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Datentransfer und Server

10.09.2009 | 11:31 Uhr |

Neben der Größe des Webspace gehört das Volumen des Datentransfers zu den grundlegenden Parametern des Webhosting. Ist der Platz groß genug gewählt, müssen auch alle Daten in angemessener Zeit ins Internet, also auf die Website transferiert werden können. Das Datentransfervolumen ist je nach Untenehmen durchaus unterschiedlich, sollte aber nicht unterschätzt werden.

Die Website eines Unternehmens ist dazu da, besucht zu werden. Je mehr Leute auf die Seite surfen, desto besser. Dies erzeugt sogenannten Traffic. Je mehr Traffic, desto langsamer wird eine Seite, das heißt je länger muss der potentielle Kunde warten, bis die Seite aufgebaut ist. Dauert dies zu lange, klickt er genervt zur Konkurrenz. Der Provider muss also stabile, schnelle Server zur Verfügung stellen, die auch bei hohen Zugriffszahlen nicht in die Knie gehen. Man sollte sich beim Provider informieren, mit wie vielen Kunden man sich einen Server teilen muss. Je weniger, desto besser. Hat die eigene Site viel Verkehr, ist ein Server sinnvoll, den man alleine nutzt. Dann ist der Datentransfer am schnellsten.

Eine Website sollte möglichst immer verfügbar sein. Kunden, die beim Aufrufen der Seite immer wieder auf den Hinweis stoßen, die Seite sei zur Zeit nicht verfügbar, sind ganz schnell weg. Der Provider sollte Garantien geben. Auch hier gilt: nicht immer sind die großen Anbieter auch die besten. Wird eine Site für kommerzielle Zwecke genutzt, sollte im Vertrag festgelegt werden, was passiert, wenn die Website ausfällt, zum Beispiel wenn die Server des Providers ausfallen. Zahlt der Provider Ersatz?

Wissen, was auf der Sie los ist

Der Webhoster sollte dem Kunden detaillierte Zugriffstatistiken zur Verfügung stellen. Je nach Art des Unternehmens ist der Kunde auf solche Statistiken angewiesen. Zum Beispiel wenn externe Inhalte oder Werbung auf der Seite platziert werden soll, ist eine genaue Zugriffsstatistik unerlässlich. Aber auch ohne diesen Aspekt ist es nützlich und interessant, über die Zugriffszahlen auf der eigenen Website Bescheid zu wissen.

Bei der Entscheidung für einen Webhoster sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob man die ausgewählten Komponenten problemlos erweitern, vergrößern, nach oben skalieren kann. Es ist mehr als ärgerlich, wenn zum Beispiel der Datenverkehr die zunächst gewählte Grenze überschreitet und es nur mit großen Kosten und großem Aufwand verbunden wäre, den Traffic anzupassen. Viele Aspekte beim Webhosting sind ja genau auf Wachstum ausgelegt.

Nicht zuletzt ist der Kundenservice ein entscheidender Faktor bei der Entscheidung für einen Webhoster. Den Kundenservice braucht man in der Regel bei Problemen und dann wird man leicht nervös, wenn niemand erreichbar ist oder man nur von einem Call-Center zum nächsten weitergereicht wird, während sich gerade die Daten beim Transfer ins Nirwana verflüchtigen oder sich das Backup als defekt erweist. Sehr hilfreich ist es, wenn ein Provider Referenz-Kunden nennen kann. Auch sollte man selbst mal die Hotline wählen und zumindest ausprobieren, wie gut der Support erreichbar ist, und sich ein Bild über die Qualität der Beratung machen.

Fazit

Eine Entscheidung für einen Webhoster sollte kein Schnellschuss sein. Zunächst ist die genaue Analyse des Bedarfs jetzt und in Zukunft unerlässlich. Das Verhältnis von Kosten und Nutzen muss natürlich ausgewogen sein, wobei vor allem auf guten Service und Sicherheit Wert gelegt werden sollte. Dies mag zwar etwas kosten, zahlt sich aber aus.

Lese-Tipp: Dieser Artikel war nur eine kurze Einführung in die Thematik Webhosting. Ausführliche Detailinformationen finden Sie dagegen in diesem umfassenden Ratgeber .

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