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Die Preise: Volumen-, Zeit- und All-you-can-surf-Tarife

18.12.2009 | 10:00 Uhr |

Alles dabei: Viele UMTS-Angebote kommen gleich mit einem passenden Stick
Vergrößern Alles dabei: Viele UMTS-Angebote kommen gleich mit einem passenden Stick
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Handy als UMTS-Modem: Achten Sie auf die Vertragsbedingungen
Immer mehr Handys unterstützen UMTS samt HSDPA, können mit dem PC per Kabel oder Bluetooth verbunden werden und eignen sich so zum mobilen Surfen. Ob Sie ein Handy mit UMTS-Modem besitzen, steht in der Bedienungsanleitung.
Achtung, Kostenfalle! Allerdings kann das mobile Surfvergnügen schnell zum finanziellen Fiasko werden – je nach dem, was für einen Handyvertrag sie haben. Vor allem alte Verträge sehen oft noch unglaubliche 19 Cent pro 10 KB vor, oder der Datentransfer wird nach Minuten abgerechnet. Ein Handy, das etwa erst nach 30 Minuten die Leitung dichtmacht, kann so schnell zur Kostenfalle werden.
Eigene SIM-Karte: Ihr Mobilfunk-Provider bietet keine günstige Datenoption zum Dazubuchen an? Hier bleibt die Möglichkeit, sich eine separate Handykarte für eine UMTS-Flatrate zuzulegen und die SIM-Karte im UMTS-Handy je nach Verwendungszweck zu tauschen. Wem das zu umständlich ist, der kann sich einen Dual-SIM-Adapter anschaffen (rund 20 Euro). Damit betreiben Sie zwei SIM-Karten parallel in einem Handy. Allerdings passt ein solcher Adapter nicht in jedes Gerät.
iPhone als UMTS-Modem: Seit der zweiten Generation (3G) und Version 3.0 des Betriebssystems lässt sich auch das iPhone als UMTS-Modem an PC und Mac nutzen. Die Tarifbedingungen von T-Mobile untersagen es aber, diese Tethering-Funktion zu nutzen. Eine entsprechende Tarif-Option bietet T-Mobile seit einigen Wochen für 20 Euro monatlichen Aufpreis an. Kunden, die einen iPhone-Vertrag der ersten Generation haben, können diese Option allerdings nicht nutzen.

Die Preise: Volumen-, Zeit- und All-you-can-surf-Tarife
Das Angebot an UMTS-Tarifen ist ähnlich vielfältig wie im Bereich DSL. Doch wie dort wird auch hier die Sache inzwischen übersichtlicher: Bestimmte Modelle rechnen sich für die Anbieter gar nicht mehr. Grundsätzlich zu unterscheiden sind Tarife, die nach Volumen oder Zeit abgerechnet werden, von Flatrates. Eine volumenbasierte Abrechnung lohnt sich nur für Anwender, die recht selten per UMTS ins Netz gehen. Selbst wer in kurzer Zeit eine große Menge Daten ziehen will, ist mit einer Tages-Flat (siehe nächster Tipp) meist besser bedient als mit einem Zeit-Tarif.
Prepaid-Karte mit Volumenabrechnung: Damit kommt am günstigsten weg, wer nur gelegentlich surfen oder Mails abrufen will. So offerieren beispielsweise die Prepaid-Anbieter Aldi , Blau und Simyo einen MB-Preis von 24 Cent bei einer Taktung von 10 KB. Das ist gut für den Kunden: Er bezahlt nur die angebrochenen 10 KB, nicht gleich ein ganzes MB. Die drei Anbieter setzen allerdings auf das mäßig ausgebaute E-Plus-Netz.
Bei Fonic kostet das MB ebenfalls 24 Cent, bei einer 100-KB-Taktung. Fonic setzt auf das O2-Netz. Dieses ist UMTS-mäßig etwas besser ausgebaut als das von E-Plus, allerdings nicht so gut wie die Netze von T-Mobile und Vodafone. Wer bereit ist, ein paar Cent mehr zu bezahlen, sollte daher zu der Prepaid-Karte von Congstar greifen. Congstar nutzt das Netz von T-Mobile und berechnet pro MB 35 Cent bei einer Taktung von 10 KB.
Wer immer mal wieder per UMTS surft und gleich ein ganzes GB buchen will, sollte sich Blau und Simyo anschauen: 1 GB Datenvolumen, das innerhalb von 30 Tagen zu nutzen ist, kostet hier 9,90 Euro.
Wirklich UMTS-fähig? Beachten Sie, dass manche Prepaid-Anbieter ihren Kunden den UMTS-Beschleuniger HSDPA nicht freischalten. Außerdem gibt es einige Fälle, in denen ältere SIM-Karten die UMTS-Funktionen nicht unterstützen. Altkunden müssen zum Beispiel bei Simyo 10 Euro für eine neue Karte hinlegen.

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