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Geschwindigkeits-, Flatrate- und Tarifwechsel-Falle

01.08.2012 | 13:20 Uhr |

DSL-Geschwindigkeit messen mit www.speed.io
Vergrößern DSL-Geschwindigkeit messen mit www.speed.io

In der Praxis liefert ein DSL-Anschluss oft weniger Tempo, als er verspricht. Wenn sich zum Beispiel viele mit DSL beschaltete Telefonkabel im gleichen Kabelstrang befinden oder wenn Ihre Wohnung zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt ist, müssen Sie mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen. Ersteres ist oft in dicht besiedelten Gebieten der Fall, letzteres kann auf dem Land passieren. Wenn die Geschwindigkeit mit "bis zu" angegeben ist, also zum Beispiel "bis zu 16.000 KBit/s", haben Sie keinen Anspruch darauf, dass die Bandbreite auch wirklich erreicht wird.

Bandbreite - die Katze im Sack: Das Problem ist, dass die exakte Bandbreite durch eine Messung Ihrer Leitung festgestellt werden kann. Bei der Bestellung erhalten Sie aber, wenn überhaupt, nur einen vagen Richtwert angezeigt, der auf einer Berechnung der Leitungslänge beruht. 1&1 bietet immerhin inzwischen den Service, dass nach der Bestellung eine Messung erfolgt - und der Kunde informiert wird, wenn die mögliche Bandbreite zu stark von der bestellten abweicht. Man hat dann die Option, in einen günstigeren Tarif zu wechseln oder die Bestellung zu stornieren. Wie stark die Abweichung sein muss, erfahren Sie hier . Wie Sie herausfinden, wie hoch Ihre DSL-Bandbreite ist, lesen Sie im Beitrag " So prüfen Sie Ihr DSL-Tempo ".

Zu viel telefoniert - Flatrate weg

Nicht immer hält eine Flatrate, was sie verspricht. Gerade bei Telefon-Flatrates sind uns Einzelfälle bekannt, bei denen der Provider Kunden, die diese zu intensiv genutzt haben, die Kündigung angedroht oder sogar ausgesprochen hat.

Dem Kunden wird unterstellt, er nutze die Flatrate nicht nur privat, sondern auch geschäftlich oder gewähre auch nicht zum Haushalt gehörenden Personen Zugriff darauf. Wie intensiv der Kunde den Tarif nach Meinung des Providers nutzen darf, erfährt er in der Regel nicht. Wenn Sie davon betroffen sind, sollten Sie auf jeden Fall Einspruch einlegen und sich gegebenenfalls mit einem Rechtsanwalt oder der Verbraucherzentrale in Verbindung setzen.

Tarifwechsel-Falle: Neues Angebot nur scheinbar günstig

Per Telefonanruf wird Anwendern ein scheinbar günstigerer Tarif angeboten. In vielen Fällen ist es bei solchen Anrufen nicht der Provider selbst, der Sie kontaktiert, sondern eine Drittfirma, die auf Erfolgsbasis honoriert wird. Gerade solche Unternehmen sind naturgemäß nicht daran interessiert, Ihnen auch die Nachteile eines Vertrags zu erläutern. Hellhörig sollten Sie werden, wenn Sie erneut persönliche Daten angeben sollen - dies deutet darauf hin, dass Sie nicht Ihren Provider selbst am Apparat haben.

Wichtig: Bekunden Sie am Telefon kein Interesse. Prüfen Sie stattdessen im Internet auf der Website Ihres Providers und bei einem DSL-Preisvergleich , ob der neue Tarif für Sie in Frage kommt. Der PC-WELT sind Fälle bekannt, in denen Anwender, die nur Informationen angefordert haben, stillschweigend auf einen neuen Tarif umgestellt wurden. Machen Sie in einem solchen Fall von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch.

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