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Der perfekte Internetanschluss und -tarif

08.07.2021 | 08:03 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

DSL, Kabel, Glasfaser oder vielleicht sogar Mobilfunk? Welche Bandbreite ist erforderlich, sinnvoll und bei Ihnen zu Hause überhaupt verfügbar? Bei der Wahl des passenden Internetzugangs gibt es vieles zu beachten: Unser Ratgeber erläutert, worauf es ankommt.

Die Deutsche Telekom hat die Zahl nochmals ausdrücklich bestätigt. Gerade einmal drei Prozent ihrer Festnetzkunden, die schnelles DSL mit einer Bandbreite von 250 MBit/s bekommen könnten, buchen diese Option tatsächlich. Ganz offensichtlich benötigt also längst nichts jeder die volle Geschwindigkeit, denn am Geld allein kann es nicht liegen: Ein VDSL-Zugang mit 50 MBit/s kostet monatlich nur etwa 15 Euro weniger als ein 250 MBit-Anschluss.

Damit sind wir mittendrin im Thema. Welche Internetanschlüsse gibt es überhaupt? Was kosten sie? Und welche eignen sich für welchen Zweck? Zudem existieren mit DSL, TV-Kabel, Glasfaser, Mobilfunk und Satellit prinzipiell unterschiedliche Zugangstechniken. Dies jedoch nicht überall, denn gerade bei der Verfügbarkeit lauert manche Überraschung.

Dieser Ratgeber soll einen Überblick verschaffen, indem er sinnvolle Bandbreiten und Tarife erörtert, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Techniken vorstellt, die Anforderungen an Router und Heimnetz nennt und schließlich das Sparpotenzial aufzeigt. Denn über die Anschluss- und Providerwahl sowie geschicktes Wechseln lassen sich alle zwei Jahre bis zu 500 Euro sparen – bei ansonsten gleichen Konditionen.

Die aktuell günstigsten Tarife finden Sie an dieser Stelle dagegen nicht, sie ändern sich ständig. Mal prescht ein Provider mit einem Angebot vor, eine Woche später startet ein anderer eine Aktion. Für den tagesaktuellen Check nutzen Sie bitte Onlinevergleiche wie die Tarifportale von PC-WELT/Verivox  oder Check 24 .

Lesetipp:   Genug Datenvolumen für alles

TV-Kabel und Glasfaser sind am schnellsten, DSL holt deutlich auf

Die Werbung suggeriert einen Gigabit-Anschluss für monatlich weniger als 20 Euro. Solch günstige Tarife gelten allerdings nur für die Anfangsmonate, danach wird es deutlich teurer, wie das Kleingedruckte zeigt.
Vergrößern Die Werbung suggeriert einen Gigabit-Anschluss für monatlich weniger als 20 Euro. Solch günstige Tarife gelten allerdings nur für die Anfangsmonate, danach wird es deutlich teurer, wie das Kleingedruckte zeigt.
© Vodafone

Glasfaseranschlüsse erlauben deutlich höhere Bandbreiten als die übrigen Anschlussarten, und zwar symmetrisch. DSL- und insbesondere Kabelanschlüsse dagegen bieten beim Upload meist nur einen Bruchteil der Downloadgeschwindigkeit. Glasfaser wiederum muss häufig erst verlegt werden, erfordert also eine völlig neue Netzinfrastruktur und damit hohe Investitionen. Der Ausbau startete also zunächst in den großen Städten, weil die Provider dort die meisten Kunden erreichen. Doch längst nicht überall dort, wo Glasfaser bereits verlegt wurde, steht es den Anwohnern auch zur Verfügung. Denn ist ein Gebäude (noch) nicht an die Leitungen in der Straße angeschlossen, liefern die Alternativen DSL und TV-Kabel unter Umständen mehr Speed.

Einen Kabelanschluss für den TV-Empfang haben hierzulande weit mehr als die Hälfte aller Haushalte – und damit auch einen schnellen Internetanschluss. Die aktuelle Technik auf Basis von Docsis 3.1 ermöglicht Gigabit-Geschwindigkeit (1000 MBit/s). Vodafone als größter Kabelprovider bietet diese Geschwindigkeit eigenen Angaben zufolge bereits an mehr als 22 Millionen Anschlüssen. Laut offiziellem Breitbandatlas der Bundesregierung erreicht Gigabit mittlerweile rund 60 Prozent aller deutschen Haushalte.

Ebenfalls kein Ausbauproblem existiert beim herkömmlichen Telefonnetz und damit bei den Internetzugängen per DSL. Beides ist flächendeckend vorhanden. Lange galten die Kupferleitungen mit VDSL beziehungsweise der Kanalbündelung durch Vectoring als ausgereizt, zumal die maximale Bandbreite von 100 MBit/s längst nicht überall zur Verfügung stand. Doch seit drei Jahren hat die Deutsche Telekom Tausende neuer Verteilerkästen aufgestellt und rückwärtig an schnelle Glasfaserleitungen angeschlossen. Die Signalweiterleitung in die Haushalte wurde durch den Einbau neuer Module beschleunigt, die das nutzbare Frequenzspektrum von 17 auf 35 MHz (DSL-Profil 35b) erweitern. Das ermöglicht in einem Umkreis von mehreren hundert Metern um die Verteilerkästen Datenraten von bis zu 300 MBit/s. Vermarktet werden diese Anschlüsse mit 250 MBit/s im Down- und 40 MBit/s im Upload. Sie stehen bundesweit in mehr als 25 Millionen Haushalte zur Verfügung, weitere zehn Millionen bekommen dadurch immerhin 100 MBit/s.

Mobilfunk oder Satellit als Alternative für Internet zu Hause?

Jede Anschlussart ans Internet erfordert einen spezifischen Router: Das gilt für DSL, Kabel und Glasfaser genauso wie für den mobilen Zugang. Das Bild zeigt die LTE-Speedbox der Telekom.
Vergrößern Jede Anschlussart ans Internet erfordert einen spezifischen Router: Das gilt für DSL, Kabel und Glasfaser genauso wie für den mobilen Zugang. Das Bild zeigt die LTE-Speedbox der Telekom.
© Telekom

Unlimitiertes Internet über Mobilfunk ohne Volumen- oder Geschwindigkeitsdrosselung ist von Ausnahmen abgesehen nach wie vor vergleichsweise teuer. Vodafone berechnet für seinen Tarif „Red XL Unlimited“ mit bis zu 500 MBit/s im Download knapp 80 Euro im Monat, die Deutsche Telekom sogar 85 Euro („MagentaMobil XL“, bis 300 MBit/s). O2/Telefónica verlangt für seinen Smartphone-Tarif O2 Free Unlimited Max (bis 500 MBit/s) 60 Euro, schließt in seinen AGBs jedoch stationäre Router aus – dagegen hat der Verbraucher zentrale Bundesverband Klage erhoben. Alle drei Provider unterstützen neben dem bisherigen LTE-Netz (4G) auch den 5G-Standard. Günstiger wird es, wenn man auf 5G verzichtet: Mobilcom-Debitel bietet im Tarif „Free Unlimited Max“ ungedrosseltes Internet mit bis zu 225 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload für knapp 50 Euro im Monat. Einen Euro pro Tag, also monatlich rund 30 Euro, kostet Freenet Funk Unlimited, die AGBs verbieten derzeit allerdings ebenfalls die Nutzung der SIM-Karte in stationären Routern.

Alternativ zu den genannten Tarifen gibt es solche, die entweder langsamer sind – zum Beispiel „My Home M“ von O2/Telefonica (Download 50 MBit/s, Upload 10 MBit/s) für 30 Euro pro Monat – oder solche, bei denen der Provider die Geschwindigkeit jenseits eines Freivolumens drosselt. Beispiele sind die Gigacube-Verträge von Vodafone: 125 GByte pro Monat kosten im 4G-Netz dort 35 Euro, 250 GByte 45 Euro, 5G optional jeweils zehn Euro mehr. Je nach Anbieter und Tarif kommen weitere Kosten für die Aktivierung oder den Router hinzu. Zur Einordnung: Laut Bundesnetzagentur betrug das durchschnittliche Datenvolumen eines Festnetzanschlusses 2020 – und damit größtenteils schon während der Corona-Pandemie – bei monatlich 175 GByte.

Wichtig: Prüfen Sie vorab beim Provider oder Netzbetreiber für Ihren Standort die tatsächlich zur Verfügung stehende Bandbreite. Die Bundesnetzagentur stellt ebenfalls eine Karte zur Mobilfunkabdeckung zur Verfügung , die 5G-Darstellung war darin bei Redaktionsschluss allerdings noch nicht aktiv.

Interessant für DSL-Festnetzkunden der Telekom ist die Hybrid-Option: Für monatlich fünf Euro Aufpreis erhält man zusätzlich einen nicht volumenbegrenzten LTE-Zugang. Dafür ist ein spezieller Router erforderlich.

Viel getan hat sich zuletzt bei den Satellitenzugängen: Der französische Satellitenbetreiber Eutelsat bietet unter der Marke Konnect   eine Internetflatrate per Satellit. Die Tarife mit Download-Bandbreiten von 30, 50 und 100 MBit/s kosten monatlich knapp 30, 45 beziehungsweise 70 Euro. Der Upload trägt jeweils fünf MBit/s. Eingeschränkt wird das Surfvergnügen durch Kosten für Hardware und Installation, eine Speeddrossel bei „Systemauslastung“ und die systemimmanenten hohen Latenzzeiten. Für schnelle Onlinespiele eignet sich Internet per Satellit daher kaum. Das Konkurrenzangebot von Starlink befindet sich in Deutschland noch in der Testphase.

So schnell ist Ihr Netzwerk: Bandbreite messen

Bedarfsanalyse: Welche Bandbreite benötigt man tatsächlich?

Gründe, über einen neuen Internetanschluss nachzudenken, gibt es genug: eine schnellere Leitung, ein günstigeres Angebot, die Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Anbieter oder der Wechsel der Zugangstechnik. Doch vor dem Wechsel sollte man sich über den eigenen Bedarf klar werden. Schließlich benötigt ein Single-Haushalt meist weniger Bandbreite als eine Familie, in der alle Personen gleichzeitig an Videokonferenzen für Homeoffice und Schooling teilnehmen.

Da gilt es vor allem beim Kabelanschluss aufzupassen. Wenn mancher Provider selbst bei auf den ersten Blick schnellen Leitungen den Upload auf sechs oder acht MBit/s begrenzt, stehen jeder Person in einem 4-Personen-Haushalt gleichzeitig maximal zwei MBit/s zur Verfügung: Das eigene Kamerabild wird entsprechend schlecht übertragen. Wichtig ist der Upstream auch für Freiberufler und Kleinunternehmen, die regelmäßig große Datenmengen verschicken.

Überschätzt wird dagegen oft die Bandbreite beim Videostreaming. Für die Übertragung in Full-HD bei Amazon oder Netflix genügen schon fünf MBit/s, Fernsehen über das Internet kommt pro Kanal mit weniger als 10 MBit/s aus. Prinzipiell genügt also selbst VDSL 25 für zwei oder drei parallele Streams, Reserven gibt es dann allerdings nicht. Wer in 4K sehen möchte, benötigt die vierfache Bandbreite. Abhängig von der Bandbreite sind auch Downloads unterschiedlich schnell. So dauert das Herunterladen von einem GByte – durchaus typisch für ein größeres Update – bei VDSL 25 mehr als fünf Minuten, während Supervectoring es in 30 Sekunden erledigt. Nochmals schneller sind TV-Kabel und Glasfaser.

Unsere Übersicht unten informiert über die verschiedenen Anschlussarten, Bandbreiten, Provider, Einsatzzwecke, Kosten und Verfügbarkeit. Apropos Kosten: Die Gebühren steigen nur moderat, wenn man sich für mehr Bandbreite entscheidet. Für fünf bis zehn Euro Aufpreis steht mindestens die doppelte Bandbreite zur Verfügung. Es macht also ebenso wenig Sinn, an den letzten fünf Euro zu sparen, wie den teuersten Tarif zu buchen, wenn man ihn definitiv nicht benötigt.

Internetanschlüsse: Bandbreite, Technik und Einsatzzweck

DSL 16 bzw. 25

VDSL 50

Vectoring (VDSL 2)

Supervectoring (35b)

Kabel

Gigabit-Kabel

Glasfaser

LTE/5G

Satellit

Anbieter

diverse Anbieter

diverse Anbieter

diverse Anbieter

diverse Anbieter

PYUR, Vodafone, regionale Provider

PYUR, Vodafone, regionale Provider

Telekom, Vodafone, 1&1, Deutsche Glasfaser, regionale Provider

u.a. O2/Telefónica, Telekom, Vodafone, Freenet, Mobilcom-Debitel

Eutelsat/Konnect, Starlink (Betatest)

Max. Download-Bandbreite

16 bzw. 25 MBit/s

50 MBit/s

100 MBit/s

250 MBit/s

100 - 500 MBit/s

1.000 MBit/s

1.000 MBit/s

200 - 500 MBit/s

30 - 100 MBit/s

Max. Upload-Bandbreite

1 - 5 MBit/s

10 MBit/s

40 MBit/s

40 MBit/s

8 - 25 MBit/s

50 MBit/s

500 MBit/s

50 - 100 MBit/s

5 - 20 MBit/s

Anschlusstechnik

Telefonnetz

Telefonnetz

Telefonnetz

Telefonnetz

TV-Kabelnetz

TV-Kabelnetz

Glasfaser**

Mobilfunk

Satellit

Verfügbarkeit

fast überall

fast überall

fast überall

großflächig

großflächig

großflächig

begrenzt

großflächig***

großflächig

Kosten (monatlich)*

25 - 30 Euro

30 - 40 Euro

35 - 45 Euro

45 - 55 Euro

30 - 45 Euro

50 - 55 Euro

70 - 90 Euro

30 - 85 Euro

30 - 100 Euro

Besonderheiten

teilweise langsamer Upload

-

-

-

Provider nicht frei wählbar, teilweise langsamer Upload

Provider nicht frei wählbar

-

Bandbreite abhängig von Standort und Auslastung

Ersatz für langsames DSL, nicht geeignet für Online-Gaming

Geeignet für

1 - 2 Nutzer

Familie nur bedingt

Familie, Kleinunternehmen

Familie, Kleinunternehmen

Familie nur bedingt

Familie, Kleinunternehmen

alle

Familie, Kleinunternehmen

Familie, Kleinunternehmen

* Reguläre Gebühren für Internet- und Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz ohne Aktionsangebote

** unterschiedliche Abschlusspunkte (Gehweg, Keller, Wohnung usw.)

*** Verfügbarkeitsprüfung:  www.breitband-monitor.de/mobilfunkmonitoring/karte

Bestandsaufnahme: Bandbreite messen und Engpässe aufspüren

Am Router liefert die Leitung über 61 MBit/s (oben), am Rechner kommen per WLAN nur gut 43 MBit/s an. Hier hilft kein schnellerer Anschluss, wichtiger ist die bessere Weiterverbreitung im Heimnetz.
Vergrößern Am Router liefert die Leitung über 61 MBit/s (oben), am Rechner kommen per WLAN nur gut 43 MBit/s an. Hier hilft kein schnellerer Anschluss, wichtiger ist die bessere Weiterverbreitung im Heimnetz.

Wenn Sie den Provider wechseln oder mehr Bandbreite buchen möchten, weil der bestehende Anschluss „so langsam“ ist, sollten Sie ihn zuvor genau unter die Lupe nehmen. Was haben Sie aktuell gebucht, was kommt am Router an und was steht tatsächlich am PC zur Verfügung? Die gebuchte Bandbreite entnehmen Sie in den Vertragsunterlagen oder den Tarifdetails nach dem Einloggen beim Provider. Die tatsächliche Geschwindigkeit lesen Sie aus dem Router aus. Besitzen Sie eine Fritzbox, loggen Sie sich durch Eintippen von fritz.box in die Browseradresszeile auf der Benutzeroberfläche des AVM-Gerätes ein: Die Geschwindigkeit für Down- und Upload steht gleich in der Übersicht.

Alternativ messen Sie die Bandbreite, indem Sie auf dem PC den PC-WELT Speedtest  oder die Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur  verwenden. Wichtig ist dabei, dass Sie während der Messung keinerlei sonstigen Onlineaktivitäten ausführen und dass Ihr Rechner optimal mit dem Router verbunden ist, idealerweise per LAN-Kabel. Wiederholen Sie die Prüfung mehrfach, bei einem Kabelanschluss auch in den Abendstunden. Denn in diesen Zeiten ist der Anschlussknoten des Providers meist stärker belastet, sodass jedem einzelnen Nutzer weniger Bandbreite zur Verfügung steht.

Ebenso wichtig ist ein dritter Messwert, nämlich die Bandbreite an Ort und Stelle der PC- oder Notebook-Nutzung. Einschränkungen gibt es vor allem dann, wenn die Geräte weit vom Router entfernt platziert und mit diesem über WLAN oder Powerline-Adapter verbunden sind. Wiederholen Sie die Speedtestmessungen deshalb im Alltagsszenario und vergleichen Sie die Messwerte mit der Bandbreite am Router beziehungsweise unter Idealbedingungen. Liegen beide Werte auseinander, stellt Ihr Heimnetz den Flaschenhals dar: Ein schnellerer Internetanschluss würde also nichts verbessern, hier kommt es vielmehr auf Verbesserungen im Heimnetz an.

Tipp: Liefert Ihr Provider mehrfach oder dauerhaft nicht die zugesagte Bandbreite, können Sie dies bei der Bundesnetzagentur beanstanden. Informationen zur beweissicheren Dokumentation und zum Beschwerdeverfahren finden Sie unter www.breitbandmessung.de

Wechseln: Verfügbarkeit prüfen, Provider und Anschlussart wählen

Lange Zeit war der Internetzugang über Satellit nicht nur teuer, sondern galt auch als exotisch. Mittlerweile aber können die „Anschlüsse“ aus dem All bei Preis und Bandbreite durchaus mit DSL konkurrieren.
Vergrößern Lange Zeit war der Internetzugang über Satellit nicht nur teuer, sondern galt auch als exotisch. Mittlerweile aber können die „Anschlüsse“ aus dem All bei Preis und Bandbreite durchaus mit DSL konkurrieren.

Die generellen Tarife der Provider sind das eine, die tatsächlich an Ihrer Wohnadresse verfügbaren das andere. Was bei Ihnen möglich ist, erfahren Sie über die Online-Tarifrechner von PC-WELT/Verivox  oder Check 24 .

Diese zeigen über die genaue Adresse nur die tatsächlich angebotenen Provider und Tarife, andere Portale zum Teil auch allgemeine Angebote. Das aber macht bei Kabel- und Glasfaserleitungen keinen Sinn, weil Sie hier anders als bei DSL den Provider nicht frei wählen können. Aussagekräftig ist nur die hausnummerngenaue Suche, schon im Nachbarhaus kann das Ergebnis anders ausfallen!

Während sich der Vergleich von PC-WELT/Verivox auf DSL und Kabel beschränkt und deshalb übersichtlicher ist, bietet Check 24 mehr Filter und Optionen: vom Installationsservice bis zu Internet per Satellit. In der Regel genügt es für sinnvolle Ergebnisse, die gewünschte Bandbreite, die Anschlusstechnik, Hardwareoptionen und gegebenenfalls die Vertragslaufzeit auszuwählen. Obwohl die beiden Portale insgesamt zuverlässig arbeiten, checken Sie vor Vertragsabschluss nochmals die Verfügbarkeit beim Provider selbst.

Dass die Online-Tarifrechner viel niedrigere Gebühren anzeigen als unsere Tabelle, hat seinen Grund darin, dass die Vergleichsportale Boni, Cashback-Aktionen und weitere Rabatte gleich einrechnen, und zwar in die monatlichen Durchschnittskosten bei Abschluss eines Zweijahresvertrages. Das führt zu niedrigen Preisen, die aber nur dann niedrig bleiben, sofern man seinen Provider nach 24 Monaten erneut wechselt. Sonst steigen die Gebühren auf den beim „Preis ab 25. Monat“ oder im gesetzlich vorgeschriebenen Produktinformationsblatt genannten Betrag. Mehr zum enormen Sparpotenzial beim Providerwechsel lesen Sie ganz am Schluss.

Ausführliche Informationen zum Vertragswechsel mit Schritt-für-Schritt-Anleitung, praktischen Tipps und Hinweisen zu Ihren Verbraucherrechten bietet unser Ratgeber „ Neuer Internetvertrag billiger und schneller “.

Der WLAN-Hotspot im Smartphone dient als Backup, falls der Anschlusswechsel nicht klappen sollte.
Vergrößern Der WLAN-Hotspot im Smartphone dient als Backup, falls der Anschlusswechsel nicht klappen sollte.

Unser Resümee aus vielen Jahren Erfahrung: Der Wechsel des Internetproviders funktioniert nicht zuletzt aufgrund des standardisierten Verfahrens in aller Regel völlig problemlos.

Sparen durch Providerwechsel

Der Tarifrechner von Check 24 zeigt für den 50-MBit-Anschluss monatliche Gebühren von zum Teil unter 25 Euro. Grund sind die eingerechneten Boni und Rabatte für Wechsel- und Neukunden.
Vergrößern Der Tarifrechner von Check 24 zeigt für den 50-MBit-Anschluss monatliche Gebühren von zum Teil unter 25 Euro. Grund sind die eingerechneten Boni und Rabatte für Wechsel- und Neukunden.

100 MBit/s per DSL für monatlich etwa 25 Euro, obwohl der reguläre Tarif 45 Euro kostet? Durchaus, allerdings nur für Neu- und Wechselkunden. Möglich machen dies anfangs reduzierte Monatsgebühren, Cashback-Aktionen und weitere Boni, welche die Provider und Vergleichsportale gewähren. Letztere geben nämlich einen Teil der Provision, die sie für Neuabschlüsse von den Zugangsanbietern bekommen, an die Verbraucher weiter. Über die übliche Vertragslaufzeit von zwei Jahren summiert sich die monatliche 20-Euro-Differenz auf insgesamt fast 500 Euro. Ab dem 25. Monat zahlt man den höheren Normalpreis – es sei denn, man kündigt rechtzeitig und wechselt den Provider erneut.

Dauerhaft günstige Anschlüsse gibt es am ehesten über das TV-Kabel. So kostet die reine Internet-Flatrate bei Eazy  mit einer Bandbreite von 20 MBit/s 13,99 Euro pro Monat, 40 MBit/s gibt es für 17,99 Euro. Ein WLAN-Router ist im Preis bereits enthalten. Da Eazy das Netz von Vodafone/Kabel Deutschland nutzt, ist der Tarif fast bundesweit erhältlich.

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