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Der mobile Winword-Oldie

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem: Betagte Notebooks, ob nun 386er Greise mit 2 MB, aber auch flottere 486er Modelle, gehören zu den letzten Reservaten für DOS-Textverarbeitungen. Ein Blick über die Schulter von Notebook-Benutzern in Bibliotheken wird Sie davon überzeugen. Die meisten Anwender wollen aber auch auf einem unterdimensionierten Notebook ihre Windows-Anwendungen, beispielsweise Winword, nicht vermissen.

Lösung: Von den allerneuesten Versionen sollten Sie die Finger lassen. Am günstigsten fahren Sie mit Winword 2.0 (am besten die Version 2.0b). Der VW-Käfer unter den Windows-Textern begnügt sich allein mit der Datei WINWORD.EXE - schon mit 1,2 MB Programmcode können Sie loslegen. Wer nicht auf die Rechtschreibkontrolle verzichten will, muß zusätzlich die SP_GE.LEX und die SPELL.DLL bereitstellen, womit der Speicherbedarf allerdings noch immer unter 2 MB liegt. Die WINWORD.INI entsteht selbständig, und eine NORMAL.DOT sollten Sie sich vielleicht auch leisten, was aber nicht zwingend ist. Ihr Mini-Winword läuft natürlich unter Windows 3.x, wobei Windows für Workgroups empfehlenswert wäre.Da Sie ohnehin auf dem alten Gerät an Multitasking keine Freude haben werden, ersetzen Sie am besten den Eintrag "shell=progman.exe" durch die Zeileshell=c:\<pfad>\winword.exeim Abschnitt [boot] der WIN.INI. Dabei müssen Sie natürlich den Pfad Ihres eigenen Winword angeben. Winword ist danach die Schaltzentrale von Windows. Wenn Sie Winword zukünftig beenden, beenden Sie damit auch Windows. Der Programm-Manager läuft gar nicht, was natürlich wieder einige Ressourcen spart. Um im Notfall doch schnell an den Programm-Manager zu kommen, schreiben Sie in denselben Abschnitt der WIN.INI die Zeiletaskman.exe=progman.exe taskman.exeDanach erscheint durch die Tastenkombination <Strg>-<Esc> der Programm-Manager, und der gewohnte Windows-Alltag ist wiederhergestellt.

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