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Der Beginn einer Ära: Der erste IBM-PC mit MS DOS

06.03.2007 | 15:28 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

1980 wurde der Mikrocomputer-Markt von zwei Systemen beherrscht: Apple II und Rechner mit CP/M als Betriebssystem. Das sollte sich aber bald ändern: Am 12. August 1981 stellt IBM den ersten typischen IBM-PC vor.

IBM-PC (Foto: http://www.obsoletecomputermuseum.org/ibmpc/ Modell von 1983)

Das Gerät bot 18 Kilobyte Hauptspeicher, ein oder zwei Diskettenkaufwerke, als Prozessor werkelte ein 8080 von Intel, Hardware und BIOS steuerte IBM bei, das Betriebssystem DOS 1.0 lizenzierte IBM von Microsoft. Bill Gates gelang es beim Wettrennen um das Betriebssystem für den IBM-PC den Marktführer Digital Research und dessen CP/M auszustechen. Noch wichtiger war aber: Bill Gates behielt alle Rechte an DOS, er verkaufte seine Software nicht komplett an IBM. Der Siegeszug dieses Rechners und seiner Nachfolger veränderte die Computerwelt, "IBM-kompatibel" wurde für lange Zeit der Standard.

Auch aus dem Jahr 1981 stammt ein bemerkenswerter Spruch aus dem Mund eines ebenso bemerkenswerten Mannes. Bill Gates redete Klartext und sagte: "640 Kilobyte ought to be enough for anybody". Wie sich die Zeiten ändern, Windows XP fordert heute mindestens 128 Megabyte Arbeitsspeicher.

In der ersten Hälfte der 80er Jahre hieß es für immer mehr ausstellungswillige DV-Anbieter: Wir müssen draußen bleiben. Die Deutsche Messe AG konnte keine Standfläche mehr zur Verfügung stellen. Der Bereich Informations- und Kommunikationstechnik war nach Ausstellerzahlen mittlerweile auf den zweiten Platz nach der Elektrotechnik vorgerückt. Viele potenzielle Aussteller mussten also auf die Warteliste. 1982, im Gründungsjahr von Compaq, übersprang die Besucherzahl erstmals die Marke von 200.000. Die Deutsche Messe AG musste reagieren.

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