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Delphin statt Eroberer: Der neue Dateimanager

27.12.2007 | 12:55 Uhr |

Die meisten Nutzer bisheriger KDE-Versionen dürften voll und ganz auf den Konqueror als universelles Werkzeug für das Dateimanagement vertraut haben. Immer wieder wurde an die Entwickler aber der Wunsch herangetragen, ein einfacheres Werkzeug für die Dateiverwaltung anzubieten, denn bis sich einem alle Funktionen des Konquerors erschlossen haben, vergeht doch einige Zeit. Mit Dolphin sind die Entwickler dem Wunsch nach einem schlichten Dateimanager nachgekommen.

Dolphin besitzt einen zweigeteilten Bildschirm. Auf der linken Fensterseite sehen Sie die Orte, an denen Dateien gespeichert sein können, also das persönliche Verzeichnis oder auch externe Dateisysteme wie CD-ROMs. Sobald etwa ein externer Datenträger am System angemeldet wird, erscheint dieser im linken Bereich. Im rechten Fensterteil entscheiden Sie sich dann für eine der angeboten Sichtweisen auf das Dateisystem. Zwischen den Verzeichnishierarchien navigieren Sie entweder mit den Icons der Werkzeugleiste oder über eine kleine Eingabezeile.

Der neue Dateimanager kann mit dem Informations-Framework Nepomuk , das sich noch am Anfang seiner Entwicklung befindet, erweitert werden. Ziel von Nepomuk ist es, Dateien schneller auffindbar zu machen. Auf dem Weg dorthin lassen sich Dateien bewerten und mit Etiketten (Tags) versehen. Das Tagging selbst ist Ihnen wahrscheinlich von Internet-Angeboten wie wie Flickr , Mr. Wong oder Del.icio.us bereits geläufig. Durch die Zuweisung von Tags zu einem Objekt erweitern sich Ihre Organisationsmöglichkeiten, denn damit kann ein Objekt zugleich mehreren Kontexten angehören. Dokumente, die im Zusammenhang mit verschiedenen Projekten stehen, ordnen Sie mittels Tags viel flexibler den Planungen zu.
Nepomuk ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zum semantischen Desktop, der eines Tages seinen Anwender dabei unterstützen wird, schneller die gewünschten Dokumente zu finden.

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