Channel Header
33676

Die Schwächen des Microsoft-Virenschutzes (II)

Das für digitale Signaturen benutzte Public-Key-Verfahren selbst ist sicher, auch wenn nur eine geringe Verschlüsselungsstärke eingesetzt wird. Allerdings wirkt es nicht unbedingt gegen Viren: Man erinnere sich an Fälle wie Melissa: Solche Viren verschicken Dokumente, indem sie das Mailsystem und damit die Absenderadresse mißbrauchen. Das Opfer bekommt also Mail von Leuten, die es meist kennt und denen es oft genug auch vertraut. Gerade das nutzen Melissa und Co. aus, um sich lebhaft - trotz Makrovirenwarnung - zu verbreiten.

Leider wird die Überprüfung der digitalen Signaturen von Makros laut des Makroviren-Experten Stefan Kurtzhals nur halbherzig vorgenommen: Es reicht bereits aus, wenn eine digitale Signatur eines Makros vorhanden ist, damit Office allen anderen Makros ebenfalls traut. So ergibt das aufeinandertreffen von signierten Benutzermakros und unsignierten Virenmakros auch bei hoher Sicherheitsstufe keine Virenwarnung mehr - ein Virus kann ungehindert aktiv werden.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
33676