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Der Herr der Spiele

Vista organisiert die installierten Spiele nicht wie üblich im Startmenü, sondern im eigens dafür vorgesehenen Ordner „Spiele“. Hier werden Spiele nach der Installation in der Regel automatisch eingetragen, und, falls Sie Vista die Kommunikation mit den Microsoft-Servern erlauben, auch zusätzliche Informationen heruntergeladen.

Erkennt Windows ein neu installiertes Spiel nicht, können Sie dieses manuell per Drag & Drop in den Ordner „Spiele“ ziehen. Allerdings ist es ohne Weiteres nicht möglich, die Details eines solchen Titels zu verändern. Das nicht erkannte „Ankh: Herz des Osiris“ wird beispielsweise nur als „StartGame“ in der Liste angezeigt, ohne dass der Windows-Explorer einem die Möglichkeit gibt, den Namen des Spiels selbst einzugeben. Beim Hinzufügen neuer Spiele greift übrigens auch die in der Benutzerverwaltung von Vista integrierte Jugendschutzfunktion. Das Setup ungeeigneter Spiele lehnt Vista ab.

Insgesamt fällt in Windows Vista die wesentlich augenschonendere Präsentation der Windows-Spiele auf, die ein Facelifting dringend nötig hatten. Dank der einheitlichen Bedienung und der Statistikfunktion, die Highscores, längste Glücks- und Pechsträhnen und Erfolgsquoten verwaltet, wirken alle Spiele mit Ausnahme von Inkball wie aus einem Guss – offensichtlich ein Verdienst von Oberon Games, die mit der Entwicklung beauftragt wurden.

Während Home Basic spielerisch dasselbe bietet wie Windows XP ohne den Flipper, bieten die teureren Vista-Editionen im Wesentlichen Schach-Fans und Kindern ein Mehr an Spielspaß. Ein Rätsel bleibt, wieso Microsoft den Käufern von Vista Home Basic diese Spiele vorenthält. Gerade am Familien-PC im Wohnzimmer, wo die Jüngsten sich mit Purble Place vergnügen würden und Vati eine Runde Schach wagen könnte, wird wohl in vielen Fällen die Spar-Version zum Einsatz kommen. Und für eine Hand voll Spielchen wird sicher niemand mehr bezahlen wollen.

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