür, dass Sie während Ihrer Gaming-Sessions sicher stehen. 

Wie man es von einem Gaming-Stuhl erwartet, ist der Dark Demon individuell anpassbar, nicht nur in Bezug auf die Sitzneigung, sondern in Bezug auf die Höhenverstellung, die 4D-Armlehnen und die Lendenwirbelstütze (in Form von Kissen). Ein Bereich, in dem er nicht ganz auf der Höhe ist, ist die Neigungsfunktion; in aufrechter Position ist es fast unmöglich, ihn zu wippen. Erst wenn man sich zurücklehnt – fast bis in die Waagerechte –, wird die Neigung spürbar. 

Drei Dinge sprechen für den Dark Demon: das zurückhaltende Design, der Preis im Vergleich zu den meisten Gaming-Stühlen in unserer Übersicht und seine Eignung für größere Spieler - wenn auch nicht ganz in dem Maße wie bei der Premium-Edition des Fnatic. Wenn diese Punkte auf Sie zutreffen, könnten Sie mit dem Dark Demon einen Gewinner finden.

Noblechairs Hero: Robuster Stuhl für schwere Gamer

Noblechairs Hero
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© Noblechairs

Noblechairs Hero bei Amazon

  • Vorteile: ergonomisch, gute Verstellbarkeit

  • Nachteile: Mitunter Qualitätsprobleme

  • UVP: 459,90 Euro

Luxuriöse Optik und Features satt – das Hero-Modell des Herstellers Noblechairs hat einiges zu bieten. Besonders die Ergonomie des Stuhls überzeugt auf den ersten Blick. So ist die eigentliche Lendenstütze direkt im Stuhl integriert und verstellbar. Darüber hinaus kann die Rückenlehne bis zu 125 Grad abgesenkt werden und die Armstützen lassen sich in vier Richtungen verstellen.

Als Überzugsmaterial stehen Stoff und Kunstleder sowie - gegen Aufpreis - auch echtes Leder zur Verfügung. Diese bilden verschiedene Themen ab: von Doom bis Real Madrid. Eine Grundstruktur aus Aluminium verspricht zudem langanhaltende Stabilität. Die vergrößerte Sitzfläche und Rückenlehne bietet auch größeren Personen viel Platz; in Kombination mit dem Stahlrahmen und dem hochwertigen Fußkreuz ist der Stuhl für eine Belastung von 150 kg ausgelegt.

Anda Seat Fnatic Edition: Ideal für große Gamer

Anda Seat Fnatic Edition
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© Anda Seat

Anda Seat Fnatic Edition bei Amazon

  • Vorteile: Leuchtendes Fnatic-Branding für Fans, komfortabel, verstellbar 

  • Nachteile: Übergroßes XL-Design

  • UVP: 449,99 Euro

Anda Seat hat vielleicht nicht den Bekanntheitsgrad von Backforce und Noblechairs im Gaming-Bereich, aber das Unternehmen hat einen Stammbaum für die Herstellung von Rennsitzen für Unternehmen wie BMW und Mercedes. Der Anda Seat Fnatic Edition ist ein Premium-Gaming-Stuhl, der mit PVC-Leder, hochdichtem Formschaum für den Körper und ausreichend Verstellmöglichkeiten für Neigung und Armlehnen ausgestattet ist, um das gesamte Erlebnis an die jeweilige Sitzposition anzupassen. 

Orangefarbene Akzente verlaufen an der Seite des Stuhls und an den Verstellhebeln unterhalb des Sitzes. Auf beiden Seiten der Kopfstütze befinden sich Anda-Seat-Logos und ein kleines Fnatic-Logo direkt in der Sitzschale. Das größte Fnatic-Logo befindet sich auf der Rückseite des Stuhls, ist aber einfach schwarz aufgenäht, was einen erfrischend subtilen Touch hat. Es ist allerdings überdimensioniert. 

Dieser Stuhl wird von Anda Seat als XL-Stuhl bezeichnet, und er ist ein echter Knaller. Er eignet sich für Personen bis zu einer Größe von 1,80 m und einem Gewicht von bis zu 220 kg. Die Flächen des Stuhls sind mit PVC-Leder überzogen, das bequem und hochwertig aussieht und sich auch leicht abwischen lässt. Allerdings kann ein schwarzer Ledersessel genauso heiß werden, wie man es erwartet. 

Unter dem Leder befindet sich 65 kg/m3 kaltgehärteter Schaumstoff auf einem Stahlrahmen. Das ist eine ziemlich hohe Dichte, was bedeutet, dass sich der Stuhl robust und steif anfühlt. Das hört sich vielleicht nicht besonders bequem an, aber im Grunde genommen ist es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ausreichender Nachgiebigkeit, damit Sie ein wenig einsinken können, und ausreichender Steifigkeit, um Ihren Rücken und Körper zu stützen. 

Alles in allem ist der AndaSeat Fnatic Edition ein hochwertiger Gaming-Stuhl, der gut gebaut, stabil und attraktiv ist – vorausgesetzt, man ist ein Fan des Fnatic-Brandings. Er ist nicht der günstigste Gaming-Stuhl auf dem Markt, aber das will er auch gar nicht sein. Denken Sie nur daran, dass er nur in XL erhältlich ist, was sowohl ein Segen als auch ein Fluch ist.

Noblechairs Icon: Office- und Gaming-Stuhl in einem

Noblechairs Icon
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© Noblechairs

Noblechairs Icon bei Amazon

  • Vorteile: Eine Auswahl an Materialien, dezentes Design, komfortabel 

  • Nachteile: Teuer, Harte Armlehnen

  • UVP: 339,99 Euro (519,99 Euro für die Leder-Variante)

Der Unterschied zwischen Gaming- und Bürostühlen ist oft schwer zu erkennen. Wenn Sie also einen hochwertigen Stuhl suchen, den Sie sowohl für die Arbeit in Ihrem Heimbüro als auch für das Spielen nach Feierabend verwenden können, sollten Sie sich den Icon ansehen. Er ist weniger ein „Rennwagen-Schalensitz“ als vielmehr ein Bürostuhl. Der Stil ist von der Innenausstattung luxuriöser Sportwagen inspiriert, sagt Hersteller Noblechairs. Und er ist sicherlich viel raffinierter als andere hier. 

Es gibt weniger offensichtliche Branding, was ihn zusammen mit dem Fehlen unnötiger Öffnungen für ein Renngurtzeug für reifere Gamer geeignet macht. Die Farboption (bei den Kunstledermodellen) bezieht sich nur auf die Nähte, und Sie können sich für schwarze Nähte entscheiden, wenn Sie dies bevorzugen. Der 1,5 mm dicke PU-Stoff ist dicker als bei den meisten Stühlen, dafür ist der Icon aber auch proportional teurer. 

Die neue TX-Stoffoption hat den gleichen Preis, strahlt aber ebenfalls Qualität aus. Für die Black Edition wird ein noch hochwertigeres Kunstleder verwendet, das dem von Luxusautos in nichts nachsteht. Und wenn der Preis wirklich keine Rolle spielt, gibt es die Modelle mit echtem Leder in Schwarz und – für Zigarrenraucher – in Schwarz und Cognac. Der innere Stahlrahmen des Icon ist 2 mm dick, während die meisten Konkurrenten 1 bis 1,5 mm verwenden. 

Wie beim Epic ist der Schaumstoff kalt gehärtet und nicht recycelt. Das 55-prozentige Raumgewicht mag sich zunächst hart anfühlen, aber das bedeutet auch, dass er seine Form behält und auch nach Monaten (und Jahren) der Nutzung nicht durchhängt. Wenn Sie also einen bequemen Stuhl zum Arbeiten und Spielen suchen, ist dies sicherlich einer der besten, die wir bisher gesehen haben. 

Diablo X-Player 2.0: Ergonomie satt

Diablo X-Player 2.0
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© Diablo Chairs

Diablo X-Player 2.0 bei Amazon

  • Vorteile: neun verschiedene Farben, gute Belüftung

  • Nachteile: Keine Verstellung von Arm- und Rückenlehne

  • UVP: 254,99 Euro

Der Diabolo X-Player 2.0 ähnelt zwar dem Snakebyte Gaming Seat EVO, hat aber in Sachen Ergonomie leicht die Nase leicht vorn. So sind die Armlehnen vertikal verstellbar und die Rückenlehne lässt sich bis zu 140 Grad neigen. Das dürfte für die meisten Gamer mehr als genug sein. Darüber hinaus kommt anstelle von Kunstleder Stoff als Bezugsmaterial zum Einsatz. Das ist zwar fleckenanfälliger, sorgt aber für eine bessere Belüftung.

Der eingebaute Kippmechanismus verspricht viel Bewegungsfreiheit. Die Rückenlehne ist um bis zu ca. 160 Grad neigbar. Dreidimensional verstellbare Armlehnen lassen die Arme perfekt entlasten. Dicke Polsterung bietet dagegen ein einzigartiges Sitzerlebnis. Neben der normalen Version gibt es dieses Model auch noch als Kid- bzw. King-Sized-Variante. Diese Vorzüge des in neun Farben erhältlichen Modells machen sich jedoch auch beim Preis bemerkbar. 

Nitro Concepts S300: Preis-Tipp unter den stoffbezogenen Stühlen

Nitro Concepts S300
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© Nitro Concepts

Nitro Concepts S300 bei Amazon

  • Vorteile: Günstig, Stoff- und Lederoptionen, Soft-Touch-Oberfläche 

  • Nachteile: 3D-Armlehnen rasten nicht ein, unbequeme Stützkissen

  • UVP: 279,90 Euro

Das erste, was Ihnen am S300 auffallen wird, ist das Material, aus dem er gefertigt ist. Während viele Gaming-Stühle aus Leder (oder Kunstleder) bestehen, ist der S300 mit Stoff gepolstert. Das Modell S300EX ist jedoch auch in PU-Leder erhältlich, was den Preis nur wenige erhöht. Die Verwendung von Stoff verleiht dem Stuhl ein anderes Gefühl als anderen Gaming-Stühlen, und wenn man einmal darüber hinweg ist, dass er Katzenhaare wie ein Magnet anzieht, bietet er ein weiches, bequemes Sitzerlebnis. 

Er ist in sieben Farben erhältlich, und die Stickerei passt sogar zu den Streifen auf dem Sockel des Stuhls. Es sind die kleinen Details, die den S300 zum Strahlen bringen. Unter dem Stoffbezug befindet sich geformter Kaltschaum, der weicher und atmungsaktiver ist als die Schaumstoffreste, die in preisgünstigen Gaming-Stühlen von Anbietern wie Amazon verwendet werden. 

Der S300 bietet eine 130-mm-Höhenverstellung und eine 14-stufige Wippfunktion, sodass Sie mit Ihrem Körpergewicht sanft im Stuhl wippen können. Außerdem kann er bis zu 135 Grad geneigt werden, was eine einfache Möglichkeit für ein kurzes Nickerchen während längerer Spielesessions bietet. Er verfügt über 3D-Armlehnen, die sich, wie der Name schon sagt, in drei Richtungen bewegen lassen – nach oben und unten, nach vorne und hinten sowie nach innen und außen. So können Sie zwar die perfekte Position für Ihr Setup finden, aber die Arme rasten nicht ein und rutschen oft nach vorne/hinten, wenn Sie sich mit etwas Druck anlehnen. 

Im Lieferumfang sind zwei ergonomische Stützkissen für den Nacken- und Lendenbereich enthalten, aber wir fanden, dass der Stuhl ohne letztere viel bequemer ist. Die Verarbeitungsqualität ist insgesamt anständig, auch wenn die Armlehnen bei Stößen ein wenig klappern. Oh, und Vorsicht mit der weißen Farboption, denn da es sich um Stoff handelt, wird er ziemlich schnell schmutzig.

Kaufberatung für Gaming-Stühle 

In den meisten Punkten unterscheiden sich Gaming-Stühle nicht von einem normalen Schreibtisch-Drehstuhl. Sie sind höhenverstellbar, verfügen über Rollen für eine reibungslose Bewegung auf dem Boden und Armlehnen. Doch wie bei vielen Gaming-Geräten sind auch Gaming-Stühle stylischer als ein normaler Bürostuhl und orientieren sich in der Regel an den Schalensitzen von Rennwagen. Was stilvoll ist und was nicht, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber worauf sollten Sie beim Kauf eines Gaming-Stuhls achten?

Ergonomie 

Einfache Stühle sind in der Regel nur höhenverstellbar. Es lohnt sich aber, einen Stuhl zu kaufen, der auch eine verstellbare Rückenlehne und verstellbare Armlehnen hat. Die Ergonomie ist sehr wichtig, deshalb brauchen Sie einen Stuhl, der ihre Wirbelsäule richtig stützt und sich dem Körper ausreichend anpasst, anstatt ihn in eine schlechte Haltung zu zwingen.

Die besten Gaming-Stühle 

Es ist selten, dass es Stühle gibt, die der Philosophie der Einheitsgröße folgen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich vergewissern, dass der Einstellbereich der Sitzhöhe zu Ihnen passt. Wenn möglich sollten Sie vor dem Kauf einen Laden aufsuchen, in dem Sie tatsächlich auf einem Stuhl sitzen können. 

Ob ein Stuhl für Sie bequem ist oder nicht, hängt davon ab, wie gut Sie in den Stuhl passen. Wir haben die Stühle hier mit großen und kleinen Menschen sowie mit großen und schlanken Körpern getestet, können aber nicht garantieren, dass Sie den Stuhl bequem finden werden. 

Sie erhalten nicht unbedingt einen ergonomischeren Stuhl, wenn Sie mehr Geld ausgeben, gute Ergonomie muss also nicht teuer sein. Einige Stühle sind mit abnehmbaren Kissen für die Lendenwirbelsäule (Rückenstütze) oder für eine Kopfstütze ausgestattet. Ein ergonomischer Stuhl sollte diese nicht benötigen, aber manche Menschen finden, dass sie für den besten Sitz und Komfort notwendig sind.

Langlebigkeit 

Wenn Sie mehr Geld ausgeben, erhalten Sie hochwertigere Materialien und eine bessere Verarbeitung. Auch wenn der Preis mancher Stühle Sie vielleicht zusammenzucken lässt, sollte ein qualitativ hochwertiger Stuhl viele Jahre, wenn nicht sogar ein Jahrzehnt oder länger halten. Bei den Einsteigermodellen mag sich der billige Schaumstoff anfangs gut anfühlen (manche Hersteller verwenden recycelte Schaumstoffreste), aber er könnte schon bald seine Struktur und damit seinen Halt verlieren, während hochwertiger Schaumstoff seine Form beibehält und auch schwerere Benutzer unterstützt.

In den technischen Daten eines Stuhls sollte immer das maximale Gewicht angegeben sein, das er tragen kann. Apropos Material: Das gängigste ist PU-Leder, auch bekannt als Kunstleder oder veganes Leder. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Kunststoff mit einer lederähnlichen Textur. Das ist keine schlechte Wahl: Es ist einigermaßen strapazierfähig, leicht zu reinigen und nicht teuer. Echtes Leder ist zwar teurer, hält dafür aber auch wesentlich länger. Einige Stühle bestehen aus einem wildlederähnlichen Material (oder sogar aus echtem Wildleder). Dieses Material ist nicht so leicht zu reinigen, fühlt sich aber weicher an, was manche Leute bevorzugen.

Garantie 

Da Gaming-Stühle über eine Gasdruckfeder zur Höhenverstellung und andere bewegliche Teile verfügen, ist es durchaus möglich, dass etwas kaputt geht. Natürlich ist eine längere Garantie besser, aber prüfen Sie immer, was die Garantie abdeckt.

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