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Den PC absperren

02.01.2009 | 12:34 Uhr | Michael Schmelzle,

Mit bestimmten Bios-Mechanismen schützen Sie Ihre Daten schon vor dem Booten des Betriebssystems.

Mit dieser Methode schützen Sie Ihren PC vor unbefugter Nutzung
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Einschalt- und Bios-Passwort einrichten: Diese Funktion aktivieren Sie im Menü „Boot, Security“, indem Sie auf den Punkt „Change User Password“ gehen und die -Taste drücken. Danach können Sie ein Passwort vergeben und müssen dies bestätigen. Wenn Sie sich bei „Password Check“ für „Always“ entscheiden, wird das Passwort bereits vor dem Bootvorgang abgefragt. Das ist am sichersten, denn nach drei Fehleingaben ist der PC gesperrt.
Festplatte verschlüsseln: Die Funktion Encrypt Disc sieht von außen aus wie eine normale Passwortfunktion. Sie hat aber den Vorteil, dass die Festplattendaten nur mit Labortechnik ausgelesen werden können. Selbst wenn jemand die Platte ausbaut und an einen anderen ungeschützten PC anschließt, kommt er nicht an Ihre Daten. Sie als Besitzer merken bei Ihrer Arbeit nichts von der Verschlüsselung.
Sprache ändern: Stellen Sie die Sprache des Bios-Menüs beispielsweise auf Japanisch (zu finden unter „Main, Language“). Höchstwahrscheinlich wird jemand, der Ihren PC unbefugt startet, nicht auf Anhieb erkennen, dass er vor einer Passwort-Abfrage steht.

Nicht von Wechseldatenträgern oder CDs booten lassen
Vergrößern Nicht von Wechseldatenträgern oder CDs booten lassen
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Boot-Device-Liste anpassen: Ist die Boot-Device-Liste nicht korrekt eingestellt, kann jeder Ihren PC von einem USB-Stick oder einer CD mit einem eigenen Betriebssystem booten. So kommt er problemlos an die Daten Ihrer kompletten Festplatte und kann sie kopieren, manipulieren, beschädigen oder löschen. Sobald Ihr PC fertig konfiguriert ist, sollte die Bootreihenfolge nur noch die Festplatte mit dem Standard-Betriebssystem enthalten. „Removable Devices“ und „Optical Drives“ nehmen Sie am besten aus der Bootreihenfolge heraus.

CHECKLISTE Vor dem Bios-Tuning
Daten sichern: Bevor Sie unsere Bios-Tipps ausprobieren: Sichern Sie alle wichtigen Daten. So gehen Sie hier kein Risiko ein.
Kühlung optimieren: Wenn Sie unsere Tipps umsetzen, gehen Sie bisweilen an die Grenzen des technisch Machbaren. Hier ist eine besonders gute Durchlüftung des PC-Gehäuses zwingend erforderlich – am besten mit zwei Lüftern: Ein 120-Millimeter-Modell kommt unten in die PC-Front und bläst kühle Luft ins Gehäuse hinein. Unter dem Netzteil an der Rückseite ist Platz für ein 80-Millimeter-Modell, das die Hitze aus dem Gehäuse befördert.
Netzteil prüfen: Das Netzteil muss genug Reserven haben, um den Mehrverbrauch der PC-Komponenten abzudecken. Arbeitet etwa die CPU um 30 Prozent schneller, nimmt sie auch um 30 Prozent mehr Leistung auf. Entscheidend ist neben der Nennleistung auch die Stromstärke der 12-Volt-Schienen.

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