Für diesen Test wurde der Rechner unter Windows 98 zunächst mit einem der beiden Schädlinge präpariert und anschließend das jeweilige Anti-Virus-Programm in der neusten verfügbaren Version inklusive aller Patches und Updates installiert.

Das Ergebnis war vernichtend: Zwar erkannten alle Programme Pretty_Park und SubSeven, allerdings ruinierten fast alle Programme dabei den Rechner. Nach der Entfernung der Schädlinge ließen sich keine EXE-Dateien mehr starten oder das System hing komplett. Nur AntiVir konnte Pretty_Park so entfernen, dass das System hinterher noch einwandfrei lief.

Als einziges Programm wies es den Benutzer sogar vorbildlich auf die Gefahren und Besonderheiten dieses Wurms hin. Allerdings hatte es gegen SubSeven auch nichts auszusetzen und ruinierte hier - wie alle anderen Programme - erst einmal das System.

Immerhin verwies Sophos noch in einer Bildschirmmeldung darauf, dass man sich am besten mit dem telefonischen Support in Kontakt setzen solle, wenn man weitere Hilfe benötigen sollte.

Wenn man erst einmal infiziert ist, hat man also ein ernstes Problem nach der Reinigung. Man könnte sogar sagen, dass die Anti-Viren-Programme den Benutzer in die Irre führen, geben sie doch Hinweise und Kommentare aus, der Anwender solle doch dies und das machen. Hält sich der Benutzer daran, so führt ihn das direkt ins Verderben und es lassen sich keine Programme mehr starten.

Auch eine Notfallstart-Diskette mit einem Schutzprogramm schaffte in diesem Fall keine Abhilfe: Zwar löschten alle Programme die Parasiten aus dem System, aber keines der unter DOS oder Linux arbeitenden Systeme konnte die Registry-Informationen restaurieren. Die Folge: Der Rechner ließ sich zwar weiterhin starten, aber man konnte keine Programme mehr ausführen.

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