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USB-Sticks - Das gibt es beim Kauf zu beachten

05.09.2016 | 11:12 Uhr | Michael Schmelzle

USB-Sticks sind perfekte mo­bile Speicher für die Hosentasche. Dank hoher Kapazitäten von bis zu 1 TB passen auf die Sticks inzwischen sogar ganze Betriebs­systeminstallationen.

USB-Sticks sind der ideale mobile Speicher für Daten aller Art. Sie sind klein genug für die Hosen- und Handtasche oder für die Befestigung am Schlüsselbund. Vor allem aber sind sie in Sachen Flexibilität unerreicht: Ob Desktop- PC, Notebook, Netbook, ob fünf Jahre alt oder brandneu – wirklich jeder Computer besitzt einen USB-Anschluss. Somit kann man sicher sein, auch an fremden Rechnern auf seine Daten zugreifen und Daten bequem zwischen mehreren Computern austauschen zu können. Bei den angebotenen Sticks gibt es aber sehr große Unterschiede in Sachen Bauform, Speicherkapazität und Geschwindigkeit.

Mit USB 3.0 mehr Tempo beim Lesen und Schreiben

Bis einschließlich zum Standard USB 2.0 war der größte Nachteil das vergleichsweise gemächliche Übertragungstempo. Mit der Technikversion 3.0 („Super Speed“), hat USB dann gehörig Fahrt aufgenommen: Mit bis zu 625 MB/s stieg die theoretisch maximal mögliche Datenrate um rund das Zehnfache gegenüber dem Vorgängerstandard 2.0, der für bis zu 60 MB/s spezifiziert ist. In der Praxis erreicht allerdings kein Speichergerät das theoretische Maximum, da Verwaltungsdaten rund ein Drittel davon beanspruchen, etwa um den Sender und Empfänger zu identifizieren und Datenpakete zu adressieren.

Relevant: USB Type C - einfacher, schneller, stärker, flexibler

Insbesondere beim Schreiben bestehen gewaltige Unterschiede: Für nahezu das gleiche Geld gibt es rasend schnelle Sticks, die Schreibgeschwindigkeiten von beinahe 400 MB/s erreichen, sowie Hochstapler im USB-3,0-Gewand, die im Praxiseinsatz kaum über das USB-2.0- Tempo hinauskommen.

Neben den sequenziellen Datenraten interessant für alle, die ihren USB-Stick auch als tragbares Betriebssystem nutzen wollen: die Datenrate beim zufälligen Lesen und Schreiben. Mit dem Benchmark CrystalDiskMark lässt sich in vier Tests mit den Blöckgrößen von 512 Kilobyte („512K“) und 4 Kilobyte („4K“) die Transfergeschwindigkeit von kleinen und sehr kleinen Datenpaketen prüfen. Zudem liefert das Ergebnis im 4K-Test mit 32 parallelen Anfragen („4K QD32“) einen groben Anhaltspunkt, wie fix Programme vom USB-Stick starten.

Bei manchen USB-Sticks sind Software-Extras mit dabei

Bei einem USB-Speicherstick handelt es sich um einen passiven Datenträger in einem kompakten Gehäuse. Die Daten werden elektronisch auf einem Flash-Speicher abgelegt.
Vergrößern Bei einem USB-Speicherstick handelt es sich um einen passiven Datenträger in einem kompakten Gehäuse. Die Daten werden elektronisch auf einem Flash-Speicher abgelegt.
© © drummatra - Fotolia.com

Neben dem Tempo weicht auch die Ausstattung der einzelnen USB-Sticks erheblich voneinander ab. Das Spektrum reicht von spartanisch bis luxuriös: Ein pralles Programmpaket mit Antiviren-, Backup- und Verschlüsselungssoftware und Extras wie Aktivitäts-LED, Kabeladapter und Schutzbox wird nur bei einigen wenigen Geräten mitgeliefert. Mit der Sicherheits-Software Secure Access können Sie bei Sandisk einen passwort-geschützten Ordner auf dem USB-Stick anlegen und die Daten in einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung sichern.

Software ist eine schöne Dreingabe, aber kein Muss. Bei Bedarf können Sie sich auch mit einer Freeware – etwa Veracrypt für die Verschlüsselung der Daten – behelfen.

Schutzmechanismen, theoretische Lebensdauer, Herstellergarantie

Tempo: Das Tool CrystalDiskMark zeigt die tatsächliche Schreib- und Lesegeschwindigkeit des USB-Sticks an.
Vergrößern Tempo: Das Tool CrystalDiskMark zeigt die tatsächliche Schreib- und Lesegeschwindigkeit des USB-Sticks an.

Beim Kauf eines Sticks empfiehlt es sich, auf einen versenkbaren Anschluss zu achten. Das schützt den USB-Stecker unterwegs vor mechanischer Belastung und Beschädigung. Schutzhüllen und -kappen sind da lediglich die zweitbeste Wahl, weil man sie schnell verlegt oder gleich ganz verliert. Praktisch ist des Weiteren eine Aktivitäts-LED-Anzeige.

Siehe auch: Die besten USB-Tipps und -Tools

Glaubt man den Herstellerangaben, dann bleiben die auf einem USB-Stick gespeicherten Daten bis zu zehn Jahre lang erhalten. Zwar können die Flash-Speicherzellen theoretisch unbegrenzt gelesen werden, jedoch garantieren die Hersteller 100 000 bis eine Million Schreibzyklen pro Speicherzelle. Für die Lebensdauer des Sticks spielt eine einzelne Speicherzelle nur eine sehr untergeordnete Rolle. Mithilfe cleverer Algorithmen sorgt der Controller des USB-Sticks dafür, defekte Zellen auszublenden und die Daten umzulagern. Nutzt man seinen USB-Stick also lediglich als Langzeitspeicher und beschreibt ihn nur gelegentlich neu, wird man niemals an die Grenzen der Haltbarkeit stoßen.

Was den Service betrifft, so richten Sie Ihr Augenmerk unbedingt auf die Garantiezeit. Einige Hersteller wie Sandisk , Transcend und Verbatim bieten lebenslange Garantie an. Adata , Lexar und Hama gewähren immerhin zehn Jahre. Und selbst mit den fünf Jahren, die Hersteller wie etwa Kingston und Patriot bieten, sollten Sie noch auf der sicheren Seite sein. Lediglich die drei respektive zwei Jahre von Intenso , Emtec und Sharkoon sind für einen USB-Stick zu knapp bemessen.

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