819473

Diese Dienste & Programme sind besonders bedenklich

09.05.2011 | 11:09 Uhr |

Die größte Gefahr geht aber nicht von Ihrem Browser, Ihrer Suchmaschine oder Ihrem Sozialen Netzwerk aus. Sondern von Seiten, die Drittanbieter-Content sammeln. FriendFeed, um nur eine zu nennen, sammelt zum Beispiel sowohl Ihre Updates aus Facebook und aus Twitter. Um einen solchen Dienst zu nutzen, müssen Sie aber allen beteiligten Parteien und ihren Richtlinien zustimmen.

Aber was, wenn so eine Sammelstätte Daten von Ihrer Bank oder Ihrem Kreditkartenanbieter anhäuft? Einer der bekanntesten Sammler für Finanzdaten ist wohl die amerikanische Webseite Mint.com. Denn Mint sammelt die Daten seiner rund 4 Millionen Nutzer anonym. Auch, um sich bei der Webseite zu registrieren, sind anonyme Angaben ausreichend. Sie müssen sich etwa nicht mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse anmelden; zudem werden Nutzernamen Ihres Kreditkarten- und Bankkontos und die dazugehörigen Passwörter auf unterschiedlichen Servern gelagert. Bis heute wurde bei Mint.com keinerlei Datenklau publik.

Anonym Surfen mit Spezial-Browser

Trotzdem: wenn Drittanbieter Codes für einen bestimmten Service schreiben, ist das immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Erst im letzten Herbst gab Facebook beispielsweise bekannt, dass Programmierer von Anwendungen für das Soziale Netzwerk möglicherweise private Nutzerinformationen nach außen gegeben haben. Anwendungen wie Farm Ville und Texas Hold'em schickten ID-Nummern von Facebook-Nutzern an mindesten 25 verschiedene Werbe-Unternehmen. Eine an Facebook gerichtete Sammelklage hat deshalb genau diese Drittanbieter-Apps im Visier. Bei weit mehr als einer halben Million Apps auf Facebook, könnte die Anzahl der zu beanstandenden Anwendungen aber noch steigen.

So schützen Sie Ihr Android-Gerät vor Malware

Für Mobile App Stores wie die von Apple oder Google ist es, ähnlich wie bei Facebook, aber nahezu unmöglich jede einzelne App zu kontrollieren, die geschrieben wird - auch wenn Apple das nach wie vor versucht. Gerade diese Sicherheitslücken schließen aber Drittanbieter-Sicherheits-Apps wie Lookout Mobile Security. Solche Apps melden Ihnen sofort, welche Privatsphäre-Verletzungen eine App begehen könnte, wenn Sie sie installieren. Mit diesem Wissen im Gepäck können Sie selbst entscheiden, welche Apps Sie zulassen und auf welche Sie lieber verzichten möchten.

Tipp: Wir testen viele aktuelle Apps für Android oder das iPhone penibel auch im Hinblick auf den Datenschutz

PC-WELT Marktplatz

819473