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Der neue Trend: Bios-Update unter Windows

02.07.2002 | 12:54 Uhr |

Immer mehr Hersteller bieten Tools für das Aktualisieren des Bios unter Windows oder per Internet an. Sie folgen damit dem Trend, den Microsoft vorgibt: DOS soll verschwinden. Deshalb werden in absehbarer Zeit nahezu alle Platinenhersteller das Flashen unter Windows ermöglichen. Außerdem ist es den meisten Anwendern angenehmer, den Flash-Vorgang in der Windows-Umgebung mit menügesteuerten Programmen durchzuführen, als mit DOS-Befehlen zu hantieren.

Allerdings unterstützen die Windows-Flash-Tools nur neuere Platinen: Erkundigen Sie sich beim Hersteller, ob sich das Bios Ihrer Platine schon unter Windows aktualisieren lässt. Zwar warnen die Programme meist beim Versuch, eine nicht unterstützte Platine zu flashen, aber sicher ist sicher. Bei Platinen, die älter als zwei Jahre sind, führt der Weg zum neuen Bios meist über DOS.

Die Tools, die etwa A-Open (Ezwinflash), Asus (Live Update) und Legend QDI (Qflash) anbieten, ähneln sich in der Bedienung: Sie starten das Flash-Tool wie jedes andere Programm unter Windows per Doppelklick. Es zeigt Informationen zum aktuellen Bios an. Über Menüs im gewohnten Windows-Stil lässt sich das alte Bios sichern und das neue einspielen - es muss natürlich bereits auf der Festplatte liegen.

Per Tastendruck starten Sie dann den Flash-Vorgang. Intel bietet mit "Express Bios Update" ein ähnliches Tool für Windows-Betriebssysteme ab 98 bereits seit rund zwei Jahren an. Das Bios-Update unter Windows geht also einfach und flott, dennoch: Die meisten Anwender wissen aus leidvoller Erfahrung, dass Windows hin und wieder zickt. Ein Absturz, der sonst schlimmstenfalls einen Neustart erfordert, bedeutet während des Bios-Updates meist, dass Ihr PC nicht mehr funktioniert.

Die Platinenhersteller, die Windows-Flash-Programme anbieten, behaupten zwar, auch unter Windows ließe sich ein Bios risikolos aktualisieren. Hinter vorgehaltener Hand raten aber die meisten von ihnen (noch) zum sicheren DOS. Ganz offen warnt sogar MSI auf der Website vor dem Tool Winflash, das sich nicht mit deutschen Windows-Versionen vertragen soll. Auf der mit der Platine ausgelieferten Installations-CD sei es deshalb nicht mehr enthalten, so MSI.

Elito- Epox und Soyo testen nach eigenen Angaben Winflash, halten es aber momentan noch für zu unsicher. Zudem unterstütze es Windows XP noch nicht. Wir empfehlen daher: Spielen Sie das neue Bios besser unter DOS auf.

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