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Design-Fehler: Die Schwachstellen im Konzept

17.06.2003 | 16:14 Uhr |

Die mittlere Sicherheitseinstellung entspricht dem bereits von Office 97 bekannten, unzulänglichen Virenschutz: Bei jedem Makro - auch bei völlig harmlosen - erscheint eine Warnung. Der Anwender kann dann das Makro deaktivieren oder das Öffnen des Dokuments abbrechen.

Je mehr makrobewehrte Dokumente ein Anwender bearbeitet, desto schneller nerven die dauernden Warnhinweise - bis er sie möglicherweise abschaltet, um seine Ruhe zu haben. Die niedrigste Sicherheitsstufe schließlich erlaubt die Ausführung aller Makros, ungeachtet der Quelle, aus der sie stammen.

Richtig durchdacht hat Microsoft das Konzept allerdings nicht, denn es weist einen erheblichen Design-Fehler auf: Aus dem Vorlagenverzeichnis, das Sie unter "Extras, Optionen" auf der Registerkarte "Speicherort für Dateien" einstellen, öffnet Office Dokumente mit Makros auf jeder Sicherheitsstufe ohne Warnung. Ein weiteres Manko: Microsoft hat es versäumt, den Virenschutz unter Access zu implementieren. Hier kann ein Makrovirus also völlig ungehindert eindringen.

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