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Der kleine Epson-Chip: Schützt gegen Nachfüllen

30.09.2003 | 10:31 Uhr |

Epson geht offenbar gegen den Strich, dass die Billig-Konkurrenz den Kundenstamm beliefert. Der große Tinten-Dealer bestückt deshalb alle neuen Drucker-Patronen mit einem kleinen Chip. Der Mini-Big-Brother misst den Tinten-Durchfluss - Milliliter für Milliliter. Erreicht die Menge einen vorher eingestellten Wert, ist Patronen-Wechsel angesagt. Andernfalls verweigert der Drucker wie ein störrisches Maultier den Dienst.

Der Skandal dabei: Der Tank ist nicht leer, häufig wären noch viele Seiten drin - angesichts der teuren Substanz ärgerlich. Laut einer holländischen Verbraucher-Organisation reicht der Rest manchmal noch für hundert Ausdrucke. Epson wollte auf unsere Anfrage keine Seitenzahl angeben. Ein Pressesprecher sagte aber, dass ein wichtiger Faktor die Temperatur ist. Der Grund: Bei Hitze vedunstet mehr Tinte als bei kalten Umgebungs-Temperaturen. Da der Chip aber nur den Durchfluss misst, sei für heiße Länder eine große Sicherheits-Reserve eingebaut. Wer in kühleren Gefilden lebt, zahlt demnach drauf.

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