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Der Händler trägt das Versandrisiko

04.11.2004 | 11:49 Uhr | Birgit Götz

Ärgerlich ist es, wenn Händler das Porto für ein versichertes Paket verlangen. Nach Auffassung von Rechtsanwalt Johannes Richard ( www.internetrecht-rostock.de ) zahlt der Kunde damit für etwas, was ihn gar nichts angeht: Im so genannten Verbrauchsgüterkauf im Internet liegt das Versandrisiko nämlich immer beim Händler. Es ist ausschließlich seine Sache, dass die Ware unbeschädigt beim Kunden ankommt. Ob etwas als versichertes Paket verschickt wird, kann dem Kunden dabei völlig egal sein.

Aber auch hier gilt: Beteiligt sich ein Kaufinteressent an einer Auktion, akzeptiert er auch die Versandkosten. Der Käufer sollte sich dann im Nachhinein nicht mehr darüber aufregen, wenn der Händler in seiner Auktion versicherten Versand anbietet und dafür die Kosten fordert – und die Ware dann trotzdem billiger verschickt.

Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt. Wer sich dennoch darüber ärgert, der kann sich mit einer negativen Bewertung revanchieren.

Privatleute dagegen müssen sich – wollen sie Ärger vermeiden – daran halten, wenn sie versicherten Versand anbieten und das Geld dafür fordern. Der Käufer muss sich darauf verlassen können, denn falls die Postsendung verloren geht oder beschädigt wird, wäre er hier der Dumme, der den Verlust tragen muss.

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