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Eine virtuelle Datenbank erleichtert das Daten-Management: Delphix

30.05.2011 | 10:19 Uhr |

Eine Aufgabe, welche unheimlich viel Zeit und Netzwerkressourcen der IT-Abteilung in Anspruch nehmen kann, ist das Datenbank-Klonen. Regelmäßig müssen die Daten aktualisiert, getestet und eingelagert werden. Jedes Mal muss die IT-Abteilung Server- und Speicherplatz für alle Datenbank-Kopien zur Verfügung stellen.

Delphix

Unternehmensprodukt: Delphix Server

Preis: Beginnt bei etwa 1400 Euro pro Monat, beim Abschluss eines Jahresabonnements.

Finanziert von: Greylock Partners und Lightspeed Venture Partners

Heutzutage sind die Daten schon fast nicht mehr aktuell, wenn diese zum ersten Mal dupliziert werden. Dadurch ist es für die IT-Abteilung schwierig, die Übersicht über die ganzen unterschiedlichen Versionen zu behalten. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die alten Versionen gelöscht und die zugrundeliegenden Ressourcen wieder frei gegeben werden.

Mit Microsoft Access eine Datenbank erstellen

Das Start-Up-Unternehmen Delphix hat Delphix Server entwickelt um virtuelle Datenbanken zu erstellen. Grundsätzlich erstellt die Software les- und beschreibbare Klone von Produktions-Datenbanken welche unter Oracle 10 und 11 erstelltet wurden. Diese Klone werden automatisch aus abstrakten Aufnahmen und Log-Dateien erstellt. Insgesamt sollen diese laut Karthik Rau nur noch ein Zehntel des Speicherplatzes, welchen physische Datenbanken benötigen, verbrauchen. Karthik Rau ist der Vize-Präsident der Produktions- und Marketing-Abteilung.

Die virtuelle Datenbank synchronisiert sich regelmäßig mit der Produktionsdatenbank, aber nur die geänderten Daten werden zur virtuellen Datenbank gesandt. Auf diese Art und Weise wird die Infrastruktur nicht so stark belastet.

Insgesamt zielt Delphix darauf ab, die Ressourcen der Datenzentren zu bündeln und das Testen, die Entwickelung, die Verwaltung und die Aktualisierungszyklen zu beschleunigen.

Was bedeutet eigentlich Cloud Computing?

Zusätzlich kann die IT-Abteilung mit dem Service-Portal von Dephix arbeiten und darüber Richtlinien einstellen und Nutzern einen gewissen Speicher zuteilen. Die Nutzer können über diesen Ihre eigenen Anfragen selbstständig erstellen. Wenn beispielsweise ein Entwickler eine Kopie der ERP-Datenbank des Unternehmens benötigt, kann er sich diese selbst besorgen. Das garantiert einen schnellen Zugriff auf die aktuellen Daten und wenn sein Projekt beendet ist, kann die virtuelle Datenbank gelöscht und die Ressourcen können wieder vollständig freigegeben werden.

Cloud Computing - drei typische Probleme

Laut Rau ist die Genauigkeit der Daten, welche der Delphix Server generiert, eine der wichtigsten Funktionen. Die Risiken in der Produktionsumgebung werden gesenkt, weil die Nutzer zu jeder Zeit virtuelle Datenbanken erstellen und wiederherstellen können. Auf Grund der Verwendung von „echten" Duplikaten der Datenbank wird die Qualität und Stabilität der Anwendung in der Produktion gesteigert.

„Da die Erstellung von virtuellen Datenbanken keine zusätzliche Speicherkapazität benötigt und weil der gesamte Prozess über den Delphix Server automatisch gesteuert wird, können Entwickler viele virtuelle Datenbanken erstellen. Es können wesentlich mehr Datenbank-Umgebungen erstellt werden, ohne in die Infrastruktur investieren zu müssen", sagt Rau.

Gibbs sagt, dass die Möglichkeit virtuelle Datenbanken zu erstellen für IT-Unternehmen sehr wertvoll ist. „Für eine große Datenbank wie Oracle, ist es besonders wichtig schnell eine neue Version erstellen zu können. So können die Entwickler sehr viel schneller ihre Aufgaben erledigen, ohne ausgebremst zu werden."

Der Originalartikel wurde von Sandra Gittlen verfasst.

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