199562

Die Entwicklersicht

16.04.2010 | 14:29 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Es geht beim Cloud Computing aber nicht nur darum, fertige von den Hostern erstellte Anwendungen bereit zu stellen: Die Kunden können auch eigene Programme entwickeln, die dann in der Wolke laufen. Windows Azure ist beispielsweise Microsofts Angebot für das Hosting und Management von Cloud-basierten Diensten. Entwickler können mit Unterstützung von Microsoft eigene Anwendungen auf den Azure-Servern entwickeln. Microsoft hat dafür eigens ein neues Datenzentrum in Quincy (Washington, USA) eröffnet. Weitere Rechenzentren sollen in San Antonio, Chicago und im irischen Dublin folgen. Die Rechenzentren verwalten E-Mail-Konten, Internetseiten, Instant Messages, Fotos, Videos, Software und Suchinformationen für Millionen Nutzer weltweit.

Google wiederum Entwicklern bietet die App Engine an, auf der Unternehmen ihre eigenen Anwendungen entwickeln und laufen respektive hosten lassen können.

Die wichtigste Schnittstelle zu den Online-basierten Anwendungen ist derzeit der Browser. Das könnte sich aber durchaus in der Zukunft ändern, wenn die Cloud-Anwendungen immer mehr auch außerhalb des Browsers laufen. Verschiedene Unternehmen stellen Lautzeitumgebungen wie Gears oder Adobe Air bereit, mit denen die Online-basierten Anwendungen auf dem Rechner auch ohne Browser laufen. Doch die Bedeutung der Runtimes geht noch weiter: Sie sollen zunehmend auch die Benutzung der Anwendungen ohne bestehende Internetverbindung ermöglichen, beispielsweise 47498:können Anwender Google Docs, Googlemail und Google Calendar bereits offline nutzen . Allerdings verfolgt Google sein Gears-Projekt nicht mehr konsequent weiter, sondern setzt stattdessen 1:8:auf HTML5 und dessen neue Features.

PC-WELT Marktplatz

199562