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Die Nachteile der integrierten Grafikprozessoren

06.10.2008 | 08:37 Uhr |

Wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten. Wäre dem nicht so, gäbe es zu Gunsten der IGPs bereits keine dedizierten Grafiklösungen in Notebooks mehr. Hier kann man es auf einen Nenner reduzieren: Leistung. Ist ja auch logisch: Ein "grünes" 3-Liter-Auto weist auch nicht die Fahrleistungen eines Porsche auf. Kraft kommt von Kraftstoff, wie man so schön sagt.

Integrierte Grafikprozessoren (IGPs) verbrauchen wenig Energie und produzieren wenig Abwärme.
Vergrößern Integrierte Grafikprozessoren (IGPs) verbrauchen wenig Energie und produzieren wenig Abwärme.
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So leistungsfähig moderne IGPs auch mittlerweile geworden sind – sie können noch lange nicht mit modernen dedizierten Grafikchips mithalten. Vor allem im 3D-Bereich hängen sie hoffnungslos hinterher. Zwar kann man davon ausgehen, dass man mit heutigen IGPs auch nicht allzu fordernde 3D-Spiele spielen kann, aber das ist nur möglich, wenn die Auflösung niedrig bleibt und die prächtigen Details, die moderne Spiele so sehenswert machen, zurückgeschraubt werden. Opulente Grafik-Leckerbissen in Form der aktuellsten Top-Spiele sollte man besser ganz schnell vergessen.

Wie oben bereits beschrieben zeichnen sich IGPs noch durch ein weiteres Faktum aus: Sie haben keinen eigenen Videospeicher. Das bedeutet, dass sie sich einen Teil das Arbeitsspeichers abzweigen müssen, der dann nicht mehr für das System als Ganzes zur Verfügung steht. Das senkt die allgemeine Leistungsfähigkeit des Notebooks. Zwar nicht extrem, aber je nach Speicherbestückung durchaus spürbar.

Sonstiges
"Schwache Leistung" sollte man aber fairerweise relativieren. Notebook-IGPs können im 3D-Bereich zwar keiner guten Grafikkarte das Wasser reichen, bieten aber allemal genug Leistung für den 2D-Alltag. Egal, ob es um gängige Office-Anwendungen oder Multimedia-Applikationen geht: Die Leistung von IGPs reicht für flüssiges Arbeit auf dem praktisch gleichen Niveau wie dem von dedizierten Grafiklösungen aus.

IGPs spielen Videos ab, erlauben Foto- und Videobearbeitung und können sogar mehrere Bildschirme ansteuern. Der Anschluss digitaler Monitore ist ebenso möglich wie der komplikationslose Betrieb von Projektoren. Dedizierte Grafikkarten – vor allem die leistungsstarken Modelle – bieten zwar in der Regel und je multimedialer es wird überall ein Quentchen mehr Leistung, aber für den ganz normalen Office-Arbeiter fällt das kaum ins Gewicht.

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