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Der Teufel steckt im Detail: Devil Linux

01.04.2011 | 09:11 Uhr |

Die Entwickler von Devil Linux sagen, dass diese Distribution von IT-Administratoren für IT-Administratoren gemacht wurde. Von daher wisse man, was der Admin so braucht, denn man habe schließlich dieselben Anforderungen.

Das Betriebssystem startet in der Regel von einer CD-ROM, die nur lesbar sein sollte. Aus diesem Grund tun sich Angreifer schwer, zum Beispiel rootkits einzuschleusen. Neuere Ausgaben lassen sich auch mit einem speziell entwickelten Script auf einen USB-Stick installieren und davon starten. Die Konfiguration lässt sich auf einer Diskette oder einem USB-Flash-Gerät speichern.

Traditionell ist Devil Linux eine reine Firewall-Distribution. Allerdings wurde das Betriebssystem über die Jahre weiterentwickelt und lässt sich auch zu mehr einsetzen. Mögliche Server-Dienste, die Devil Linux zur Verfügung stellt sind: Proxy, DNS, Mail mit TLS-Unterstützung inklusive Spam- und Virus-Filter, HTTP, FTP, Datei, VPN mit X.509-Unterstützung, DHCP, NTP und IDS Node.

Normalerweise braucht Devil Linux keine Festplatte. Dies ist natürlich anders, wenn Sie das System als Mail- oder Datei-Server verwenden möchten. Deswegen können Sie natürlich Festplattenspeicher optional einbinden. Devil Linux benutzt hierfür den Logical Volume Manager. Somit ist das Anfügen von Plattenplatz oder das Warten der Massenspeicher relativ einfach.

Wenn man Devil Linux startet, dürfte man zunächst etwas verdutzt sein. Kein Hinweis auf das Standard-Passwort, IP-Adressen oder Installations-Anleitungen. Wenn man es weiß, ist es nicht schwer. Das Standard-Passwort für root ist leer. Nach einem Anmelden hilft der Befehl setup auf der Kommandozeile. Devil Linux erscheint zunächst sehr rudimentär. Ein Stöbern in der Setup-Routine bringt aber ans Licht, dass es sich hier um eine doch recht mächtige Sicherheits-Distribution handelt. Sogar Webmin ließe sich aktivieren, um einer Turnschuh-Administration zu entgehen.

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