Die Installation von Whistler dauert nur knapp eine halbe Stunde: CD einlegen, booten und schon kann es mit der Installation losgehen.

Viele Auswahlmöglichkeiten hat der Anwender dabei nicht. Whistler möchte nur wissen, auf welche Partition es aufgespielt werden soll und welche Dateisystem diese Partition haben soll. Dann geht es schon los.

Der Anwender hat keine Möglichkeit festzulegen, welche Komponenten installiert werden sollen.

Kurz nach der Installation dann der erste kleine "Schock". Whistler verkündet, dass zum Betrieb ein Aktivierungscode erforderlich ist. Ohne diesen Code ist die vorliegende Version nur 30 Tage lauffähig. Den Aktivierungscode erhält man nach einer Registrierung über das Internet von Microsoft.

Die PC-WELT hat als eines der ersten deutschen Online-Magazine über die Pläne von Microsoft berichtet, Whistler mit einem umständlichen Registrierungs-Prozedere auszustatten. Unsere Berichterstattung sorgte (auch bei der Konkurrenz) für einigen Wirbel. Zunächst hieß es, Microsoft Deutschland hätte noch nicht entschieden, ob in der deutschen Version der Registrierzwang enthalten sein werde. Mittlerweile war aber zu lesen, dass der Registrierzwang sehr wohl in der deutschen Version enthalten sein wird.

Mit dem Registrierzwang will Microsoft ein wirkungsvolles Mittel gegen Raubkopierer schaffen. Ob dies die deutsche Rechtslage zulässt, wird sich zeigen müssen.

Update (06.02.2001): Mittlerweile hat Microsoft Deutschland offiziell bekannt gegeben, dass auch in Deutschland das neue Betriebssystem mit dem Registrierzwang ausgeliefert werden wird. Die Details zu dieser Entscheidung lesen Sie hier .

Bei dem Registrierungsbildschirm in der Beta-Version soll es sich dagegen noch um eine Attrappe handeln. Also klicken wir einfach auf "Weiter". Eine Internet-Verbindung haben wir zu diesem Zeitpunkt sowieso noch nicht eingerichtet.

Dafür kommt nach der abgeschlossenen Installation und dem ersten Start die erste positive Überraschung. Whistler hat auf dem Testrechner alle installierten Komponenten einwandfrei erkannt und konfiguriert. Es darf gleich losgelegt werden. Sogar die Soundkarte und der angeschlossene Joystick sind gleich einsatzbereit. Das DVD-Laufwerk wurde ebenso erkannt wie der eingebaute Brenner.

Insgesamt mehr als 1,5 Gigabyte sind während der Installation auf die Festplatte gelangt. Die Verkaufsversion von Whistler dürfte allerdings um einiges schlanker sein. Bei der Beta-Version sind noch viele Dateien enthalten, die später nicht mehr notwendig sein werden. Außerdem ist der Programm-Code noch nicht völlig optimiert.

Whistler Kopierschutz (noch) Attrappe (PC-WELT Online, 23.01.2001)

Neue Whistler Beta 2416 mit Kopierschutz (PC-WELT Online, 19.01.2001)

Microsoft dementiert Extra-Regelung für Deutschland (PC-WELT Online, 17.01.2001)

Doch kein Kopierschutz für Windows? (PC-WELT Online, 16.01.2001)

Neues Lizenzmodell für Whistler (PC-WELT Online, 08.01.2001)

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